Tägliches Gebet 11. - 17. Juni 2018 Ramadan 2018 – 30 Tage Gebet für die islamische Welt

» Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. « (Johannes 6,35)

Liebe Freunde und Beter,

es wird geschätzt, dass 2017 eine Million Christen an der Aktion «30 Tage Gebet für die islamische Welt» teilgenommen haben. Anstoß zu dieser Gebetsinitiative gab vor 25 Jahren eine kleine Gruppe von Menschen. Sie fühlten sich herausgefordert, die muslimische Welt durch Gottes liebende Vateraugen zu betrachten und für die Verbreitung des Evangeliums zu beten.

Die Rückmeldungen von Betern rund um den Globus sind überaus ermutigend: Mit dem Gebetsheft oder Gebets-Apps 30 Tage zu beten, scheint vielen das Herz für Muslime geöffnet und ein besseres Verständnis für sie gegeben zu haben. Es ist eine Herausforderung, einen objektiven, ungetrübten Blick auf Muslime zu behalten, den Blick der Retterliebe des Herrn Jesus.

Die Herausgeber der 30-Tage-Initiative während des Ramadans haben sich entschlossen, den Schwerpunkt dieses Jahr auf einen Bereich zu legen, zu dem wir alle einen Bezug haben: die Familie. Normalerweise ist sie Ursprung unseres Glaubens, unserer Werte und Prägungen. Wir hoffen, dass du entdeckst, wie unterschiedlich muslimische Kulturen Familientraditionen vorgeben. Wir werden sehen, was uns mit muslimischem Familienverständnis verbindet oder von ihm unterscheidet. All das möge uns in der Fürbitte zur Rettung von Muslimen inspirieren und uns anspornen, die frohe Nachricht von Jesus Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes, weiterzugeben. Danke, dass du mitbetest!

Montag 11 Juni

Ramadan, Tag 27 – Silberbroschen im Süden Marokkos

Hier leben mehr als 6 Mio. muslimische Berber. Das malerische Land zieht Millionen von Touristen an. Weil leichtbekleidete Touristen in einheimischen Augen das Christentum repräsentieren, wird dieser Glaube als anstößig empfunden. Berber sind stolz auf ihr kulturelles Erbe. Sie identifizieren sich mit Symbolen wie einem besonderen silbernen Amulett. Dieses Symbol aus vorislamischer Zeit findet sich auch auf Teppichen, Haustüren, Tongeschirr und Silberschmuck. Die wenigen an Jesus Gläubigen sehen darin das Kreuz von Golgatha.

Betet, dass die Berber zum Glauben an Jesus, den Sohn Gottes kommen und Gläubige gestärkt werden.

Dienstag 12 Juni

Ramadan, Tag 28 – Die Silotis – Wie kann Gemeinschaft gelingen?

Im Jahr 2000 waren unter 11 Mio. Silotis im Nordosten Bangladeschs nur 2 Jesusnachfolger bekannt. 2017 waren es schon weit über 1.000! Aber echte christliche Gemeinschaft fehlt. Die wenigen traditionellen Kirchen ehemaliger Hindus im Umfeld praktizieren westliche Gemeindeformen und verwenden hinduistisches geprägtes Vokabular, das Muslime abstößt. Generell verhindert viel Missgunst untereinander eine vertiefte Gemeinschaft. Viele Silotis sind sehr arm. Sobald Beziehungen ins Ausland möglich werden, erhofft man sich Geld.

Betet, dass Gottes Geist die Gemeinschaft der Christen herbeiführt und sich kulturell passende Gemeindeformen entwickeln.

Mittwoch 13 Juni

Ramadan, Tag 29 – Heiliges Brot

Brot wird auf Arabisch auch als „aisch“ bezeichnet; ein Wort, das auch für „Leben“ steht. In einem ländlichen Gebiet der islamischen Welt darf auf gar keinen Fall ein Krümel Brot weggeworfen werden. Geschnürte Beutel mit altem Brot werden über Müllcontainer gehängt, damit sie von hungrigen Menschen geholt werden können. Bei aller Hochachtung dieser Muslime für das Brot ist den sehr wenigen Christen dort bewusst, dass ihre Freunde vor allem Jesus, das Lebensbrot benötigen.

Betet für mehr Offenheit und Hunger nach Jesus, der ewiges Leben gibt.

Donnerstag 14 Juni

Ramadan, Tag 30 – Hoffnungen und Sehnsüchte

Symbole geben einen tiefen Einblick in Haltungen und Werte. Sie lassen auch Sehnsüchte in unserer Seele erkennen. Manche Sehnsüchte sind von Gott in beinahe allen Menschen angelegt. Dass sie sowohl bei uns, als auch bei Muslimen angelegt sind, hilft uns, Muslimen sensibel zu begegnen. Z.B. sehnt sich jeder Mensch nach Frieden und Sicherheit. Auch kennt jeder Mensch Symbole der Hoffnung für die Zukunft. Und jeder Mensch wünscht sich eine intakte Beziehung zu Gott.

Betet, dass die muslimische Sehnsucht nach Gewissheit, von Gott angenommen zu sein, weltweit Türen für das Evangelium des Herrn Jesus öffnet.

Freitag 15 Juni

Eid al-Fitr, das Fest des Fastenbrechens

Auf der ganzen Welt werden Muslime an diesem Wochenende „Eid al Fitr“, das Fest des Fastenbrechens (auf Türkisch auch „Zuckerfest“) feiern. Der genaue Beginn hängt von der Sichtung des Mondes ab. Er wird wohl am Abend des 14. Juni liegen und das Fest wird 2 – 4 Tage dauern. Gebet in der Moschee und an öffentlichen Orten, reichhaltiges, leckeres Essen, das Anziehen der besten Kleider, Besuche bei Verwandten und Freunden, das Geben von Almosen an Arme und von Geld und Süßigkeiten an Kinder gehören dazu.

Betet, dass der HERR bei Besuchen bei muslimischen Freunden anlässlich des Festes Möglichkeiten zum Zeugnis schenkt.

Samstag 16 Juni

Nach dem Ramadan weiterbeten

Nun ist der Fastenmonat Ramadan für Muslime zu Ende und damit auch die spezielle 30-Tage-Gebetsaktion vieler Christen weltweit. Doch unsere Gebete für Muslime dürfen weitergehen. Wenn wir von Gewalt oder Unrecht im Zusammenhang mit Muslimen in den Nachrichten hören, nehmen wir uns Zeit, sowohl für die Täter, wie auch für die Opfer zu beten.

Bittet, dass aus Verfolgern von Christen hingegebene Jünger werden, wie es bei Paulus geschah. Bittet, dass christliche ehemalige Muslime, die es im Ramadan wegen Nichtteilnahme besonders schwer hatten, von Gott reichlich gesegnet werden.

Samstag 17 Juni

Nach dem Ramadan weiterbeten

„Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten, dass in unserm Lande Ehre wohne; dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen.“ (Psalm 85, 10.11)

Betet, dass Gott euch mit Muslimen in euerm Umfeld in Kontakt bringt, denen ihr etwas von Gottes großer Liebe in Wort und Tat deutlich machen könnt. Betet, dass Jesus seine Gemeinde unter allen Völkern in der islamischen Welt baut und sich in diesen Ländern Gerechtigkeit und Frieden durchsetzen.