13. - 19. Juli 2020 Tägliches Gebet

Montag 13 Juli

Akkin – Unerreichtes muslimisches Volk in Tschetschenien

„Die Fremdlinge sollst du nicht bedrängen und bedrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen.“ (2. Mo. 22,20) Die über 100.000 unerreichten muslimischen Akkin leben am westlichen Rand von Dagestan, im Dorf-Stadt-Cluster rund um die Großstadt Khasavyurt. Sie sprechen einen ausgeprägten Dialekt der tschetschenischen Sprache. Ihre ursprüngliche Heimat liegt im äußersten Westen Tschetscheniens und im östlichen Inguschetien. Doch 1944 wurden sie als Nazi-Kollaborateure beschuldigt und von Stalins KGB in Massen nach Zentralasien deportiert.

Bete für das Erreichen der Akkin.

Dienstag 14 Juli

Akkin – Konflikte produzierende Umsiedlungen

„Jesus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.“ (Eph 2,17) 13 Jahre später, unter Chruschtschow, durften die Akkin zurückkehren. Aber es entstand Verwirrung voller Konfrontationen. Denn man hatte in ihre alten Akkin-Dörfer bereits viele dagestanische Laks und Awaren umgesiedelt. Der Streit unter den Völkern sollte mögliche Handlungen gegen die UdSSR schwächen. Und tatsächlich wüteten Streitigkeiten, Aufruhr und Konflikte über Neuansiedlungsfragen bis in das frühe 21. Jhdt.

Bete, dass das Evangelium Christi Frieden bringt.

Mittwoch 15 Juli

Akkin – Starke Volksidentität auch ohne Anerkennung

„Und wiederum heißt es (Psalm 117,1): »Lobet den Herrn, alle Heiden, und preist ihn, alle Völker!« “ (Röm. 15,11) Schließlich zogen einige Laks in andere Tieflandregionen und viele Akkin ließen sich in einigen der ursprünglichen westlichen Dagestani-Städte oder nahe Khasavyurt nieder. Obwohl die „Akkin“ in der offiziellen Volkszählungsstatistik als "tschetschenisch" versteckt und "begraben" werden, haben die Akkin eine starke völkische Selbstidentität, Für die Russen sind Akkin zwar Tschetschenen. Aber für Tschetschenen und sich selbst sind Akkin Akkin.

Bete, dass Akkin in Jesus zum Lob JHWHs kommen.

Donnerstag 16 Juli

Akkin – Wahhabismus gegen das Suchen von Offenbarungen

„Da fingen einige an, … ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns!“ (Mk. 14,65) Die Akkin leben entlang eines Verkehrskorridors zwischen Makhachkala (Hauptstadt Dagestans) im Osten, und Grosnyy (Hauptstadt Tschetscheniens) im Westen. Ein "Export" wirkt sich entlang dieses Korridors aus: die ständige Konkurrenz zwischen Fraktionen extremistischer Islamisten. Traditionell praktizierten Akkin einen Sufi-sunnitischen Islam; aber externe Salafisten (Wahhabiten, radikale Sunni) versuchten Sufi-Praktiken des Islam in ganz Dagestan "auszuprügeln."

Bete, dass Jesus sich den Akkin offenbart.

Freitag 17 Juli

Akkin – Verwicklungen in militante Handlungen

„Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.“ (Joh 14,27a) Der innermuslimische Konflikt zwischen sufistisch und salafistisch-wahhabitisch orientierten Akkin mischt sich mit einem aktiven radikal-muslimischen Aufstand gegen den russischen Staat. Der ständige Konflikt kocht bis in die Gegenwart hinein. Die Akkin sind direkt von diesem Aufstand betroffen, da ihre jungen Männer rekrutiert, verführt und teilweise auch erpresst an militanten Handlungen teilnehmen oder in Schlachten in ihren Vierteln hineingezogen werden.

Bete, dass sie Frieden im Herrn finden.

Samstag 18 Juli

Antsukh – Reihe der Identitäten

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2.Kor. 5,17) "Ich bin Antsukh und Avar, und ich bin Dagestani, und russischer Staatsbürger!" rief Ismail, der Antsukh-Mann mittleren Alters aus. Identität ist eine komplizierte Sache hoch in den südlichen Bergen der russischen Provinz Dagestan nahe der Grenze zu Aserbaidschan und Georgien. Ismails führende Identität stammt aus seiner Muttersprache Antsukh. Sie ist ähnlich der Sprachfamilie der Awaren und wird in 60 Orten der Region gesprochen.

Bete, dass Antsukh ihre Identität in Christus finden.

Sonntag 19 Juli

Antsukh– Muslimisches Volk ohne bekannte Christen

"Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben und er soll die Starken zum Raube haben." (Jesaja 53,12a) Es ist noch kein Gläubiger unter den 54.000 Antsukh bekannt. Antsukh Awaren sind im zweiten Jahrzehnt des 21. Jhdt. stolz darauf, dass einer von ihnen zum Präsidenten der russischen Provinz „Republik Dagestan“ gewählt wurde. Sie leben auch in drei Dörfern in NO-Georgien. Stolz war unter diesem Bergvolk noch nie Mangelware. Sie sind bekannt für höchsten Widerstand gegen Veränderungen, fremdenfeindliches Misstrauen gegen Außenstehende und ihren Stolz.

Bete um Mitarbeiter für Dagestan.