14.–20. September 2026 Tägliches Gebet

Montag 14 September

Usbekistan – Druck und Gewalt für viele Christen

Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, dass er dich behüte und an den Ort bringe, den ich bereitet habe. (2Mo 23,20) Usbekistans Christen erleben wegen ihres Glaubens Druck und Gewalt. Russisch-orthodoxe Kirchen weniger, da sie selten versuchen, mit der usbekischen Bevölkerung in Kontakt zu treten. Am häufigsten erleiden christliche Konvertiten muslimischer Herkunft Übergriffe durch Staat, Familie und Gemeinschaft; auf dem Land stärker als in der Stadt. Nicht registrierte Kirchen erfahren Drohungen, Razzien, Verhaftungen und Geldstrafen.

Bete, dass das evangelistische Zeugnis beschützt und brennend ist.

Dienstag 15 September

Usbekistan – Präsident Shavkat Mirziyoyev

Gleich Wasserbächen ist das Herz des Königs in der Hand des HERRN; er leitet es, wohin immer er will. (Spr 21,1) In Usbekistan liegt alle Macht in den Händen von Präsident Shavkat Mirziyoyev (regiert seit 2016). Oppositionsbewegungen und unabhängige Medien sind verboten. Am 1. Mai 2023 gaben usbekische Behörden die Ergebnisse des Referendums vom Vortag bekannt: Die Bevölkerung habe Verfassungsänderungen zugestimmt, die es unter anderem erlauben, dass Präsident Mirziyoyev bis 2040 im Amt bleiben kann.

Bete, dass der Präsident sich für Jesus entscheidet und Christen volle Freiheit gewährt.

Mittwoch 16 September

Usbekistan – 3 große, sehr wenig erreichte Muslim-Völker

Wenn die Völker sich ALLE versammeln und die Königreiche, um dem HERRN zu dienen. (Ps 102,23) Zu den besonders wenig erreichten Volksgruppen Usbekistans zählen 30,75 Mio. Nord-Usbeken, 1,89 Mio. Tadschiken und 225.000 Turkmenen. Bei ihnen geht man von weniger als 1 Christ auf 1000 Muslime aus. Für die Muslime Usbekistans ist Taschkent das wichtigste moderne islamische Bildungs- und Institutionszentrum des Landes, obwohl Samarkand und Buchara die stärkere historische religiöse Symbolik besitzen.

Bete, dass in Taschkent viele Nord-Usbeken, Tadschiken und Turkmenen zum Herrn Jesus finden.

Donnerstag 17 September

Usbekistan – Staatlich kontrollierter Islam, atheistische Spuren

Er sprach zu dem Bevollmächtigten des Königs: Warum ist dieser strenge Befehl vom König ausgegangen? (Dan 2,15a) Auch wenn der (sunnitische) Islam Usbekistans Hauptreligion ist, kann man Usbekistan nicht als muslimisches Land bezeichnen. 70 Jahre Atheismus der Sowjetzeit hinterließen Spuren, und die säkulare Regierung lässt den Islam wegen Putsch- und Terrorgefahr streng kontrollieren. Die Bürger leben kulturell islamisch, doch sie halten sich nicht streng an islamische Lehren. Die christliche Minderheit ist wegen strenger Staatskontrollen geschwächt.

Bete, dass die Christen im Zeugnis an Muslime erstarken.

Freitag 18 September

Taschkent – historisch „Stadt des Brotes“ und Handelszentrum

Denn das Brot Gottes ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt. (Joh 6,33) Taschkent verbindet sowjetische Architektur mit zentralasiatischer Küche, Basaren und moderner urbaner Kultur. Der traditionelle Beiname „Stadt des Brotes“ (Non shahri) zeigt ihre historische Bedeutung als Versorgungs- und Handelszentrum. Usbekistan grenzt an schwer zugängliche muslimischen Staaten: Afghanistan und Turkmenistan. Es gewährt Geflüchteten aus Afghanistan kein Bleiberecht, doch mit Turkmenistan besteht enge Partnerschaft.

Bete, dass hier Turkmenen das Lebensbrot finden.

Samstag 19 September

Turkmenen – Lebendiges Wasser für wasserlose Gebiete

Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit. (Joh 4,14) Es gibt etwa 9 Mio. Turkmenen weltweit. 5,87 Mio. leben im nach ihnen benannten Land Turkmenistan (= „Land der Turkmenen“); im Nachbarland Usbekistan leben 0,23 Mio. Turkmenistans große, wasserlose Gebiete sind für Pflanzen und Tiere unwirtlich; das Leben ist auf Flüsse und Oasen angewiesen. Missiologische Schätzungen gehen weltweit von nur 1000 + turkmenischen Christen aus. Die ganze Bibel wurde in Turkmenisch übersetzt.

Bete, dass Turkmenen beider Länder Wasser des Lebens erhalten.

Sonntag 20 September

Turkmenen – Lebensader „Amudarja“ & bilateraler Handel

Da ging der hin, welcher die 5 Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und gewann 5 weitere Talente. (Mt 25,16) Die Kultur der Turkmenen wurde beeinflusst von türkischen Eroberern, die ihnen ihre Sprache aufzwangen und von Arabern, die sie zur Konversion zum Islam zwangen. Der Fluss Amudarja ist die wichtigste Lebensader Zentralasiens und Grenzfluss zwischen Usbekistan und Turkmenistan. Khodjeyli (in Karakalpakstan) ist ein bedeutender usbekisch-turkmenischer Grenzübergang im Unterlauf des Amudarja mit lokalem Austausch beider Länder.

Bete, dass sich Bibel und Evangelium beidseits verbreiten.