11. - 17. Januar 2021 Tägliches Gebet

Montag 11 Januar

Tunesien – Tunis – Zentrum der Macht des Landes

„Er ging hin und verkündigte überall in der Stadt, wie große Dinge Jesus an ihm getan hatte.“ (Lk. 8,39b) Tunis ist die Hauptstadt Tunesiens. Hier leben 1,1 Mio. Menschen, der Metro-Bereich umfasst 2,8 Mio. Neben dem tunesisch-arabischen Dialekt werden Französisch und MSA (Arabisch) gesprochen. 98% der EW sind Sunniten. Die Stadt ist Zentrum der Macht. Sie hat Einfluss auf das gesamte Land. Nach einer von Invasionen geprägten Geschichte sind die EW sprachversiert und geschickt im Umgang mit Ausländern. Tunis wurde als Wiege des Arabischen Frühlings bekannt.

Bete um Zeugen des Herrn für Tunis.

Dienstag 12 Januar

Tunesien – Tunis – Begegnung von Ausland und Inland

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2.Kor. 5,17) In Tunis wird der französische Einfluss samt Moderne bspw. auf der Avenue Habib Bourguiba sichtbar. Die breite Straße wird von Bäumen, Straßencafés und High-End-Läden gesäumt. Hier tummeln sich Touristen und modische Einheimische. Doch Tunis ist eine paradoxe Stadt. Die Moderne verschwindet plötzlich, wenn man durch das alte Tor auf die Kopfsteinpflaster der arabischen Medina geht.

Bete, dass in Tunis das Evangelium der Rettung im Herrn Jesus neu und prägend Einzug hält.

Mittwoch 13 Januar

Tunesien – Tunis – Begegnung von Moderne und Tradition

„Er ging aber in die Synagoge und predigte drei Monate lang, lehrte und überzeugte sie von dem Reich Gottes.“ (Apg. 19,8) Das Rätsel Tunesiens wird in Tunis am deutlichsten durch zwei gegensätzliche Arten Straßen spürbar. Eine bildet einen dichten Wald von Kitchy-Läden mit aufdringlichen Verkäufern. Sie hoffen, von Touristen zu profitieren. Die anderen bilden eine enge, gewundene Welt lokaler Geschäfte. Sie bieten alles von Gewürzen und Oliven bis hin zu Hochzeitsdekorationen. In der Zeitouna-Moschee im Herzen der Altstadt treffen sich beide Welten.

Bete, dass das Evangelium die Moschee erreicht.

Donnerstag 14 Januar

Tunis – Karthago – Gebaut auf christlichen Ruinen

„Sie werden die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten.“ (Jes. 61,4a) Karthago ist heute ein Vorort-Retreat von Tunis für Reiche und Mächtige. Karthago befand sich an der wichtigsten phönizischen Handelsroute zwischen Levante und Gibraltar. Es kontrollierte den Seehandel im Mittelmeer und war das Zentrum des frühen Christentums in Nordafrika. Im 2. Jhdt. bestand eine große christliche Gemeinde. Wegen seiner Größe war es neben Rom wichtigster Bischofssitz. Heute ist es auf Ruinen des alten Zentrums gebaut.

Bete, dass echtes Christsein Karthago erneuert.

Freitag 15 Januar

Tunesien – Tunis – Universitäten brauchen das Evangelium

„Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist Falschheit.“ (Spr. 10,32) Tunesier identifizieren sich stark mit ihrem regionalen „Walaya“. Das meint inneren Zusammenhalt der Muslime und Abgrenzung nach außen. Aber in Tunis suchen sie Bildung und Beschäftigung. Obwohl viele die Revolution 2011 als «Tod der Angst» bezeichneten, erleiden Universitätsstudenten noch immer starken psychischen, finanziellen, physischen und spirituellen Druck vom System. Ein strengerer Islam gewinnt immer mehr an Boden.

Bete für die Sendung gläubiger Studenten mit Liebe und Wort.

Samstag 16 Januar

Tunesien – Sfax – Die Weisheit Gottes verkünden

„Wir predigen Juden und Griechen Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“ (1.Kor 1,24) Sfax liegt 270 km südlich von Tunis. Es ist eine Hafen- und Industriestadt am Mittelmeer und Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements. Die 350.000 EW (Region 1 Mio. EW) sind stolz darauf, das industrielle Herz Tunesiens zu sein. 99,99 % sind Muslime. Die robuste Wirtschaft ist nicht vom Tourismus abhängig. Ihre kollektive Fähigkeit, für Profit hart zu arbeiten, ist weit bekannt. Der Ruf, schlau zu sein, eilt ihnen voraus.

Bete, dass in Sfax das Evangelium, die Weisheit Gottes, verkündet und geglaubt wird.

Sonntag 17 Januar

Tunesien – Sfax – Den Stolz in Demut und Liebe überwinden

„HERR, mein Herz ist nicht hoffärtig, und meine Augen sind nicht stolz.“ (Ps. 131,1) Die Sfaxianer pflegen eine einzigartige Identität und sind regionalen Traditionen treu. Sie sind sehr stolze Menschen, denn Sfax bietet höhere Qualität von der Universität bis zu produzierten Waren. Sie sind Meister, egal ob sie kleine Konditoreiwaren oder Gebäude herstellen. Viele Dinge auf den Märkten sind billiger, zum Teil wegen der Nähe zur libyschen Grenze. Libyer kommen hier regelmäßig auf die Märkte.

Bete, dass der Stolz in Demut und in der Liebe des Herrn Jesus überwunden wird - zur ewigen Rettung der Menschen.