15. - 21. März 2021 Tägliches Gebet

Montag 15 März

Paschtunen – 50 Mio unerreichte Muslime in 350 Stämmen

„Wohin die Stämme des HERRN hinaufziehen, wie es geboten ist dem Volke Israel, zu preisen den Namen des HERRN.“ (Ps. 122,4) Die 50 Mio. unerreichten Paschtunen werden als die größte muslimische Stammesgesellschaft der Welt bezeichnet. Man schreibt sie auch Pushtun, Pakhtun, Paschtun oder Pathan. Es gibt etwa 350 paschtunische Stämme. Sie werden in vier große Zusammenschlüsse von Stämmen unterteilt mit gemeinsamer Abstammung oder gemeinsamem Standort. Einige, wie die Shinwari und Mohmand, leben grenzüberschreitend.

Bete, dass sie im Herrn Jesus Stämme JHWHs werden.

Dienstag 16 März

Paschtunen – Peschawar und Khyber Pakhtunkhwa

„So gürte nun deine Lenden und mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dir gebiete. Erschrick nicht vor ihnen.“ (Jer. 1,17a) Die 50 Mio. Paschtunen leben vor allem in Pakistan (29 Mio.) und Afghanistan (13 Mio.). 2 Millionen leben in Peshawar, der Provinzhauptstadt Khyber Pakhtunkhwas. Große Teile der Provinz gehörten einst zu Afghanistan. Afghanen nennen es auch Ost-Afghanistan / Paschtunistan. 1901 - 2010 hieß das Paschtunengebiet „Nordwestliche Grenzprovinz“. 2018 wurde es in Pakistans Provinz Khyber Pakhtunkhwa eingegliedert.

Bitte um Teams in Peschawar und Khyber-Pakhtunkhwa.

Mittwoch 17 März

Paschtunen – Weit verbreitet, besondere Konzentration Karachis

„Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes.“ (Gal 2,20) 5 Mio. Paschtunen leben in der Mega-City Karatschi. Das ist die größte Konzentration in Pakistan. Es gibt auch eine große paschtunische Diaspora (Afghanen und Pakistaner) im Arabischen Golf (VAE) und in westlichen Ländern. Paschtunen sind über ein großes Gebiet verteilt. Sozioökonomische, politische, stammes- und sprachliche Unterschiede trennen sie. Dennoch haben sie ein einzigartiges Gefühl ethnischer Identität.

Bitte um Erntearbeiter für Karachi.

Donnerstag 18 März

Paschtunen – Vier Pfeiler ethnischer Identität

„Denkt nur nicht, dass ihr bei euch sagen könntet: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.“ (Mt. 3,9) Trotz Unterschieden haben alle Paschtunen ein einzigartiges Gefühl ethnischer Identität. Sie basiert auf vier Kernelementen: Erbe (ein gemeinsamer Vorfahre), Islam (99,9% Muslime), Paschtunwali Ehrenkodex («Der Weg des Paschtunen») und bis zu einem gewissen Grad die Sprache (Pakhtu oder Paschtu).

Bete, dass der HERR falsche Sicherheiten abbaut, sie ihre Sünden erkennen und zur Rettung im Herrn Jesus finden.

Freitag 19 März

Paschtunen – Die oft vorhandene Außensicht.

„Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr?“ (Lk. 6,41) Paschtunen werden oft definiert über ihre Verbindungen zu den Taliban, Militanz und konservativen Islam. Populäre Literatur wimmelt von Geschichten unterdrückter, verschleierter Frauen, die auf ihre Häuser beschränkt sind. Außenstehende und anderen Volksgruppen stereotypieren sie als brutale, widerspenstige, ungehobelte Krieger. Ihre mangelnde Bildung äußere sich in Gewalt gegen Frauen und jeden, der ihre Ehre und ihren Glauben beleidigt.

Bete für Empathie und Retterliebe.

Samstag 20 März

Paschtunen – Die oft vorhandene Eigensicht

„Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften.“ (Jak 3,18) Paschtunen sind stolz auf ihre Unabhängigkeit und ihren Ruf als geschickte, harte Krieger. Viele betrachten sich aber auch als Friedensstifter, da ihr Jirga-System (Ältestenrat) und andere Bräuche den Frieden zwischen kriegführenden Fraktionen auf lokaler, aber auch nationaler Ebene fördern. Paschtunen bezeichnen sich als «Beschützer der Ehre der Frauen» und als «Mann des Friedens, bis meine Ehre berührt ist».

Bete für Mitarbeiter, die mit dem Ehrenkodex umgehen können und sie zum Frieden mit Gott führen.

Sonntag 21 März

Paschtunen – Allgemeine und technische Bildung voranbringen

„Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten.“ (Ps. 103,13) In Afghanistan liegt die Alphabetisierungsrate bei 31%. Bei Paschtunen ist sie noch geringer. In Städten wie Kabul oder Mazar-i-Sharif beherrschen sie oft die Amtssprache Dari. In Pakistan beherrschen sie in Städten wie Peschawar oder Karatschi die Landessprache Urdu. Die Analphabetenrate bei Frauen ist noch höher. Widerstand gegen ihre Ausbildung hält an. Oft findet Unterricht nur in Koran-Madras-Schulen statt ohne Berufsvorbereitung.

Bete um Offenheit für christliche Ausbildungen und Mitarbeiter.