Tägliches Gebet 8. - 14. Januar 2018 Südsudan: Gebet für Frieden, Aufbau und Evangelisation

„Er aber, der Herr des Friedens, gebe euch Frieden allezeit und auf alle Weise. Der Herr sei mit euch allen!“ (2 Thess. 3,16)

Seit mehr als 50 Jahren herrscht im Sudan immer wieder Bürgerkrieg. Auch die Unabhängigkeit des südlichen Teils des Landes 2011 brachte nur eine kurze Friedenszeit. Dann gingen die Kriege in beiden Staaten weiter. Wegen Kämpfen, Gewalt, Vertreibungen und Unsicherheit sind mehrere Millionen Menschen auf der Flucht. Flüchtlingsströme bewegen sich innerhalb der Länder Sudan und Südsudan, aber auch in die Nachbarländer hinein. Es kommen täglich weitere Flüchtlinge dazu.

Lasst uns gemeinsam für Frieden in der ganzen Region beten, dass die vielen verschiedenen Stämme friedlich miteinander leben. Ein Herzenswunsch ist, dass gerade auch die vielen Kinder in einem sicheren Umfeld aufwachsen können.

Zusätzlich zu den inneren politischen Problemen haben Hungersnöte in Ostafrika - wie im letzten Jahr - große Auswirkungen auf Teile des Südsudans. Der Kampf ums tägliche Überleben erschwert den Aufbau einer Landwirtschaft stark. Entsprechende Projekte brauchen dringend Gebet. Für eine lebenswerte menschliche Zukunft muss dieser Kampf gewonnen werden.

Christen aus dem Sudan fliehen vor der schweren Verfolgung durch die islamistische Regierung in den Südsudan. Auch vom Evangelium unerreichte muslimische Volksgruppen gehen diesen Weg aus politischen Gründen und ethnischen Konflikten heraus. In großen Flüchtlingslagern im Norden des Südsudans sammeln sich daher Menschen verschiedenster Stämme mit manchem Spannungspotential. Gleichzeitig ergibt sich die Möglichkeit, das Evangelium der Rettung und des Friedens durch Jesus weiterzugeben. Möge der Friede Gottes, der höher ist als alle Gedanken und Spannungen, die Herzen und Sinne erfüllen, Menschen retten und bewahren in Jesus Christus, unserem Herrn.

Montag 08 Januar

Südsudan: Landwirtschaftsprojekte im Norden des Landes

Im Rahmen eines Landwirtschaftsprojektes werden Familien und Landwirte inmitten der Krise zur Selbsthilfe unterstützt. So entsteht ein natürlicher Zugang zu den mehrheitlich muslimischen unerreichten Volksstämmen. So kann auch geistlicher Samen gesät werden.

Bitte bete für das Farmprojekt, damit sich mehr und mehr Türen zu den verschiedenen Stämmen öffnen. Bete, dass Gott die natürliche und die geistliche Ernte segnet und sich den Menschen offenbart. Betet um die Sendung weiterer Mitarbeiter in das Projekt unter bisher vom Evangelium unerreichten Volksgruppen.

Dienstag 09 Januar

Südsudan: Gebet für junge Gemeinden

In einigen in den Südsudan geflohenen muslimischen Stämmen gibt es bereits kleine junge Gemeinden. Aus Mangel an Mitarbeitern sind diese oft auf sich allein gestellt. Trotz offizieller Religionsfreiheit erleben die Christen in ihrem muslimischen Umfeld Widerstände und Herausforderungen, wenn sie für ihren Glauben und Gebote Jesu eintreten.

Lasst uns beten, dass sie im Glauben, im Vertrauen und der Liebe wachsen. Betet um Mut, dass sie an ihrem Glauben festhalten und anderen davon erzählen. Betet, dass sie die Gnade und Vergebung Gottes auch in ihre Familien und die Nachbarschaft bringen.

