Weihnachtsprojekte 2019 Begegnungen Schenken

Liebe Unterstützer,
Begegnungen können Leben verändern, Hoffnung geben, Trost spenden und Jesus bekannter machen. Dafür schlägt unser Herz. Und darum geht es in den beiden vorgestellten Projekten.
1. Viele Gläubige und Flüchtlinge kommen jedes Jahr in das Schulungszentrum (Türkei). Sie werden getröstet, gestärkt und wachsen im Glauben. Um noch mehr Begegnungen zu ermöglichen, stehen einige Bauprojekte an.
2. Eltern von Kindern mit Behinderungen haben es auf der arabischen Halbinsel besonders schwer. In einem Therapiezentrum begegnen unsere Mitarbeiter Hartmut und Sabine vielen dieser Eltern. Eine wunderbare Gelegenheit, die jedoch finanzielle Mittel benötigt.

Wir danken Ihnen deshalb für Ihre Unterstützung!

Schulungszentrum Türkei

Alles begann 2006 mit einem Reden Gottes. Er gab uns die Vision von einem Freizeit- und Schulungszentrum in der Türkei. Seit 2007 leitet ein Frontiers-Mitarbeiter dieses Projekt.

Ein heruntergekommenes Anwesen wurde gekauft, um es für 250 Gäste auszubauen. Gemeinden, Organisationen und Gruppen aus der Türkei und umliegenden Ländern sollten dieses wunderschön gelegene Haus für Begegnungen durch Freizeiten, Schulungen, Konferenzen und Taufen nutzen.

2010 schlossen die türkischen Behörden das Zentrum. Aber Gott griff ein. Durch verschiedene Entwicklungen, die nur als Seine Wunder bezeichnet werden können, wurde zuerst die Grenze zum nächsten Grundstück, einem muslimischen Friedhof, verschoben. Dann erhielten wir durch ein neues und außergewöhnliches Gesetz die offizielle Genehmigung, weitere Gebäude hinzuzufügen.

Jedes Jahr kommen etwa 40 verschiedene Gruppen, darunter viele Flüchtlinge aus den angrenzenden Ländern. Das Zentrum spielt eine sehr wichtige Rolle für die Stärkung des Leibes Christi in der Türkei und im Mittleren Osten. Die Preise sind mit 12 Euro für Vollpension bewusst niedrig gehalten, damit auch ärmere Gemeinden das Haus nutzen können. Neubauten können dadurch aber nicht finanziert werden.

Gott sei Dank, dass wir durch Spenden schon einige Ausbauten durchführen konnten. Allerdings stehen noch weitere dringende Projekte an, um die gesehene Vision zu vollenden. Unter anderem sollen drei 40-Fuss-Container in zwölf Schlafräume umgewandelt und neun Holzbungalows errichtet werden. Zurzeit benötigen wir etwa 15.000 Euro für die anstehenden Ausbauten.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie der wachsenden Gemeinde Jesu in der Türkei einen sicheren und schönen Ort, an dem sie in der Gegenwart Gottes im Glauben wachsen und für den Dienst im Reich Gottes ausgerüstet werden kann. Jede Spende bringt uns diesem Ziel ein Stück näher.

Hilfe für Kinder mit behinderung

Tausende Kinder mit Behinderungen werden in der arabischen Welt von ihren Familien versteckt. Sie erhalten keine Bildung, werden nicht gefördert, oft sogar von Familienangehörigen im Stich gelassen.

Bewegende Geschichte

Seit 2010 leben Hartmut und Sabine auf der arabischen Halbinsel. Im Sommer 2018 kam der große Moment – die Gründung ihrer eigenen Sportakademie. Eine gute Gelegenheit, um Beziehungen zu Muslimen aufzubauen und sie auf den Friedensbringer Jesus aufmerksam zu machen. Das ist ihr Herzensanliegen. Dafür leben sie vor Ort, haben die Sprache gelernt und sind in die Kultur eingetaucht.

