Tägliches Gebet 18. - 24. Dezember 2017 Sudan - Von der Finsternis zum Licht

„… und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf.“ (Epheser 5,11)

Die islamistische Herrschaft und der Zerfallsprozess des Sudans, einst größter Staat Afrikas, setzen sich fort. Das Land riss an der Siedlungsgrenze zwischen arabischen und schwarzafrikanischen Stämmen auf. Nach dem blutigen Bürgerkrieg löste sich der Südsudan 2005 vom Norden. Doch verblieben im Restsudan drei Regionen, die zuvor mit dem Süden um ihre Selbstständigkeit gekämpft hatten. Der Darfur im Westen, der Blue Nile im Osten und die Region der Nuba-Berge im Süden. Sie wollen gleiche Rechte, größere Anteile an den Staatseinnahmen, Schulen, in denen in ihren Muttersprachen unterrichtet wird. Christen werden ohnehin diskriminiert. Hunderttausende Menschen sind an den Folgen des Krieges der Regierung gegen die eigene Bevölkerung gestorben. Im September 2016 klagte Amnesty International die Regierung an, im Kampf gegen „Rebellen“ sogar Chemiewaffen einzusetzen.

Doch auch mit härtester Gewalt gelang es der islamistischen Regierung über viele Jahre nicht, den Glauben der Christen im Sudan zu brechen. Seit kurzem wurde daher die Strategie verändert. Mit dem Versprechen von Ämtern, größerem Ansehen und besserer Stellung im Staat erkaufte man ein fragwürdiges Übereinkommen mit bestimmten Kirchenrepräsentanten zur Anpassung ihrer christlichen Gruppierungen an den islamistischen Staat. Danach machte die Regierung bekannt, dass im Land nur noch christliche Arbeiten unter dem Dach dieser wenigen gekauften christlichen Repräsentanten erlaubt sind. Klares Ziel ist, alle Christen kontrollieren zu können. Dieses Geschehen führte zu einem großen Misstrauen unter den Kirchen und Christen. Möge der HERR den Menschen gnädig sein und die vielfältigen Facetten der Finsternis zerbrechen. Möge SEINE Herrlichkeit das Land und die Herzen der Menschen durchdringen.

Montag 18 Dezember

Sudan - Einheit ohne falsche Kompromisse für die Christen

Einige Kirchenrepräsentanten haben mit der islamistischen Regierung Abkommen geschlossen, um angesehenere Positionen, mehr Macht und äußere Anerkennung zu bekommen. Die Regierung fordert jetzt, dass sich alle Christen unter diesen Kirchenführern organisieren sollen. So könnten alle Christen kontrolliert werden. Das hat zu großem Misstrauen unter den Kirchen und Christen geführt.

Bete für die biblische Einheit der leidgeprüften Christen. Bete, dass falsche Kompromisse, Eifersucht und falsches Spiel aufhören. Nur dann können sie ein Licht der Rettung für Muslime sein.

Dienstag 19 Dezember

Sudan - Einheit ohne falsche Kompromisse für die Christen

Das Abkommen einiger Kirchenführer mit der Regierung führt zu großer Unsicherheit. Es wird befürchtet, dass die Weitergabe des Evangeliums verraten wird. Christen, die das Evangelium an Muslime weitergeben, könnten dann ins Gefängnis geworfen werden. Weil man nicht weiß, ob man ihnen vertrauen kann, sind Christen aus der Hauptstadt Khartum in anderen Landesteilen nicht mehr willkommen. Zusätzlich zu Spannungen unter Stämmen ist das ein weiterer Grund, der Christen voneinander isoliert.

Bete, dass der Herr Jesus die Gemeinde heiligt. Bete, dass ER christliche Einheit und Liebe stärkt.

Mittwoch 20 Dezember

Sudan - Befreiung von Angst; Geborgenheit in Gott

Gott ist unsre Zuflucht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben (Ps. 46,2). Sudanesen leben ständig in Ängsten. Angst, dass Bewaffnete in der Nacht kommen und sie angreifen. Angst, dass Gespräche ausspioniert werden. Angst, dass du nie wieder nach Hause zurückkommst. Angst, dass Regen ausbleibt und Hungersnot kommt. Gläubige haben Angst, jeden Moment verhaftet zu werden, dass die Familie weggenommen wird, die Kirche niedergebrannt wird, das Eigentum geraubt wird.

Bete für den Sudan gegen die versklavende Angst, für Wachstum der Kirche und Zuflucht im HERRN.

Donnerstag 21 Dezember

Sudan - Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Heimat

Über 2,2 Millionen Sudanesen leben in Flüchtlings-Camps innerhalb des Sudans und mehr als 400.000 weitere sind in andere Länder geflüchtet. Viele leben in diesen behelfsmäßigen Camps schon mehr als 13 Jahre. Sie fürchten sich inzwischen, in ihre Heimatgebiete zurückzukehren. Sie haben auch sonst keinen Ort, wohin sie gehen könnten.

Bete, dass das Evangelium in die Camps zu jedem Einzelnen gelangen kann. Bete, dass der HERR die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch den Bösen verwandelt in offene Herzen für das Evangelium. Bete, dass viele Muslime die Rettung in Jesus erlangen.

Freitag 22 Dezember

Sudan - Gebet, dass 4 Stämme zum Herrn kommen

Jesus sagt: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen (Mt 8, 11). Der Sudan ist ein Land mit 103 vom Evangelium völlig unberührten Volksgruppen. Viele von ihnen haben mehr als 100.000 Menschen, einige sogar mehr als 1 Mio. Die ohne Rettung lebenden Volksgruppen sind in ihrer Kultur und äußerem Erscheinungsbild sehr unterschiedlich.

Bete für die Beja im Osten, die nubischen Fedijja-Mohas im Norden, die Zaghawa im Westen und Ingessena im Süden, dass sie durch das Evangelium zum Tisch des HERRN kommen werden.

Samstag 23 Dezember

Sudan - Gebet für das Kommen des Reiches des Herrn

Denn uns ist ein Kind geboren, … auf dass seine Herrschaft groß werde …, dass er's stärke und trage auf seinen Schultern durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit (Jesaja 9,6–7). Mehr als die meisten Völker leiden die Sudanesen unter einem Mangel an Gerechtigkeit. Die Regierung kämpft jetzt über 35 Jahre gegen andere Teile ihres Landes und setzt das weiter fort. Die meisten Familien des Landes sind direkt von Morden oder anderen Verbrechen und Gewalttaten betroffen.

Bete, dass die Hoffnung auf Jesus, den Retter, der Gerechtigkeit bringen wird, das Land durchdringt. Mögen IHM viele vertrauen.

Sonntag 24 Dezember

Sudan - Gebet für das Kommen des Reiches des Herrn

Denn uns ist ein Kind geboren, … auf dass seine Herrschaft groß werde …, dass er's stärke und trage auf seinen Schultern durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit (Jesaja 9,6–7). Diese Verheißung des Retters gab den Israeliten Mut. Möge sie auch den Sudanesen helfen. Möge die Botschaft, dass Jesus Christus, der Retter, in die Welt gekommen ist, viele Herzen erreichen – auch in muslimischen Volksgruppen.

Betet, dass etwas vom Königreich des HERRN zeichenhaft beginnt. Betet, dass ER eine Regierung einsetzt, die mehr in Gerechtigkeit regiert und dem Land Frieden und Freiheit bringt.