13.–19. Mai 2024 Tägliches Gebet

Montag 13 Mai

Moderne Sklaverei – Das Kafala-System Arabischer Staaten

Wenn ihr etwas verkauft, dann sollt ihr euch gegenseitig nicht übervorteilen. (3Mo 25,14) Das Versprechen menschenwürdiger Löhne und dauerhafter Beschäftigung lockt viele Migranten aus Afrika und Asien in arabische Staaten. Besondere Härten entstehen dort durch das Kafala-Patenschaftssystems. Es ist ein restriktives System von Arbeitserlaubnissen, das Wanderarbeitnehmer an ihren Arbeitgeber bindet. Er bürgt für sie, erhält aber im Gegenzug weitgehende Kontrolle.

Bete, dass Christen durch gerechte Arbeitsverträge zum Vorbild werden.

Dienstag 14 Mai

Moderne Sklaverei – Pakistaner in Saudi Arabien

Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. (2Kor 3,17) Saudi-Arabien ist Ziel vieler Arbeitsmigranten aus Pakistan. 2,64 Mio. von ihnen arbeiten im Königreich auf dem Bau, als Zimmermann, Elektriker, Maurer, Fahrer usw. 40 % sind ungelernt, 46 % haben eine einfache Ausbildung. Es ist für sie schwer, den Arbeitsplatz zu wechseln. Arbeitgeber haben unkontrollierte Macht. Flucht ist strafbar. Aber wegen schlechter Arbeitsbedingungen in Pakistan kommen immer mehr. Viele stammen aus völlig unerreichten Gebieten und Völkern.

Bete, dass sie in SA mit dem Evangelium erreicht werden.

Mittwoch 15 Mai

Moderne Sklaverei – Philippinische Christen in Saudi Arabien

Seid immer bereit zum Zeugnis jedem gegenüber, der Rechenschaft über die Hoffnung in euch fordert. (1Petr 3,15 b) Trotz Ausbeutung arbeiten in Saudi-Arabien ca. 1 Mio. Filipinos in der Ölindustrie, in Restaurants, als Chauffeure, Krankenschwestern, Putzhilfen, Hausangestellte. 8% sind evang. Christen. Evangelisation ist verboten. Sie werden zur Konversion in den Islam gedrängt mit finanziellen Anreizen, Angeboten besserer Integration, Vergünstigungen auf den Ämtern, Angeboten von Aufenthaltsgenehmigungen.

Bete um Standhaftigkeit für sie und Möglichkeiten, mutig den Herrn Jesus zu bezeugen.

Donnerstag 16 Mai

Moderne Sklaverei – Verschärfung in Afghanistan

Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich für sie hingegeben hat. (Eph 5,25) Afghanistan hat nach Nordkorea die zweithöchste Prävalenz moderner Sklaverei in Asien. Im August 2021 übernahmen Taliban die Macht. Seither ist die moderne Sklaverei wegen Menschenrechtsbeschränkungen und einer landesweiten humanitären Krise gestiegen. Die Durchsetzung islamischen Scharia-Rechts verschärft die Gewalt gegen schutzbedürftige Frauen und Mädchen. Ihr Recht auf Bildung ist stark eingeschränkt.

Bete für Liebe, christliche Hilfe, eine Frauenbewegung zu Christus.

Freitag 17 Mai

Moderne Sklaverei – Afghanistan: Zwangs- und Kinderehen

Wer den Schwachen unterdrückt, der lästert seinen Schöpfer. (Spr 14,31a) Seit der Machtergreifung der Taliban 2021 steigt die Anzahl der Zwangs- und Kinderehen im ganzen Land an. Wegen jetzt besonders schlechtem Bildungszugang von Mädchen und der verschärften humanitären Krise verheiraten Eltern ihre Töchter und weibliche Verwandte zwangsweise zur wirtschaftlichen Entlastung. Kinder werden für Schutzversprechen und Geld auch an Taliban verheiratet. Taliban rekrutieren Kinder während der Schule mit Geldversprechen ins Militär.

Bete gegen Zwangsverheiratung und für Zugang christlicher Hilfe.

Samstag 18 Mai

Moderne Sklaverei – Türkei: höchster Wert in Europa

Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! (Jes 58,6 b) In der Türkei sind 16 von 1000 Menschen von moderner Sklaverei betroffen. Das ist der höchste Wert in Europa und Zentralasien. Die Türkei gehört auch zu den Ländern, die am wenigsten dagegen unternehmen. Besonders auffällig ist die Diskriminierung von Minderheitengruppen, aber auch das Verhalten in Konflikten, besonders in Syrien. Es gibt Menschenhandel, verschlechterte Frauenrechte, Unterdrückung von Menschenrechtsverteidigern und politischen Gegnern.

Bete für Freiheit des Glaubens, der Meinung und für Minderheiten in der Türkei.

Sonntag 19 Mai

Moderne Sklaverei – Türkei: syrische Flüchtlinge gefährdet

Dem Tagelöhner, der bedürftig und arm ist, sollst du seinen Lohn nicht vorenthalten. (5Mo 24,14) Die syrischen Flüchtlinge in der Türkei sind besonders gefährdet, ausgebeutet zu werden. Die Türkei hat den drittgrößten Exportanteil der Bekleidungsindustrie der EU. Offiziell werden mind. 3000 syrische Flüchtlinge in wenig kontrollierten Zulieferbetrieben beschäftigt, inoffiziell mit Migranten aus Usbekistan und Afghanistan bis zu 400.000! Sie sind Unterbezahlung, Diskriminierung, überhöhten Arbeitszeiten, Zwangskriminalität u. Drogenhandel ausgesetzt.

Bete für ihre Situation und dass ihnen Christen begegnen.