Vor zwei Jahren wurde ihr drittes Kind, Josua, geboren. Seine verzögerte Entwicklung konnte nach bangen Monaten der Ungewissheit auf ein seltenes genetisches Syndrom zurückgeführt werden. Josua ist behindert. Nach langer Suche fanden sie ein gutes Therapiezentrum, in dem Josua nun wöchentlich Physio- und Ergotherapie erhält sowie eine Aquatherapie - sein absolutes Highlight. Was in diesem Therapiezentrum passiert, hat uns zu Tränen gerührt.

Göttliche Begegnungen

Hartmut beschreibt es so: »Durch die Besuche im Therapiezentrum ergeben sich viele gute Kontakte und Gespräche mit einheimischen Familien, die auch Kinder mit Behinderungen haben. Wir können uns über unsere ähnlichen Lebenssituationen austauschen, was oft auch zu Gesprächen über Gott und den Glauben führt.«

Für Sabine ist das Therapiezentrum seit Josuas Diagnose einer der Orte, an denen sie sich wirklich wohl fühlt: »Auch die anderen Mütter kennen das Leid und wissen, wie sich das Leben mit einem körperlich und geistig behinderten Kind anfühlt. Ab und zu kommen wir in den Gesprächen zu ihnen persönlich durch und können über tiefere Gefühle reden.

Mit Amira sprach ich über die Geschichte ihrer Zwillinge, die zu früh geboren worden waren. Das Mädchen starb, der Junge ist schwer behindert. Sie sprach davon, wie schwierig alles ist. Auf meine Frage, ob ihr Mann auch manchmal mit dem Jungen zur Therapie gehe, erzählte sie mir unter Tränen, dass ihr Mann vor zwei Jahren an einem Herzinfarkt starb. Mein Angebot, für sie zu beten, nahm sie gern an.

Zaida hat drei Kinder verloren. Liebevoll kümmert sie sich um ihren einen Jungen, der schwer behindert ist. Sie versteckt ihn nicht, sondern nimmt ihn mit ins Restaurant und zum Einkaufen. Aber sie bekommt keine Unterstützung von ihrem Mann. Seine Familie hat ihm geraten, sich eine andere Frau zu suchen. Sie ist sich nicht sicher, ob er schon irgendwo eine Zweitfrau hat. Wir haben viel über den Glauben geredet, was es heißt, nach vorne zu schauen, Hoffnung zu haben und daran festzuhalten, dass Gott gut ist.«

Zusätzlich hat Gott eine weitere Tür für Begegnungen geöffnet. Unsere Mitarbeiter wurden angefragt, als Therapeuten im Zentrum mitzuhelfen. Was für eine Möglichkeit! Seitdem arbeiten Hartmut und eine weitere Trainerin der Sportakademie für einige Vormittage im Therapiezentrum mit.

Harmut beschreibt diese offene Tür so: »Wenn ich bei der Aquatherapie mit einem Kind im Wasser bin, dann bete ich oft für das Kind. Ich singe oder summe leise Lobpreislieder vor mich hin. Ich spreche dem Kind zu, dass Jesus es lieb hat, dass Jesus sich über ihn oder sie freut. Jesus hat gesagt, dass die Kinder zu ihm kommen dürfen und er sie bei sich haben will. Weil diese Kinder selber nicht kommen können, möchte ich sie zu ihm hintragen und in seine Arme legen, so wie die vier Männer ihren gelähmten Freund durch das Dach vor Jesu Füße hinuntergelassen haben.

Die Zeit mit den behinderten Kindern hat mir auch geholfen zu verstehen und zu akzeptieren, dass mein Sohn Josua einer von ihnen ist und dass es gut so ist. Gut, weil der Vater es in der Hand hat. Ich möchte auch Josua zu Jesus tragen und in seinen Schoß legen!«

Alle Namen wurden aus Sicherheitsgründen geändert.