14. - 20. September 2020 Tägliches Gebet

Montag 14 September

China – Uiguren und Hui – Kulturelle und religiöse Unfreiheit

"Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ (Joh. 14,6a) Vom höchsten Berg im Westen bis zu den Ebenen im Osten, vom fast subarktischen Norden bis zu den Regenwäldern im tropischen Süden, China ist unermesslich vielfältig. Das gilt auch für die Menschen. Es gibt 500 Volksgruppen, verstreut über 3,7 Mio. km² in riesigen modernen Städten bis zu spärlichen ländlichen Gemeinden. Viele empfinden das unterdrückende Regime, die Einschränkung kultureller und religiöser Freiheiten als große menschliche Not. Hier müssen 30 Mio. Uiguren und Hui einen Lebensweg finden.

Bete, dass sie in Jesus wahres Leben finden.

Dienstag 15 September

China – Uiguren– Kommunistisch befohlene Zerstreuung

„Petrus, ein Apostel Jesu Christi, an die auserwählten Fremdlinge, die verstreut wohnen in Pontus, der Provinz Asien und Bithynien! “ (1. Petr.1,1) Während die Hui relativ gut in die Mehrheit der Han-Chinesen integriert sind, leiden die Uiguren sehr unter der Regierung. In jüngster Zeit hat die internationale Presse erneut über Kämpfe des uighurischen Volkes berichtet. Viele werden nun in Fabriken an der Ostküste, Hunderte von km von ihren Familien und Gemeinschaften entfernt, zur Arbeit geschickt, um sie zu zerstreuen und in die atheistische Gesellschaft zu integrieren.

Bete, dass ihnen herzliche Christen begegnen.

Mittwoch 16 September

China – Uiguren - Extremismus von Staat und Terrorgruppen

„Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir …, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, …“ (Jes. 61,1) Die Regierung wird weiter hart gegen religiösen Extremismus vorgehen. Sie fürchtet, dass sich der islamische Terrorismus unter allen Uiguren ausbreitet. Ja, es gibt aus Uiguren bestehende muslimische Terrorgruppen, die Anschläge verüben. Menschenrechtler beklagen aber pauschalierende Diskriminierung. Oft sei das einzige „Verbrechen“ von Uiguren, muslimisch zu sein. Man bringt sie unter Zwang in kommunistische Umerziehungslager.

Bete gegen den Extremismus von Staat UND Terrorgruppen.

Donnerstag 17 September

China – Uiguren – Christliche Wurzeln im 12. – 13. Jhdt.

„So spricht der HERR: … schaut und fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden …! (Jer. 6,16a) In China im äußersten Westen von Xinjiang leben bis zu 15 Mio. Uiguren. Nur ca. 1,6 Mio. leben anderswo. Im 9. Jhdt. wurde diese türkische Volksgruppe aus Zentralasien in die Region gezwungen. Vom 12. - 13. Jhdt. galten die meisten als Nachfolger Christi! Aber bis zum 15. Jhdt. wurde der Islam die dominierende Religion. Jetzt sind etwa 99 % sunnitische Muslime.

Bete für die Rückkehr zu Jesus Christus und den christlichen Wurzeln.

Freitag 18 September

China – Uiguren – Kleingruppen u. mutige Verkündiger stärken

„Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich (Jesus) verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen.“ (Joh. 15,20) In China leben nur ca. 2.000 uighurische Gläubige. Die aktuelle Situation in Xinjiang verhindert Treffen in größeren Gruppen. Doch es gibt einige kleine uighurische Hausgemeinden. Wegen des anhaltenden Drucks sind viele Uiguren gegen das Hören des Evangeliums resistent. Trotzdem wenden sich einige chinesische Gläubige aktiv an die Uiguren - auch nach der jüngsten Vertreibung von Arbeitern des HERRN.

Bete für offene Türen, Zeugenmut und Bewahrung in der Verfolgung.

Samstag 19 September

China – Hui – Größte muslimische Minderheit Chinas

„Der Herr verzögert nicht die Verheißung, … er hat Geduld mit euch und will …, dass jedermann zur Buße finde.“ (2.Petr. 3,9) Die Hui stammten aus Zentralasien und waren Muslime. Sie kamen vom 7. - 14. Jhdt. nach China. Im Laufe der Jhdt. heirateten sie auch Chinesen. Hui sprechen heute Mandarin wie Han-Chinesen. Sie sehen sogar aus wie diese, sind nur durch ihre weißen Hüte unterscheidbar. Aber die gastfreundlichen Hui blieben Muslime. Sie stellen die größte muslimische Minderheit. Trotz vieler Beziehungen ließ die Regierung alle Hui-Moscheen schließen.

Bete, dass sich Hui für Christus öffnen.

Sonntag 20 September

China – Hui – Arbeiter benötigt! (Nur 0,0001 % Christen.)

„Ich habe ich meine Ehre dareingesetzt, das Evangelium zu predigen, wo Christi Name noch nicht bekannt war.“ (Röm. 15,20) Trotz 15 Mio. Hui hat es noch keinen geistlichen Durchbruch gegeben. Schwer ist, dass die Entscheidung für die Nachfolge des Herrn Jesus den Verlust der Volksidentität bedeutet. Starke Verfolgung beginnt, denn es ist eine totale Lebensweise: Hui zu sein bedeutet gleichzeitig Muslim zu sein. Viele sind NOCH NIE einem Nachfolger Jesu begegnet. Täglich sterben mehr Hui als das Evangelium hören. Nur 0,0001 % kennen Christus!

Bete für viel mehr Arbeiter bei den Hui!