Weihnachtsprojekte 2022 Der Armut begegnen

Nachdem die Welt durch einen Virus erschüttert wurde und seit Februar diesen Jahres wieder Krieg in Europa geführt wird, die Preise weltweit steigen – lässt uns das verzweifeln?

Wir möchten dich ermutigen, jeden Tag mit dem Blick auf Jesus Christus zu beginnen. ER ist der König, der regiert. ER ist nicht überrascht von neuen Entwicklungen. Das gibt Halt. Denn ER ist treu und verlässlich. Er ist und bleibt der Anker in jeder Turbulenz!

Diesen Fokus haben auch unsere Mitarbeiter in ihren Einsatzländern, wo die Not noch viel größer ist. Jesus wurde arm für uns, damit wir reich werden.

Winterhilfe für mehr als Überleben

Durch die hohe Inflation und die rasant steigenden Energiepreise sind inzwischen auch in Deutschland Existenzen bedroht. Aber wir möchten dadurch nicht den Blick für unsere Einsatzländern verlieren, wo die Not noch viel existentieller ist, wo Menschen von Hunger, Kälte und Krankheit bedroht sind. Dieser Not und Armut wollen unsere Mitarbeiter durch praktische Hilfe begegnen, Hoffnung bringen und lebenswichtige Unterstützung leisten.

Nachhaltig Helfen

Die Großfamilie lebt am Rande der Hauptstadt. Lange Zeit kam sie mit der Arbeit des Vaters als Tagelöhner gerade so über die Runden. Durch Corona fielen aber fast alle Arbeitsmöglichkeiten weg. Es wurde schwierig, genügend Essen zu kaufen und die Miete für das einfache Lehmhaus zu bezahlen. Ein Nachbar brachte ab und zu Essen vorbei und erzählte der Familie von Jesus. Langsam öffnete sich die Familie und begann, ihm nachzufolgen. Vieles änderte sich durch die Beziehung zu Jesus, aber die Armut blieb.

Geschäftsgründungen sind eine Möglichkeit, in solchen Situationen konkret und nachhaltig zu helfen. Dabei geht es darum, Menschen zu ermöglichen, mit einfachen Mitteln vor Ort ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das kann ein mobiler Mini-Laden mit Obst und Gemüse sein, eine kleine Tierzucht, die Herstellung oder Verarbeitung von Lebensmitteln im kleinen Stil und einiges mehr. Personen, die ein Geschäft starten möchte, brauchen ein grundlegendes Verständnis von wirtschaftlichem Handeln: Was lässt sich gut verkaufen? Wie viel muss ich verkaufen, um meine Familie ernähren zu können? Wie viel muss ich reinvestieren?

Zu Beginn einer Geschäftsgründung bekommen die Gründer deshalb zu diesen und anderen Fragen eine einfache Schulung. Ein paar dieser Geschäftsgründungen laufen bereits, zum Teil mit gutem Ertrag. Unser Anliegen ist es, damit zum einen unseren Geschwistern zu helfen, zum anderen aber auch weitere Menschen zu erreichen, die die lebendige Hoffnung noch nicht kennen.

Afghanistan

Wenn wir an Afghanistan denken, sehen wir ein Land vor uns, das nach Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden schreit. Ein Land, das viel Not und Leid kennt und eine Berührung mit der vollkommen Liebe Jesu braucht.

Weder die alte Regierung mit dem internationalen Militär-Aufgebot, noch die neue Regierung mit ihren Ansichten, Regeln und Auflagen konnten geben, was nur Jesus hat: eine Hoffnung, die über die Not im Land und über das Leben hier auf der Erde hinaus reicht.  

Afghanistan ist noch immer unerreicht. Aber wir wollen nicht aufhören, dafür zu beten und zu glauben, dass diese Menschen, die Jesus so sehr liebt und für die er gestorben ist, eines Tages mit uns anbetend vor seinem Thron stehen werden!  Manches sehen wir schon: Gott tut Wunder, begegnet Menschen in Träumen, schenkt Visionen und wirkt im Verborgenen.  

Was für ein Privileg, dass auch wir an seiner Arbeit in diesem Land mitwirken dürfen und dass er sich darüber freut, wenn wir als seine Kinder in den Werken wandeln, die er vorbereitet hat. Wir dürfen als Botschafter an Christi statt hingehen und Brot verteilen, manchmal in Form von Arbeitsplätzen und Gehältern, manchmal auch durch Lebensmittelpakete. Wir dürfen Hoffnungsbringer sein, indem wir mit den Menschen hier im Alltag das Leben teilen und seine Wahrheiten aussprechen. Wir dürfen ihnen mit einer tiefen Liebe und Hoffnung begegnen, die nur Jesus geben kann. Afghanistan braucht Jesus, deswegen hören wir nicht auf, sein Licht in die Dunkelheit zu bringen.  

Afghanistan ist aber nicht das einzige Land, in dem die geistliche und finanzielle Not so vorherrschend sind. Auch aus Ländern wie Syrien, dem Irak, Libanon, dem Jemen und anderen berichten unsere Mitarbeiter von Hoffnungslosigkeit und dem Kampf ums Überleben. Dort wollen wir mit unserer Winterhilfe ein Zeichen der Hoffnung setzen und unsere Mitarbeiter in diesen Ländern darin unterstützen, die Hilfe zu den Menschen zu bringen, die sie dringend benötigen.

Ein Lichtstrahl für Flüchtlinge in Ioannina

»Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war ein Fremder, und ihr habt mich aufgenommen.«

Matthäus 25,35

Das Feuer in dem überfüllten Camp Moria auf Lesbos im September 2020 zog weltweit große Aufmerksamkeit auf sich und machte die Verzweiflung der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln deutlich. Seitdem hat die griechische Regierung die große Mehrheit der Flüchtlinge aufs Festland verlegt.

Eine größere Zahl von Flüchtlingen lebt in Ioannina, einer Stadt in Nordgriechenland, mit etwa 1000 Flüchtlingen in mehreren Camps. Wegen der wirtschaftlich schwierigen Situation in Griechenland versuchen Flüchtlinge so schnell wie möglich das Land zu verlassen, wenn sie anerkannt sind. Die Hoffnungslosigkeit derjenigen, die das nicht schaffen, steigt.

Zusammen mit einem griechischen Visionär haben wir seit dem Sommer 2021 ein Flüchtlings-Café aufgebaut. Flüchtlinge können dort hinkommen, werden liebevoll empfangen, wir hören ihnen zu, beten für sie und helfen auch praktisch, wenn es in unserer Macht steht. Sie können kostenlos ihre Wäsche bei uns waschen, eine Dusche nehmen, Essenspakete und auch Hilfe beim Ausfüllen der Formulare bekommen. Wir arbeiten mit gläubigen Iranern und Arabisch-Sprechern zusammen, die einen großen Unterschied machen.

Wir konnten schon für viele Flüchtlinge beten, Suchende haben Jesus kennengelernt und wir durften schon einige Taufen erleben. Doch wegen der Perspektivlosigkeit in Griechenland verlassen fast alle das Land, sobald sie ihre Papiere haben. Unser Ziel ist es deshalb, dass Flüchtlinge in ihrer begrenzten Zeit in Ioannina durch uns die Liebe Jesu erfahren. Wir wollen ein Lichtstrahl in ihre Hoffnungslosigkeit hinein sein. Wer will uns helfen, den Fremden in ihrer Not in Ioannina zu begegnen?

Alle Spenden gehen zu 100 % in die Projektarbeit im Ausland.

Vielen Dank für deine Unterstützung!