Tägliches Gebet 25. - 31. Dezember 2017 Jemen - Gebet in Krieg, Bürgerkrieg und Krisen

„Der HERR wird unter vielen Völkern richten und mächtige Nationen zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln…“ (Micha 4, 3)

Der Krieg zwischen Saudi-Arabischer Koalition samt sunnitischen Völkern gegen schiitische Völker kann zum Krieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran führen. Er kann sogar zum Konflikt zwischen den USA und Russland werden, denkt man die Macht- und Schutzverhältnisse zu Ende. Es braucht das Eingreifen des HERRN unter vielen Völkern. Es braucht Sein Reden zu den Mächtigen auf vielen Ebenen, um Frieden und Gerechtigkeit den Weg zu bahnen.

Die Volksgruppen der etwa 30 Mio. Jemeniten sind überwiegend Araber. Sie sind aber in Nord- und Süd-Gruppen mit 40% Schiiten und 60% Sunniten geteilt. Es gibt mehrere sprachliche Wurzeln. 9,7 Mio. nördliche Jemeniten glauben, dass ihre Vorfahren von Mesopotamien einwanderten und vom biblischen Vater Ismael abstammen. Die südlichen Gruppen dagegen repräsentieren einen alten südarabischen Stamm aus dem biblischen Joktan. Außerdem kam es über Jahrhunderte zur Einwanderung aus Äthiopien und Somalia. In der Küstenebene bildete sich neben den 4,6 Mio. Tihama-Jemeniten die untere soziale Gruppe von etwa 1, 6 Mio. afrikanischen Akhdam heraus. Sie sind eine geschlossene, diskriminierte Kaste, die niedrige Arbeiten ausführt.

Die derzeitige Republik Jemen wurde erst im Mai 1990 durch Zusammenlegung zweier Staaten ins Leben gerufen. Sanaa, ehemals Hauptstadt des schiitischen, unabhängigen Nordjemens wurde zur Hauptstadt. Aden, ehemals Hauptstadt des sunnitischen, aus dem Britischen Empire hervorgegangenen Südjemens wurde zum Wirtschaftszentrum. Ohne den Friedefürst droht aller Zusammenhalt zu zerbrechen.

Montag 25 Dezember

Jemen - Gebet für das Ende der saudischen Blockade

Die Bevölkerung Jemens leidet unter der saudischen Blockade. Die deutsche Bundesregierung genehmigte dennoch im 3. Quartal 2017 mit 148 Mio. Euro dreimal so viele Waffenlieferungen an Saudi-Arabien wie im Vorjahreszeitraum. Darunter jetzt 4 und 2015 bereits 15 Patrouillenboote. 21 Mio. Menschen aber brauchen Hilfe. 7 Mio. sind total von Lebensmittellieferungen abhängig. Ein Völkermord droht. Eine vorübergehende Erleichterung der Blockade für humanitä-re, nicht aber für zivile wirtschaftliche Lieferungen ist nicht ausreichend.

Betet für das Ende der Blockade und die Rettung der Menschen!

Dienstag 26 Dezember

Jemen - Gebet für vom Hungertod bedrohte Bevölkerung

Die „christlichen USA“ liefern den Saudis Streubomben und das „christliche Deutschland“ allein 2016 Rüstung für 530 Mio. Euro. Nun wissen im Jemen 20 Mio. Menschen täglich nicht mehr, wann sie die nächste Mahlzeit erhalten. Zwei Millionen Kinder sind akut unterernährt, vom Tod bedroht. Für Lebensmittelgutscheine muss man anstehen und entscheiden: zwischen medizinischer Hilfe für ein Kind oder Essen für das andere. Stell dir vor, DU müsstest diese Entscheidung treffen.

Bete, dass echte Christen gesendet werden! Bete für das tägliche Brot der Jemeniten! Bete, dass sie auch Jesus, das Brot des Lebens, finden!