Mittwoch 10 Januar

Südsudan: Gebet für Muslime aus den geflohenen Stämmen

Die Mehrheit der aus dem Norden in den Südsudan geflohenen muslimischen Stämme hat noch nie etwas von der Guten Botschaft des Herrn Jesus Christus gehört. Viele sind KEINE strenggläubigen Muslime, sehen sich aber dennoch dem Islam verpflichtet. Er hat großen Einfluss auf ihre Kultur und Traditionen. Nun haben einige zum ersten Mal die Chance, das Evangelium von der Liebe Gottes zu hören.

Lasst uns beten, dass Gott mehr und mehr dieser Menschen begegnet. Bete, dass der Herr Jesus sie zu sich ruft. Bete, dass sie die Einladung zur Rettung und zum neuen, ewigen Leben annehmen.

Donnerstag 11 Januar

Südsudan: Frieden zwischen den Stämmen

In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Konflikten zwischen den Stämmen mit schrecklicher Gewalt und vielen Opfern. Das hat zu viel Hass, Unversöhnlichkeit und Misstrauen zwischen den Volksgruppen geführt. Die Spirale der Gewalt wurde immer weiter vorangetrieben, selbst in die Flüchtlingslager hinein.

Lasst uns beten, dass Gott die Herzen der Menschen - gerade auch der Christen unter ihnen - mit seiner Liebe wieder weich macht. Bete bitte, dass Vergebung geschehen und Frieden einkehren kann. Bete, dass der Herr Jesus Mitarbeiter sendet als Botschafter des Friedens Gottes.

Donnerstag 12 Januar

Südsudan: Einheimische Christen und Gemeinden

Der Südsudan ist ein mehrheitlich christliches Land. Doch viele, die sich als Christen sehen, sind leider nur Namenschristen. Sie leben nicht nach den Geboten Jesu. Gewalt, Korruption und Hass gegen Angehörige anderer Volksgruppen sind sehr weit verbreitet. Sie bestimmen das Bild in diesem jungen Staat.

Bete bitte, dass Christen und Gemeinden im Südsudan mutig aufstehen, um für Gottes Liebe und Gebote einzustehen. Bete, dass sie einen Unterschied machen und gute Vorbilder sind. Bete, dass sie dem menschlich verständlichen Hass geistlich mit Gottes Liebe, Vergebung und Versöhnung begegnen.

Samstag 13 Januar

Südsudan: Gottes Sieg an der Nahtstelle zum Islam

Die 2011 neu entstandene Grenze zwischen Sudan und Südsudan trennt nicht nur politisch zwei Staaten voneinander. Sie ist gleichzeitig die Nahtstelle zwischen dem eher christlich geprägten Süden Afrikas und dem muslimischen Norden. Auch deshalb ist sie so umkämpft. Lasst uns beten, dass der Rettungsplan Gottes, den er für die Region und ihre Menschen hat, weiter voranschreitet.

Bete, dass sich Menschen in den Plan der geistlichen Rettung des Sudans und des Nordens Afrikas stellen und gebrauchen lassen. Bete, dass die Christen vor Ort ein Retterherz für ihre muslimischen Brüder und Schwestern bekommen.

Sonntag 14 Januar

Südsudan: Mitarbeiter und Material für das Evangelium

Viele vom Evangelium unerreichte muslimische Volksgruppen sind jetzt im Norden des Südsudans anzutreffen. In über 15 Stammessprachen fehlt eine Übersetzung des Neuen Testaments. Gleiches gilt für den Jesusfilm. Es gibt derzeit viel zu wenige Mitarbeiter, die bereit und in der Lage sind, längerfristig in dieser Region zu leben. Daher bleiben viele offene Türen der Krisenregion ungenutzt.

Bete bitte dringlich um Mitarbeiter für Gottes Ernte im Südsudan. Bete um Unterstützung für die neuen, ehemals muslimischen Gläubigen. Bete, dass die vom Evangelium Unerreichten die Botschaft der Rettung hören und annehmen.