11. - 17. Oktober 2021 Tägliches Gebet

Montag 11 Oktober

Tunesien – Christliche Vergangenheit neu entdecken

„Jesus spricht: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir." (Mt. 16,24) Tunesien mit 11.7 Mio. Einwohnern ist heute zu 99% muslimisch. Doch es war 550 Jahre ein weitgehend christliches Land, da die Römer Tunesien 146 v. Chr. besetzten und später Christen wurden. Ab 400 durchdrang das Christsein durch Augustinus von Hippo ganz Tunesien. Doch arabische Muslime eroberten um 698 nach Gegenwehr auch der Berber Tunesien von der Küste bis ins Innere, islamisierten und arabisierten.

Bete, dass sich viele Tunesier von Herzen für den Herrn Jesus entscheiden.

Dienstag 12 Oktober

Tunesien – Politische Unruhen, wirtschaftliche Instabilität

"Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!" (Gal. 5,1). Von Tunesien ging 2010 die Jasminrevolution gegen landesweite Repression aus. Damit begannen die Aufstände und Proteste des Arabischen Frühlings ab 2011 in Nordafrika und im Nahen Osten. Aber die erste freie Wahl 2011 brachte die islamistische Partei Ennahda an die Macht. Viele waren besorgt über die zunehmende Bedeutung des Islam im öffentlichen Leben. Politische Unruhen folgten. Die tunesische Wirtschaft brach ein.

Bete für Frieden, echte Freiheit und das Evangelium!

Mittwoch 13 Oktober

Tunesien – Arbeitslosigkeit, Proteste und Restriktionen

„Du sollst nicht mit Härte über sie herrschen, sondern dich fürchten vor deinem Gott." (3.Mo. 25,43) 2015 schädigten Terroranschläge stark den Tourismus. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 15%, in einigen Regionen bei 30%. 36% der unter 24-jährigen sind arbeitslos und so stark gefährdet, in extremistische Gruppen zu gehen. Der 2019 gewählte Präsident Kais Saied war als Gegner der Korruption beliebt. Doch im Juli 2021 entließ er wegen Protesten gegen die islamistische Ennahda, Wirtschaftsproblemen und Covid den Ministerpräsidenten und setzte die Volksversammlung außer Kraft.

Bete für Arbeit, Regierung und das Evangelium.

Donnerstag 14 Oktober

Tunesien – Hauptstadt Tunis – ein Magnet für Arbeitssuchende

"Dass den Menschen deine gewaltigen Taten kundwerden und die herrliche Pracht deines Königtums." (Psalm 145,12) Tunis war ursprünglich eine Berber-Siedlung. Es hat jahrhundertelang Eroberungen überstanden und ist zu einem kulturellen Zentrum Tunesiens geworden. Tunis ist die wichtigste soziale, politische und wirtschaftliche Stadt des Landes und hat großen Einfluss auf die gesamte arabische Welt. Die Hauptstadt mit im Großraum 2,7 Mio. Einwohnern wächst ständig. Sie wirkt wie ein Magnet auf Menschen vom Land, die Arbeit suchen.

Bete für die Sendung von Arbeitern des HERRN in die wichtige Metropole.

Freitag 15 Oktober

Tunesien – Erreichen der 100 % muslimischen Berber

"Singet dem HERRN, alle Lande, verkündiget täglich sein Heil!" (1.Chr. 16,23) Von den 23 muslimischen Volksgruppen in Tunesien sind 9 nicht vom Evangelium erreicht und menschlich gesehen unerreichbar. Nur sehr wenige arbeiten daran, unter ihnen Gemeinden zu gründen. Pray4Tunisia hat die Vision, diese Volksgruppen dennoch bis zum Ende des Jahres mit Gottes Wort zu erreichen. Ein 100% muslimisches Volk sind die Amazigh, besser als Berber bekannt, die Ureinwohner Nordafrikas. In den ersten Jahrhunderten des Christentums waren viele Christen.

Bete für eine neue Hinwendung der Berber zum Herrn Jesus.

Samstag 16 Oktober

Tunesien – Glauben der Berber und Mut zum Zeugnis entfachen

"Danach bat Josef von Arimathäa, der ein Jünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht ..." (Joh. 19,38) Als der Islam im 7. Jhdt. Nordafrika eroberte, behielten viele Berber ihren christlichen Glauben unter Lebensgefahr. Obwohl sie sich äußerlich der islamischen Herrschaft unterwarfen, wurden im Alltag Kreuzsymbole als Zeichen ihres geheimen Glaubens verwendet. Einige sind heute noch Bestandteil der Architektur und Kunst. Aber die meisten Amazigh haben wenig Verständnis für ihre Bedeutung. Die Bibel wurde nicht in ihre Sprache übersetzt.

Bete für die Sendung von Arbeitern, Glauben, Mut und Bibelübersetzung.

Sonntag 17 Oktober

Tunesien – Berber: Identität und Glauben wieder herstellen

„... der ungefärbte Glauben, der gewohnt hat in deiner Großmutter Lois; ich bin aber gewiss, auch in dir." (2.Tim. 1,5) Nach der Unabhängigkeit Tunesiens bot man den Amazigh (Berbern) ab 1957 Anreize, ihre kulturelle Identität aufzugeben und baute Städte in den Ebenen, um sie aus ihren Gebirgsbefestigungen zu locken. Als sie sich weigerten, wurden ihre Bücher verbrannt, ihre Sprache aus den Schulen entfernt und ein Großteil der Kultur ausgelöscht. Die Revolution von 2011 löste eine Erneuerung der Identität und Anerkennung ihres christlichen Erbes aus.

Bete, dass sie jetzt mit der Frohen Botschaft erreicht werden!