Mittwoch 27 Dezember

Jemen - Gebet für von Cholera bedrohte Bevölkerung

Durch den Krieg ist eine Cholera-Epidemie ausgebrochen. Zunächst waren die Hauptstadt Sanaa und die Provinzen Hadscha, Hodeida und Amran schwer betroffen. Inzwischen sind in 20 von 22 Regierungsprovinzen Cholerafälle registriert. Es hat seit dem Ausbruch im April bereits über 1.000 Todesopfer gegeben. Die WHO erwartet für das nächste halbe Jahr 300.000 Erkrankungen durch die Seuche. Für Kinder, Alte und Kranke ist das akut lebensgefährdend. Weder die Gesundheits-Infrastruktur, noch sauberes Wasser sind gewährleistet.

Bete, dass die Menschen zu Jesus rufen und die Seuche gebannt wird!

Donnerstag 28 Dezember

Jemen - Gebet für Aufbau des Gesundheitswesens

Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen. Kaum eine Einrichtung ist noch vollständig funktionsfähig. Es reicht nicht, Medikamente oder Reinigungsmittel zu verteilen und so hygienische Zustände herzustellen. Es fehlt an funktionierenden Einrichtungen. Es fehlt an weiteren finanziellen Mitteln. Es fehlt an Personal. Jesus Christus sagt: „Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ (Mt. 9, 38)

Bitte den HERRN um christliche Arbeiter, die sich vorbereiten und aussenden lassen, um im Jemen Gesundheitseinrichtungen aufzubauen. Sie können die Liebe des Herrn Jesus weitergeben.

Freitag 29 Dezember

Jemen - Gebet für die wenigen Christen

Die kleine Minderheit ausländischer Christen musste den Jemen wegen des Krieges fast vollständig verlassen. Das wiederum macht das Glaubensleben der etwa 5.000 jemenitischen Christen umso schwerer. Noch 2015 gab es Berichte darüber, wie sie ihren Glauben trotz Lebensgefahr auch in kleinen Gemeinschaften leben. Inzwischen ist die Gemeinde „unsichtbar“ geworden und benötigt umso dringender unser Gebet.

Darum betet, dass die jemenitischen Christen erfüllt werden mit der Erkenntnis SEINES Willens, ihm zu Gefallen leben, Frucht bringen und gestärkt werden! (Kol. 1,9–11)

Samstag 30 Dezember

Jemen - Gebet für die nördlichen Jemeniten

Die 9,7 Millionen nordjemenitischen Araber werden als eine Volksgruppe gezählt. Hauptsächliche Sprache ist das Sanaa-Arabisch. Sie gehören zur schiitischen Minderheit. Diese beruft sich meist auf die Zaidiya-Lehrrichtung. Im nördlichen Berghochland war sie lange die politisch vorherrschende Kraft. Die Nördlichen Jemeniten sind noch vollständig vom Evangelium unberührt. Es ist keinerlei Initiative bekannt, die ihnen das Evangelium der Rettung bringt und beim Gemeindebau helfen möchte.

Bete für die Sendung von Boten des Evangeliums und die ewige Rettung der Nördlichen Jemeniten!

Sonntag 31 Dezember

Jemen - Gebet für die Akhdam

Die 1,6 Millionen Akhdam (dt.: “Diener”) sind über Jahrhunderte eingereiste Afrikaner. Einer Legende zufolge stammen sie von Abraham Ashram ab, einem Christen aus Äthiopien, der jemenitische Kampftruppen bezwang. Als Nichtaraber haben sie kaum Ansehen, werden diskriminiert und führen niedrige Arbeiten aus. Ihre Frauen gelten arabischen Männern deshalb als “stets verfügbar” und sind oft von sexueller Belästigung bedroht. Wegen des saudischen Luftkrieges mussten Zehntausende ihre Hütten aufgeben und fliehen.

Bete für die Sendung von Boten des Evangeliums, für Hilfe und die ewige Rettung der Akhdam!