17. - 23. Februar 2020 Tägliches Gebet

Montag 17 Februar

Paschtunen – Namensgeber für Afghanistan

„O Land, Land, Land, höre des HERRN Wort!“ (Jer. 22,29) Seit 1919 als Name anerkannt, bedeutet „Afghanistan“ „Land der Afghanen“. Das persische „Afghan(e)“ bezog sich zunächst auf das Volk und die Stämme der Paschtunen. (Im indischen Subkontinent nennt man sie Pathanen.) Heute regelt die Verfassung Afghanistans, dass ALLE Bürger als Afghanen bezeichnet werden. Viele Ländernamen der Region tragen den persischen Suffix „-stan“. Der indo-iranische Ausdruck für einen „Platz oder Ort, an dem man steht“, wird mit „Land“ übersetzt.

Bete, dass das Land mit all seinen Stämmen das Evangelium hört.

Dienstag 18 Februar

Paschtunen – Ursprünge des heutigen Staates Afghanistan

„HERR, erhebe dich in deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht.“ (Ps. 21,14) Das Staatsgebiet liegt, geschichtlich die Großmächte betrachtet, zwischen Russland (N), Iran (W) und dem lange britisch dominerten Pakistan/Indien (S/O). In der Antike gehörte es zum Perserreich. Der Islam setzte sich nach der Invasion muslimischer Araber nur langsam im 10. Jhdt. durch. 1747 gründete der Paschtune A. S. Durrani das erste selbstständige, paschtunische Königreich. Nach vielen Kriegen wurde Afghanistan 1919 als Puffer zwischen den Großmächten gebildet.

Bete, dass sich Gottes Friedensreich im Land ausbreitet.

Mittwoch 19 Februar

Paschtunen – Armut, Säuglingssterblichkeit und Ausbildung

„Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein … bis an die Enden der Erde.“ (Sach. 9,10b) Die vielen inneren und äußeren bewaffnete Konflikte und Kriege seit 1978 führten zur Verarmung des Landes mit seinen 37 Mio. Menschen. Im Jahr 2017 hatte Afghanistan die weltweit schlimmste Kindersterblichkeit. Auf 100 Geburten kamen 11 Säuglinge ums Leben. Fast die Hälfte der Bevölkerung (UNDP-Bericht 2016 über die menschliche Entwicklung) ist unter 14 Jahren und braucht eine Ausbildung.

Bete für Frieden und für die Aussendung christlicher Mitarbeiter für die Kinder und Jugend.

Donnerstag 20 Februar

Paschtunen – Kleine Erweckungen in anderen Stämmen

„Und das Wort des Herrn breitete sich aus in der ganzen Gegend.“ (Apg. 13,49) Stammesdenken spaltet Afghanistan. Dari-sprechende Paschtunen und Persisch-sprechende Tadschiken sind sunnitische Muslime, die Hazara dagegen Schiiten. Diese Minderheit wurde durch den Roman „Der Drachenläufer“ bekannt. Mehrere tausend Afghanen, hauptsächlich Hazara und Tadschiken, begannen in den letzten Jahren Christus nachzufolgen. Dabei ist Afghanistan (World Watch List 2018) der zweitgefährlichste Ort, um als Christ zu leben. Keine Kirche trifft sich öffentlich.

Bete für weitere Rettung – auch unter Paschtunen.

Freitag 21 Februar

Paschtunen – Christliche Lehrer und Förderung gesucht

„Gott, von Jugend auf hast du mich gelehrt. Von deinen Wundern erzähl ich bis heute.“ (Ps.71, 17) Rahima (16) lebt in einer kleinen Stadt nahe Kabul. Sie kämpft täglich, die Aufgaben im Haushalt und für die Schule zu bewältigen. Rahima ist den Eltern dankbar, dass sie zur Sekundarschule darf. Dieses Privileg hatte ihre Mutter, die weder lesen noch schreiben kann, nicht. Die Klassen sind sehr groß. Manche Lehrer erscheinen kaum zum Unterricht. Sie braucht private Nachhilfe für die Prüfungen. Aber die Familie gibt ihr weniges Geld schon für die private Nachhilfe des Bruders aus.

Bete für die Sendung christlicher Lehrer.

Samstag 22 Februar

Paschtunen – Christliche Jugend- und Sozialarbeiter gesucht

„Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln.“ (Jes. 40,11a) Die jungen Paschtunen aus den südlichen Teilen Afghanistans fühlen sich wegen den andauernden Unruhen in ihrer Region vernachlässigt. Durch immer mehr zugängliche Technologien, vor allem das Internet, ist diese Generation über die Situation des Landes und den Rest der Welt besser informiert als je zuvor. Sie begegnen neuen Ideen, laden Musik und Videos herunter. Es gibt aber keine Programme, die sie anleiten, positiv Neues unter Beachtung der Kultur umzusetzen.

Bete für die Sendung von Jugendmitarbeitern.

Sonntag 23 Februar

Paschtunen – Langzeitmitarbeiter für Afghanistan gesucht

„Als ihn Aquila und Priszilla hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus.“ (Apg. 18,26) Farid hat interessante Internetseiten gefunden, die eine Botschaft der Hoffnung verbreiten. Er hat Teile eines Films über Isa Masih (Jesus Christus) auf sein Mobiltelefon heruntergeladen. Manchmal zeigt er sie seiner Schwester Rahima. Aber er traut sich nicht, sie seinen Eltern zu zeigen, weil sie das nicht gutheißen würden. Er wartet darauf, jemanden zu treffen, mit dem er gefahrlos diese neuen Ideen diskutieren kann.

Bete, dass sich Christen zu Farid, Rahima und den Eltern senden lassen.