Tägliches Gebet 20. - 26. November 2017 Myanmar – Gebet, dass Rohingyas im Leiden Jesus begegnen

„Rufe mich an am Tag der Not; ich will dich retten, und du wirst mich verherrlichen!" Psalm 50,15

„Den Unterdrückten gewährt der Herr seinen Schutz, in Zeiten der Not ist er für sie eine Burg in sicherer Höhe.“ (Psalm 9,10)

Das buddhistische Myanmar hat etwa 57 Mio. Einwohner. Es war bis 2011 Militärdiktatur, auch Rohingyas erlebten viele Menschenrechtsverletzungen. Die Regierungspartei wurde erst 2016 in einem erdrutschartigen Wahlsieg abgelöst. „Bama“ (daher die Bezeichnung „Burma“ oder „Birma“) und „Myanma“ sind Bezeichnungen der größten Bevölkerungsgruppe, der buddhistischen „Bamar“, und für das Land. Der Name „Myanmar“ sollte 1989 die Vielfalt der 109 Volksgruppen besser ausdrücken, wurde aber selbst von der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi abgelehnt, da die Einführung ohne Basis im Volk war. Also eher ein Theatertrick für das Ausland. Umgeben ist Myanmar von großen, bevölkerungsstarken Nationen: Indien, China, Bangladesch und Thailand. Geografisch ist Myanmar äußerer Bewahrer des Buddhismus gegenüber dem angrenzenden Islam Bangladeschs mit 3x so vielen Einwohnern. Buddhisten, die nach sunnitischer Dogmatik als zu überwindende Götzendiener betrachtet werden, fürchten eine Bevölkerungs- und Machtzunahme der 1,2 Mio. muslimischen Rohingyas. Deren große Mehrheit verhält sich in der Minderheitssituation friedlich. Dennoch wurden für sie Beschränkungen der Geburtenrate eingeführt und die Staatsbürgerschaft beinahe unmöglich gemacht. Das verstärkte Aggressivität und Anschläge islamistischer Gruppen. Der Bundesstaat Rakhine ist stärkster Berührungspunkt von Buddhismus und Islam. Hier begannen jetzt nach islamistischen Gewaltakten großflächig brutale buddhistische Menschenrechtsverletzungen wie die ethnische Vertreibung hunderttausender Rohingyas.

Montag 20 November

Myanmar - Nothilfe für Rohingyas

Hunderte von Dörfern wurden verbrannt und zerstört. Die Situation in Myanmar zwang sehr viele Rohingyas zur Flucht, wo sie gefährlichen langen Bootsreisen, Menschenhändlern und anderen Abscheulichkeiten ausgesetzt sind. Durch die jüngste Gewaltwelle flohen laut „Aktion Deutschland Hilft“ über 600.000 in Nachbarländer.

Bete, dass Notleidende mit Nahrung, medizinischer Hilfe und Unterkünften versorgt werden. Betet um Bewahrung vor denen, die die Lage ausnutzen für Ausbeutung, Bestechung, Menschenhandel und Prostitution. Betet, dass auch Christen Hilfe leisten und Zeugnis geben können.

Dienstag 21 November

Myanmar - Erbarmen für Rohingyas

Viele wurden ermordet, andere starben durch Ertrinken oder Krankheiten während der Flucht. Dies gehört zu den schlimmsten Gräueln gegen die Menschenrechte in der jüngeren Geschichte. Die Hilfe für Geflohene ist oft schlecht organisiert. Die meisten sind ohne geeignete Nahrung, Kleidung oder Unterkunft.

Lasst uns diese wertvollen Menschen vor den HERRN bringen und Gott um Erbarmen für die Rohingyas in ihrem Leiden bitten. Bete, dass der HERR die Herzen der Leiter in Myanmar verändert, damit die brutale Verfolgung aufhört; aber auch der Islamismus. Bete, dass das Evangelium Einzug hält.

