1. - 7. November 2021 Tägliches Gebet

Montag 01 November

Sudan – Ausnahmezustand nach Militärputsch

"Deine Widersacher brüllen in deinem Haus und stellen ihre Zeichen darin auf." (Ps. 74,4) 2019 nach dem Sturz des wegen Massenmorden völkerrechtlich gesuchten Präsidenten al-Baschir übernahm eine Übergangsregierung die Macht. In ihr wirkten neben Militärs auch Zivilisten. Der Sudan war Hoffnungsträger demokratischer Entwicklungen geworden. Die Scharia wurde abgeschafft. Mehr Religionsfreiheit ermöglicht, das Land nach außen geöffnet. Doch am 25.10.21 putschte das Militär unter General al-Burhan. Das Land ist im Ausnahmezustand.

Bete für Frieden im Land und die Rückkehr zur Demokratisierung.

Dienstag 02 November

Sudan – Fortsetzung christlicher humanitärer Hilfe

"Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise." (1. Petr. 1,18) Der Sudan ist trotz Reichtums an Bodenschätzen wie Öl und Gold auch wirtschaftlich in einer sehr schlechten Situation. Es herrscht extreme Armut: der Human Development Index zeigt Platz 170 von 189, sogar hinter Syrien. Über 13,4 Mio. Sudanesen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Durch die Öffnung des Sudans konnten seit 2019 auch wieder christliche Arbeiter in das Land einreisen.

Bete für die Fortsetzung humanitärer Hilfe und christliche Verkündigung.

Mittwoch 03 November

Sudan – Gottes Hilfe gegen Kriegstreiber und Gewalt

"Meine Feinde stellen mir täglich nach; denn viele kämpfen gegen mich voll Hochmut." (Ps. 56,3) General M. Dagalo ("Hemeti") ist eine zentrale Figur im militärischen Putsch-Apparat des Sudan. Er leitet die wegen Massakern und Vergewaltigungen berüchtigten "Rapid Support Forces". Sie sind auch jetzt in Khartum gegen Demonstranten im Einsatz. Skrupellos und kampferfahren führt er die Rezeigat, einen wichtigen Stamm im Westen. Sie gehören zu den Baggara.

Bete, dass Jesus ihm widersteht und für geistliche Rettung der Baggara.

Donnerstag 04 November

Sudan – Die Baggara - völlig unerreichte Hirten-Stämme

"Da sprach der Pharao: Was ist euer Gewerbe? Sie antworteten: Deine Knechte sind Viehhirten, wir und unsere Väter." (1.Mo. 47,3) Zu den Baggara gehören im Sudan auch die völlig vom Evangelium unerreichten Messiria (642.000), Habbania (396.000), Shuwa Arabs (113.000) und Selim (70.000). Alle Baggara-Stämme im Nordsudan teilen kulturelle Merkmale und beanspruchen eine gemeinsame Abstammung. Sie sprechen den arabischen Dialekt Baggari. Bagar bedeutet arabisch «Kuh».

Bete für Botschafter und Errettung der Baggara.

Freitag 05 November

Sudan – Baggara-Erweckung für viel Rettung und Frieden

„Wenn die Lade aufbrach, sprach Mose: HERR, steh auf! Lass deine Feinde zerstreut werden! (4. Mo. 10,35a) Rezeigat (Baggara)-Stammesführer General Hemeti gilt als starker Mann des Sudan. Er zieht beim Putsch Fäden im Hintergrund. Baggara behaupten mit der Juhayna des Hedschaz (Saudi-Arabien) schon seit der Zeit vor Mohammed verbunden zu sein. So ist Hemeti mit Saudis und Emiratis vernetzt, die seine Milizen für Kriege im Jemen und Libyen anwarben.

Bete für Evangeliums-Verkündigung und Jesu Erweckung unter den Baggara im Mittleren Osten, die Rettung und Frieden bringt.

Samstag 06 November

Sudan – Friedens- und Freiheitsgebet in hoch angespannter Lage

"Er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern." (Sach. 9,10b) Das Militär rief in Khartum zum Erhalt seiner Macht den Ausnahmezustand aus. Militär und auch Demonstranten haben Straßensperren errichtet. Es wurde zu landesweiten Großdemonstrationen aufgerufen. International und in naher Umgebung haben die Militärs viele diktatorische Freunde mit Interessen an Öl, Gold, Macht und Militärpräsenz in der Region. Die Militärclique braucht aber auch humanitäre und Wirtschaftshilfe anderer.

Bete für Frieden und Erhalt offener Türen für christliche Arbeiter.

Sonntag 07 November

Sudan – Wunder Gottes erbitten und erwarten

"Lass uns Wunder sehen wie zur Zeit, als du aus Ägyptenland zogst." (Mi. 7,15) Wir wissen, dass unser Gott und Vater große Wunder tun kann. Es gibt im Sudan 130 vom Evangelium unerreichte muslimische Volksgruppen, darunter "Megapeoplegroups" > 1 Mio., wie die Gaaliin, Guhayna, Gawamaa, Bederia und Kawahia. Der Herr Jesus ist aus Liebe am Kreuz auf Golgatha gestorben, um ihnen die Möglichkeit der Errettung zu erkaufen. Er ist stärker als alle Macht- und Geldgier, als Korruption, Elend und Islamismus. Auch der Umbruch 2019 war ein Akt der Gnade.

Bete, dass der HERR in all dem große Wunder tut.