Fokus Sudan-Tschad
Vergessen, Verarmt und Vernachlässigt!

In der Region Tschad-Sudan finden wir mit die größte Dichte an unerreichten Volksgruppen. Um den Auftrag Jesu, alle Völker zu erreichen, um zusetzen, muss diese Region eine hohe Priorität haben. Deswegen möchten wir es besonders in den Fokus stellen.

Sudan

Der Sudan ist das Land mit der höchsten Dichte an unerreichten muslimischen Volksgruppen in Nordafrika. Gleichzeitig ist der Zugang zu diesen Volksgruppen extrem schwierig. Die politische Lage, Bürgerkrieg und extreme Lebensbedingungen sind nur ein paar der Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt. Aber die politische Lage kann sich schnell ändern. Und vielleicht bieten sich bald ganz neue Möglichkeiten.
Allein zu den 20 größten unerreichten Volksgruppen gehören über 10 Millionen Menschen. Dazu kommen viele kleine Volksgruppen mit nur wenigen zehntausend Mitgliedern. Auch wenn in der Hauptstadt Khartoum aus fast jeder Volksgruppe Menschen leben, spielen andere Städte eine wichtige Rolle. Schlüsselstädte sind z.B. Port Sudan, Atbara, Kassala, Wadi Medani, El Gemeina, El Fasher, El Obeid, Nyala usw.

Möglichkeiten

Da der Zugang zum Sudan und den Städten ausserhalb der Hauptstadt momentan nur sehr begrenzt möglich ist, braucht es Pioniere, die den Weg vorbereiten. Ziel sollte es sein, stabile Voraussetzungen zu schaffen, die langfristige Wege für weitere Teammitglieder öffnen. Möglichkeiten bieten sich z.B. über bestehende Projekte und sudanesische Partner in den Bereichen Bildung, Gesundheit etc. Aber auch mit einem sozialen Business bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Einige wären z.B. Sprachschulen, Restaurants, Bildung, Cafés, Tourismus und Consulting.

Südsudan

Der Südsudan ist ein sehr junges Land, das erst 2011 nach jahrelangen Bürgerkrieg vom Norden unabhängig wurde. Sofort nach der Unabhängigkeit hat das Land viele muslimische Flüchtlinge aus dem Norden aufgenommen. Traditionell ist der Südsudan christlich und animistisch geprägt. Somit gibt es fast keine Einschränkungen, das Evangelium zu den Menschen zu bringen. Trotzdem gibt es neben den sudanesischen Flüchtlingen 22 unerreichte muslimische Volksgruppen im Südsudan. Der Südsudan ist ein wichtiges Land um muslimische Volksgruppen aus dem Norden zu erreichen.

Möglichkeiten

An der nördlichen Grenze zum Sudan sind mehrere große Flüchtlingslager entstanden. Insgesamt leben in diesen Lagern über 130.000 Menschen, fast alles Muslime aus dem Norden. In diesen Lagern bieten sich zahlreiche Möglichkeiten im Bildungs- und Gesundheitsbereich. Der geistliche Hunger ist groß und erste Bibelstudiengruppen konnten gestartet werden. Partnerschaften mit anderen Organisationen, die schon länger in der Gegend arbeiten, bieten eine gewisse Infrastruktur, auf die man zurückgreifen kann. Herausforderungen bleiben aber die Sicherheitslage und die extremen Lebensbedingungen.

Tschad

Im Tschad leben etwa 12 Millionen Menschen. Obwohl es im im Süden des Landes eine große christliche Minderheit gibt, sind immer noch über 80 Volksgruppen völlig unerreicht. Dazu kommen einige Hunderttausend Flüchtlinge aus dem Sudan, die man in diesem Land recht einfach erreichen kann.
In den letzten Jahren erlebt der Tschad eine relative Ruhe und ist im Vergleich mit den Nachbarländern eine Insel von Frieden und Stabilität. Durch die vergleichsweise große Offenheit christlicher Arbeit gegenüber bieten sich unzählige Möglichkeiten. Aber es gibt nur sehr wenige Mitarbeiter, die sich auf die muslimischen Volksgruppen im Tschad konzentrieren. Deshalb hat die Arbeit im Tschad für uns eine hohe Priorität.
Das Leben im Tschad bringt besondere Herausforderungen mit sich. Die klimatischen Bedingungen stellen nur eine von vielen dar. In der Regel wird man mindestens zwei Sprachen lernen müssen: Arabisch oder Französisch als Amtssprachen und die jeweilige Stammessprache. Da sich Dinge schnell verändern können, braucht es viel Flexibilität und Ausdauer: Enttäuschungen, harte Umstände und Opfer gehören zum täglichen Leben dazu.

Möglichkeiten

Einige Teams sind schon im Land oder bereiten sich gerade vor. Jedes von ihnen braucht Unterstützung. Da der Tschad zu den ärmsten und am wenigsten Entwickelten Ländern gehört konzentrieren sich die meisten Projekte auf die Armutsbekämpfung in Bereichen wie z.B. Bildung und Gesundheit. Somit bieten sich Möglichkeiten für Lehrer, Administratoren, medizinisches Fachpersonal, Sprachlehrer uvm. Schlüsselstädte sind die Hauptstadt N'djamena und Abéché im Osten des Landes, die beide als Gateway Citys zu vielen Volksgruppen gelten.

Ich interessiere mich für den Sudan, Südsudan oder den Tschad

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