16. - 22. November 2020 Tägliches Gebet

Montag 16 November

Zentralasien – Die Länder der alten Seidenstraße(n)

„Und er sprach zu mir: Geh hin; denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden.“ (Apg. 22,21) Zentralasien ist im Westen meist unbekannt. Dabei ist es sehr groß, erstreckt sich hinter dem Kaspischen Meer tausende Kilometer über flache Ebenen (Steppe), bis hin zu Bergen und dahinter China. Zu Zentralasien zählt man heute Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan. Es sind Länder der alten Seidenstraße(n). Bis vor 30 Jahren waren sie in der Sowjetunion eingeschlossen. Alle diese Staaten haben große muslimische Bevölkerungen.

Bete um Mitarbeiter des HERRN für die 5 Nationen in Zentralasien.

Dienstag 17 November

Zentralasien – Kasachstan: größter Staat des Gebietes

„Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien.“ (Jes. 35,1) Kasachstan ist der größte der ehemaligen sowjetischen zentralasiatischen Staaten. Es ist sogar das größte Binnenland der Welt (NICHT an Meere grenzende Land), so groß wie Westeuropa und Heimat von rund 18 Millionen Menschen. Kasachstan ist auch am nächsten an Russland – geografisch, politisch und sozial. Die Bevölkerung ist aber sehr asiatisch. Neben der Mehrheit der Kasachen gibt es ca. 100 Ethnien. Muslime machen 80% der Bevölkerung aus.

Bete für eine Bewegung zu Jesus Christus.

Mittwoch 18 November

Kasachstan – Muslimische Kasachen, mongolisches Kriegervolk

„Singet IHM ein neues Lied; spielt schön auf den Saiten mit fröhlichem Schall!“ (Ps. 33,3) Das kasachische Volk stammt von den durch den Mongolen Dschingis Khan geführten Stämmen ab. Es stellt 70% der EW Kasachstans. Der Islam wurde im 8. Jhdt. eingeführt. Im späten 15. Jhdt. wurden sie zur eigenständigen Volksgruppe. Sie lebten nomadisch, zogen mit ihren Herden nach ungeschriebenen Bräuchen durch die weite Steppe. Ihre stolze Kriegerkultur ehren die graubärtigen Ältesten mit Geschichten und Liedern auf der Dombra, einer zweisaitigen Gitarre.

Bete für neue Lieder zur Ehre Jahwes und des Herrn Jesus.

Donnerstag 19 November

Kasachstan – Kasachen Opfer kommunistischer Diktatur

„ …, wenn der HERR den Schaden seines Volks verbinden und seine Wunden heilen wird.“ (Jes. 30,26) Nach der roten Revolution 1917 begann Moskau, viel Kontrolle über die Ethnien auszuüben. Es verlangte auch mehr landwirtschaftliche Produktion für sich. In den 30ern zwang man die nomadischen Kasachen, sich niederzulassen und in staatlichen Kollektivwirtschaften zu arbeiten. Ihre eigenen Tiere wurden geschlachtet, die Kasachen so in Hunger gestürzt. Über 1 Mio. Menschen starben durch kommunistische Zwangsmaßnahmen.

Bete für Hilfe und Heilung des nachwirkenden Traumas im Herrn Jesus.

Freitag 20 November

Kasachstan – Durch Zwang herbeigeführte Ethnien-Vielfalt

„Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.“ (Gal 3,28) In der Sowjetzeit kamen über 2 Mio. Russen, um die sozialistische Herrschaft samt Repressionen gegen Religionen durchzusetzen. Krimtataren, Deutsche und Türken wurden zur Entwurzelung aus Russland zwangsumgesiedelt. So wurden die Kasachen zur Minderheit im eigenen Land. Nach der Unabhängigkeit 1991 kehrten viele Nicht-Kasachen in ihre Heimat zurück. Kasachische Geburtenraten blieben hoch, sie bilden wieder die Mehrheit.

Bete, dass der Frieden unter den Ethnien erhalten bleibt.

Samstag 21 November

Kasachstan – Mangel an kultur-entsprechenden Gemeinden

„Denen unter dem Gesetz bin ich geworden wie einer unter Gesetz – obwohl ich nicht unter ihm bin –, damit ich sie gewinne.“ (1.Kor. 9,20b) Der Islam ist kulturell akzeptiert, trotz oft geringen religiösen Verständnisses. Auf der Suche nach zentralasiatischer Identität und Sinn jenseits materieller Dinge nehmen islamische Formen zu. Kirchenbesuche sind leider rückläufig. Viele Kirchen haben sich von der Welt zurückgezogen. Sie leben eine christlich-westliche Subkultur. Kasachen erwägen nicht dorthin zu gehen, da das als russische, fremde Religion erscheint.

Bete um kultursensible Arbeiter und Gemeinden.

Sonntag 22 November

Kasachstan – Junge Generation offen mit neuen Fragen

„Und diesen vier jungen Leuten gab Gott Einsicht und Verstand für jede Art von Schrift und Weisheit.“ (Dan. 1,17a) Die ältere Generation ist noch stark von der sowjetischen Mentalität geprägt. Sie sieht die Welt ganz anders als junge Menschen, die seit Ende der Sowjetunion aufwuchsen. Diese stellen ältere Traditionen und Annahmen in Frage. Durch Internet und soziale Medien setzt sich die jüngere Generation - besonders größerer Städte - mit Themen wie Freiheit, Selbst-Identität, Konsum und Umweltschutz auseinander, was die Eltern nie taten.

Bete, dass die kasachische Jugend zu Offenheit / Heil in Jesus findet.