Tägliches Gebet 16. - 22. April 2018 Gebet für die Berber im Süden Marokkos

» Der HERR ändert Zeit und Stunde; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand, …« (Daniel 2,21)

Vielen ist Marokko als Urlaubsland mit pittoresken Königsstädten, dem aufregendem Treiben der Märkte, der Schönheit seiner Landschaft, der Herzlichkeit der Menschen und den Annehmlichkeiten der Strände bekannt. Die Gesellschaft gestaltet sich aber komplexer, als auf den ersten Blick wahrnehmbar ist. Die Unterschiede zwischen den Volksgruppen (v. a. Araber und Berber), aber auch zwischen der Stadt- und Landbevölkerung sind immens. Zwar treten sie als muslimische Gemeinschaft auf und Fortschritte in den Bereichen Bildung und Infrastruktur begünstigen eine Vermischung bzw. Öffnung der Gruppen und der regionalen Prägungen.

Der König steht vor der schwierigen Aufgabe, eine Politik der Balance und z.T. der Widersprüche zu bewerkstelligen, z.B. Weltoffenheit und Annäherung an den Westen auf der einen Seite, was für die Haupteinnahmequelle Tourismus unumgänglich ist,– stärkerer Einfluss der konservativen, religiösen Mächte im Land für die Einheimischen auf der anderen Seite. Der Großteil der Bevölkerung bewundert das Geschick des Königs, der es vermag, viele Dinge zu verbessern. Die liberalen und konservativen Gruppen im Land hingegen kritisieren ihn dafür, zu viele Kompromisse einzugehen, was für Spannungen sorgt.

Religionsfreiheit existiert auf dem Papier. Gläubige sind jedoch zumeist gezwungen, im Untergrund zu bleiben. Ein gut aufgestelltes Geheimdienstnetzwerk überwacht sowohl Einheimische als auch Ausländer, um die Verkündigung des Evangeliums zu unterbinden. Seit 2010 wurden die Sicherheitsmaßnahmen enorm verschärft. Unter den Mitarbeitern im Land lernen die meisten die arabische Handelssprache, kaum jedoch die Muttersprache der Berber, sodass diese v.a. in den entlegenen Regionen des Südens weitestgehend unerreicht bleiben.

Montag 16 April

Marokko – Gebet für Chancen des Tourismus

Vielen ist Marokko als Urlaubsland bekannt. In der Tat bietet das Land mit pittoresken Königsstädten, dem aufregendem Treiben der Märkte, der Schönheit seiner Landschaft, der Herzlichkeit der Menschen und den Annehmlichkeiten der Strände viele Anreize und Gründe, sich in den Flieger zu setzen.

Betet, dass Christen das Land besuchen und ein wirklich gutes Vorbild ihres Glaubens geben. Betet, dass sie für die ewige Rettung der Menschen beten und auch den Süden Marokkos bereisen. Betet, dass echte Freundschaften und gute Kontakte mit Einheimischen, einschließlich Berbern entstehen.

Dienstag 17 April

Marokko – Einheimische Gläubige I

Jesus baut seine Gemeinde, wie versprochen und doch oft anders als wir es erwarten. Als das Wort noch freier verbreitet werden durfte, kamen Jesus-Filme und Bibeln unter die Bevölkerung. Nun tauchen einzelne Gläubige auf, oft ohne Anschluss und ohne dass es jemand anderes weiß. Einer startete vor Jahren eine Initiative unter Nomaden, durch die er mit ihnen ganz natürlich in Kontakt kam. Mittlerweile folgen ca. 100 Nomadenfamilien Jesus nach. Das ist wahrlich ermutigend!

Betet, dass unser Herr noch mehr Erweckung schenkt. Betet, dass die gläubigen Nomaden in der Nachfolge des Herrn Jesus gestärkt werden.

Mittwoch 18 April

Marokko – Einheimische Gläubige II

Gleichzeitig kontrolliert und reguliert der Staat die sozialen Medien und hat ein Informanten-Netzwerk aufgebaut. Das erlaubt den Gläubigen kaum, sich zum Glauben an Jesus zu bekennen. Zwangsheiraten, Entzug der Kinder, Ausschluss aus der Familie bis hin zu Gefängnisstrafen gehören zu ihrem Alltag.

Bitte betet für Mut, Liebe für ihre Mitmenschen, Beständigkeit im Glauben und Hoffnung! Viele wünschen sich außerdem, dass ihre Kinder nicht mehr am Islamunterricht teilnehmen müssen. Betet bitte dafür, denn es ist eine verständliche aber riskante Forderung!

Donnerstag 19 April

Marokko – Erntearbeiter I

Nachdem 2010 nahezu alle Mitarbeiter des Landes verwiesen wurden, begann ein neuer Abschnitt in der Arbeit hier. Erfahrene und der Sprache mächtige Leute sind rar. Neue Strategien und Methoden sind gefragt und die Behörden sind gegen das Evangelium eingestellt.

Bitte bete für mehr Mitarbeiter, die sich trotzdem aufmachen, um den Menschen hier ein Segen zu sein. Bete für Arbeitsplätze und Businessideen, durch die Aufenthaltsgenehmigungen erlangt werden können.

Freitag 20 April

Marokko – Erntearbeiter II

Die Gruppe derjenigen Marokkaner, deren Muttersprache Berber ist, wird im Süden des Landes auf 6 - 8 Mio. geschätzt. Unter ihnen leben zurzeit keine 10 Mitarbeiter, die ihre Sprache sprechen bzw. lernen. Das ist ernüchternd – genauso wie das Erlernen dieser komplizierten Sprache. Jedoch lohnt der Aufwand, da es der direkte Weg zum Herz der Menschen ist. Die Mühe, ihre wenig beachtete Sprache zu lernen, stellt ein Zeichen der Wertschätzung und Liebe dar.

Bitte bete für mehr Mitarbeiter, die kommen und die Sprache der Einheimischen lernen!

Samstag 21 April

Marokko – Offenheit und Neugierde

Nach außen tritt das Land als stolzes, muslimisches Land auf. Doch durch Schmiergelder ist vieles „erlaubt“ – v.a. Prostitution, Glücksspiel, Drogen. Fällt jedoch der Name Jesu in der Öffentlichkeit oder jemand es wagt, „den Glauben zu wechseln“ drohen drastische Konsequenzen. Wir kennen Gottes genauen Weg zu den Herzen der uns liebgewonnen Menschen nicht.

Betet für eine große Offenheit und mehr Möglichkeiten, über den Glauben zu reden. Betet bitte auch für Neugierde und eine Sehnsucht nach Jesus, die jeglichen Regulierungen zum Trotz standhält.

Sonntag 22 April

Marokko – Segen durch Kontakte und Projekte

„Suchet der Stadt Bestes“ – was für eine geniale Anweisung Gottes! Es ist Anliegen der Gläubigen, durch ihr ganzes Dasein, in allen Begegnungen und an jedem Tag auf Jesus hinzuweisen. Kontakte im Land entstehen meist in der Nachbarschaft und durch die Arbeit.

Bete dass aus alltäglichen Begegnungen beim Bäcker, im Treppenhaus oder auf der Straße Freundschaften entstehen, in denen Vertrauen und Offenheit wächst. Bete auch für pädagogische und medizinische Projekte in Stadt und Region, dass durch sie Gottes Segen konkret wird zur Hilfe und Rettung.