Tägliches Gebet 6. - 12. November 2017 Afghanistan - Land des Krieges braucht Jesus, den Friede-Fürsten

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.“ (Jes 9, 5-6)

Afghanistan, ein Land mit etwa 33 Mio. Einwohnern, ist von seinem Namen her das „Land (= -stan) der Afghanen“. Das Wort „Afghan“ ist eine alte Bezeichnung für die stolze Volksgruppe der Paschtunen. Sie sind bis heute das staatstragende Volk des Landes mit Bergketten über Bergketten soweit das Auge reicht. Und dazwischen: Täler über Täler. In jedem dieser Täler leben Menschen, die noch nie von Jesus Christus als dem Retter und Friede-Fürsten gehört haben. Denn die Islamische Republik Afghanistan erlaubt keine Hinwendung zum christlichen Glauben und erkennt Christen nicht an. Der Abfall vom Islam ist für Familie und Gemeinschaft eine große Schande. Im Land gibt es knapp 20 verschiedene Stämme. Dabei ist klar geregelt, welcher Stamm das Sagen hat und welcher nicht. Im September 2013 zitierte „Die Welt“ den afghanischen Dichter Matiullah Turab: „Manchmal wundert es mich, dass nicht alles auseinanderfällt.“ … und dann aus seinen Werken: „Der Krieg ist ein Geschäft geworden. Köpfe wurden verkauft, als ob man sie wie Baumwolle wiegen könnte. Und an der Waage sitzen die Richter, die erst vom Blut kosten und dann den Preis festsetzen.“ „Oh, Fahnenträger dieser Welt. Ihr habt uns viel Schmerz gebracht im Namen der Sicherheit. Ihr schreit von Frieden und Sicherheit. Und schickt Gewehre und Munition.“ 

 

Montag 06 November

Afghanistan - Politischer Frieden im Land

Die Sicherheit nimmt ab: In ca. 50% des Landes hat die gewählte Regierung nicht mehr das Sagen. Es gibt „Parallel-Regierungen“ der Oppositionsgruppen. Immer wieder wird das Land von Anschlägen mit vielen Toten und Verletzten erschüttert. Das Leben ist geprägt von Angst. Im Juli 2018 ist eine Wahl geplant.

Bete für Sicherheit und die Verhinderung von Terror-Anschlägen. Betet, dass Menschen in Not zu Jesus rufen und den Friede-Fürsten finden. Betet für einen fairen Wahlkampf, einen für Christen günstigen Ausgang und dass, wer immer gewinnt, gute politischen Ziele umsetzten kann.

Dienstag 07 November

Friedensverhandlungen mit Taliban

In einigen Gebieten sind die Taliban immer noch sehr einflussreich und in der Lage, die einheimische Gesellschaft zu destabilisieren. Aber auch dort, wo man sie nicht direkt sieht, sind die Taliban präsent. Sie stellen eine Bedrohung für die Christen dar, aber auch für die Rechte der Frauen.

Bete für die Abnahme ihrer Macht, Erweckung und Friedensverhandlungen. Betet, dass Jesus sich ihnen in den Weg stellt, Böses verhindert und viele Rettung in Ihm finden.

Mittwoch 08 November

Terroristen und Mitglieder islamistischer Gruppierungen

Jesus befiehlt uns, unsere Feinde zu lieben und zu segnen, die uns verfolgen. Daher beten Christen auch für Terroristen. 2016 hat z.B. der IS nach einem Bericht der UN in Afghanistan mehr Menschen getötet als je zuvor. Experten befürchten, dass IS-Kämpfer auf der Flucht aus Syrien und dem Irak in Afghanistan eine neue Basis suchen.

Bete für alle, die den Terror des „Heiligen Krieges“ der Muslime mittragen, dis das Christsein und pauschal den Westen ablehnen. Bete, dass Gott ihre Herzen berührt und tiefe Buße, Rettung, Liebe und Gnade wirkt.

Donnerstag 09 November

Korruption und Drogenhandel

Laut Korruptionswahrnehmungsindex 2016 ist Afghanistan unter den zehn korruptesten Ländern der Welt. Es ist auch einer der größten Drogenexporteure. Korruption und Drogen bedrohen die Entwicklung des Landes. Unzählige Menschen sind abhängig von dieser „Schattenwirtschaft“. Opium ist eine wichtige Einkommensquelle u. a. für die Taliban.

Bete für die Bekämpfung von Korruption und Drogenhandel, für die Stärkung von Ehrlichkeit und den Anbau von Lebensmitteln.

Freitag 10 November

Jugendliche ohne Perspektive

Die undurchsichtige wirtschaftliche Lage samt Korruption und Besatzung hat den Menschen die Hoffnung geraubt. Wer irgendwie die erforderlichen tausende Euro aufbringen kann, versucht, dass ein junger Mann der Familie in den Westen auswandert. Es gibt einen Massen-Exodus über den Iran und die Türkei nach Europa. So blutet das Land aus.

Bete, dass der HERR die Auswanderung stoppt. Bete für neue Hoffnung und Perspektiven für die jungen Menschen in ihrem Land Afghanistan.

Samstag 11 November

Frauen

Frauen gelten als Bürger zweiter Klasse und haben wenig Rechte. Nach dem afghanischen Zivilgesetzbuch werden Frauen der Aufsicht der Männer unterstellt und müssen sich deren Willen unterwerfen – so dass sie per Gesetz als Minderjährige gelten. Vielen Frauen und Mädchen ist das Recht zur Bildung verwehrt. Nur 15% der Frauen können lesen und schreiben. Sie werden von männlichen Familienmitgliedern oft vernachlässigt. Missbrauch und Misshandlung sind in diesem Land weit verbreitet und die Behörden schützen Frauen meist nicht.

Bete für die Frauen Afghanistans, Rettung u. Hilfe durch Jesus!

Sonntag 12 November

Stärkung einheimischer Gläubiger und Gemeindegründung

Es gibt in Afghanistan so viele Kinder Gottes wie noch nie in der Geschichte des Landes. Doch Gemeinden, wie wir sie kennen, existieren nicht. Die Christen fühlen sich isoliert und sind sehr misstrauisch. Sie wissen in der großen Gefahr nicht, wem sie vertrauen können. Einige Gläubige treffen sich in kleinen Gruppen, aber die meisten haben keinen Kontakt zu einem christlichen Netzwerk.

Danke Gott für alle afghanischen Gläubigen! Bete, dass sich Hausgemeinden finden und wachsen. Bete für geeignete Wege der Jüngerschaft und Weiterbildung, für Einheit und Wachstum der Untergrundgemeinde.