Tag 27: Die Nacht der Macht
In der „Laylat al Qadr“ (der „Nacht der Macht“) feiern Muslime die Offenbarung der ersten Verse des Korans an Mohammed. Diese Nacht ist auch als „Nacht des Schicksals“ bekannt. Viele glauben, dass ihr Schicksal für das folgende Jahr in dieser Nacht bestimmt wird. Es gibt verschiedene Glaubensrichtungen und Traditionen rund um Laylat al-Qadr. Viele Muslime glauben, dass in dieser Nacht Sünden vergeben werden, Gebete mehr Kraft haben und Gottes Segen und Gnade reichlicher sind. Es ist eine Nacht, in der man eine besondere Nähe zu Gott erwartet. Es gibt viele Berichte von Muslimen, die in dieser Nacht Träume oder Visionen von Jesus haben. Muslime, die vielleicht in den ersten zwanzig Tagen des Ramadans nicht viel gefastet haben, betrachten dennoch die letzten zehn Tage als heilige Zeit. Sie beginnen möglicherweise jetzt doch noch zu fasten, lesen vermehrt im Koran und beten ganz sicher in dieser Nacht. Einige verlassen in dieser Zeit die Moschee gar nicht. Auf diese Weise hoffen sie, Gottes Gegenwart zu erfahren oder göttliche Gunst zu erlangen.
Wir beten, dass muslimische Familien auf der ganzen Welt während Laylat al-Qadr ein besonderes Bewusstsein für die Gegenwart Gottes erleben wenn sie beten.
Tag 28: Die Bozo in Mali
Ibrahima war ein junger muslimischer Bozo. Er fischte oft und arbeitete in den Reisfeldern. Dann kam er auf der Suche nach Abenteuer und Verdienstmöglichkeiten in die Hauptstadt. Dort traf er Marie, die Leuten Lesen und Schreiben beibrachte. Er wollte es unbedingt lernen. Marie verwendete im Unterricht auch biblische Geschichten. Dadurch begann Ibrahima, an Jesus zu glauben und ihm zu folgen. Er fand Frieden und konnte wieder besser schlafen. Ibrahimas Familie war sehr unglücklich. Sie wollten ihn verheiraten und dadurch zur Vernunft bringen, aber er lehnte die Heirat ab. Er betete um eine gläubige Braut und wartete mehr als zehn Jahre auf sie. Ihre Hochzeit im Sommer 2024 war ein großartiges Fest, zu dem auch seine ganze Großfamilie kam und voller Staunen eine christliche Hochzeit erlebt. Ibrahima strahlt Freude und Liebe für seine Mitmenschen aus. Er liebt seine Familie selbstlos und sie respektieren ihn inzwischen und bitten ihn sogar um Rat.
Wir beten, dass Ibrahima und seine Frau viel Frucht durch ihren Dient unter den Bozo sehen dürfen.
Tag 29: Turkmenen in Karakalpakistan
Turkmenistan ist bevölkerungsmäßig das kleinste Land Zentralasiens. Die 6 Millionen Einwohner teilen sich ihr Land mit der Karakorum-Wüste. Das hat dazu beigetragen, dass viele Turkmenen außerhalb des Landes Arbeit suchen. Zum Beispiel leben etwa 120.000 Turkmenen in Karakalpakistan, einer autonomen Region Usbekistans. Nasiba ist eine Turkmenin in Usbekistan, die Gottes Liebe erfahren hat. Begeistert von Jesus begann sie, an der Übersetzung von Medien mitzuarbeiten. Als die Behörden das herausfanden, folgten Verhöre und Schikanen. Nach sehr schweren Wochen floh sie verzweifelt in ihre Heimat Turkmenistan. Aber es ließ sie nicht los, dass die muslimischen Turkmenen so gut wie keinen Zugang zur Botschaft von Jesus haben. Deshalb begann sie trotz des Risikos, ihren Landsleuten im Süden Karakalpakistans zu dienen. Durch Entwicklungsprojekte baut sie Beziehungen auf und gibt bei ihrer Arbeit immer wieder auch Bibelverse weiter.
Wir beten, dass die Saat des Evangeliums in turkmenischen Herzen aufkeimt und gedeiht.
Tag 30: Saudi-Arabien
Die Familie eines jungen Gläubigen sagte ihm, dass er nicht gleichzeitig Saudi sein und Jesus folgen könne. Er würde seine Nationalität verlieren. Deshalb schrieb er auf der offiziellen Webseite der Regierung an die Behörden: „Mein Ur-Ur-Großvater und mein Ur-Großvater waren Saudis. Mein Großvater und mein Vater sind Saudis. Und ich bin auch Saudi – und folge gleichzeitig Jesus. Wie passe ich ins heutige Saudi-Arabien?“ Er bekam keine persönliche Antwort. Aber eine neue nationale Erklärung zu den Menschenrechten besagt, dass jeder in Saudi-Arabien in seinem Zuhause so beten könne, wie es ihm beliebt. Er nahm das als persönliche Antwort und begann sofort, in der Öffentlichkeit eine Bibel bei sich zu tragen. In dem typisch saudischen weißen Gewand mit dem rot-weiß-karierten auf dem Kopf gibt er ein faszinierendes Bild ab.
Wir beten, dass Gott Regierungsmitglieder schützt, die er gebraucht, um Türen für das Evangelium zu öffnen.
Betet ohne Unterlass! (1. Thessalonicher 5,17)
Die Sichtung des neuen Mondes markiert den Anfang des neuen islamischen Monats – und Eid al-Fitr, das Fest des Fastenbrachens, beginnt. Nach 30 Tagen des Fastens feiern Muslime etwa drei Tage lang ein fröhliches Fest, kaufen neue Kleidung, genießen spezielle Speisen und beschenken einander. In mehrheitlich muslimischen Ländern gibt es teilweise dekorierte Straßen und öffentliche Feiern. Kinder gehen von Haus zu Haus und bekommen Süßigkeiten. Für viele Muslime beginnt Eid al-Fitr mit gemeinsamen Gebeten bei Tagesanbruch und Spenden an Arme (Zakat), die eine der fünf Säulen des Islams sind. Wir können muslimische Bekannte während dieser Zeit mit „Eid Mubarak“ grüßen, was „gesegnetes Fest“ bedeutet.
Betet für gesegnete Gespräche bei den Besuchen, die unsere Mitarbeiter in diesen Tagen machen können.