Mittwoch 22 November

Myanmar - Rettung für Rohingyas

Seit Jahrzehnten wurden die Rohingyas in Myanmar benachteiligt oder verfolgt. Wegen andauernden Menschenrechtsverletzungen, gewalttätigen Unruhen und Armut nennt die UNO sie die wohl meistverfolgte Volksgruppe der Welt.

Bete, dass Christen jetzt die Gelegenheit nutzen, die Ungeliebten zu lieben und für Rohingyas Hände und Füße Jesu zu sein. Bete, dass Hass, Verfolgung und Vorurteile samt Islamismus zu Ende gehen. Betet, dass bald inmitten von Leid jene zum Vorschein kommen, die „Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“ sind. (Eph. 2,19)

Donnerstag 23 November

Myanmar - geistliche Freiheit für Rohingyas

Die Rohingyas praktizieren eine Art Volksislam. Die Mehrheit lebt in Furcht. Sie befragen Medizinmänner („Boidur“) zu Glück und Segen, Flüchen und Schutz vor bösen Geistern. Der Gebrauch von in Wasser gelösten Koranversen, Amuletten und anderen Zaubermitteln ist tief in ihrer Kultur verwurzelt. Heiligengräber werden aufgesucht und Orte vermieden, an denen man böse Geister vermutet. Viele Rohingyas fürchten die Geister mehr als Gott.

Bete, dass Jesus Christus sie rettet und von ihrem Geist der Furcht befreit. Bete um Schutz und dass Gott jeden bösen Geist bindet, der unter den Rohingyas wirkt.

Freitag 24 November

Myanmar - Liebe für die Rohingyas

Der Umgang mit Flüchen ist bei Rohingyas an der Tagesordnung, die Furcht vor bösen Geistern gegenwärtig. Die Schwere des Lebens und die Unsicherheit der Rettung haben in vielen Herzen tiefe dunkle Schatten eingeprägt. Ein Mangel an Liebe durchzieht das Leben.

Bitte Gott jeden Fluch zu brechen, der auf ihnen liegt. Bete, dass sie Jesus Christus als Retter finden und Er sie durch das Evangelium von ihrem Geist der Furcht befreit. „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus.“ (1. Joh 4,18) Bete, dass der HERR alle Werke des Teufels unter ihnen zerstört.

Samstag 25 November

Myanmar - für freies Evangelium statt gesellschaftlichem Druck

Unter Rohingyas herrscht großer gesellschaftlicher und familiärer Druck. Da die Werte von Ehre und Schande tief in der Gesellschaft verwurzelt sind, bemühen sie sich, innerhalb des Ehrsystems zu bleiben, um ihren Status und Rückhalt zu bewahren. Gesellschaftliche und religiöse Führer haben das genutzt, um gegen das Christentum zu reden, Leute vor Christen zu warnen und die zu verurteilen, die Christen helfen oder sich für das Christsein interessieren.

Bete, dass sich respektierte Führer für das Evangelium interessieren. Bete, dass sie zum Glauben kommen und anderen die Tür öffnen, an Jesus Christus zu glauben.

Sonntag 26 November

Myanmar - für freies Evangelium statt religiöser Gefangenheit

Die Verfolgung hat dazu geführt, dass Menschen sich noch stärker an ihr islamisches Vermächtnis klammern. Wie ein Rohingya-Mann gesagt hat: „Ich glaube an das alles (die biblischen Schriften). Aber ich bin Muslim, mein Vater und Großvater waren Muslime, also MUSS ich Muslim bleiben!“

Bete bitte, dass bei aller Ehre für die Eltern, dennoch eine Lösung von den Fehlern der Vorfahren durch das Blut des Herrn Jesus und Rettung durch Ihn geschieht. Betet bitte, dass Menschen Gott auf kulturell relevante Weise erleben; dass sie sehen, wie Er ihre Schande bedeckt und sie in wahrer Ehre kleidet.