Tägliches Gebet 18. - 24. Juni 2018 Der Tschad – offene, ungenutzte Türen in Armut und Wüste …

„… so lange, bis über uns ausgegossen wird der Geist aus der Höhe. Dann wird die Wüste zum fruchtbaren Land und das fruchtbare Land wie Wald geachtet werden. Und das Recht wird in der Wüste wohnen und Gerechtigkeit im fruchtbaren Lande.“ (Jesaja 32, 15 – 16)

Das Land Tschad im Herzen Afrikas ist etwa dreimal so groß wie Deutschland. Religiös-kulturell ist die Nation unterteilt in den hauptsächlich christlichen oder traditionell-animistischen Süden und den muslimischen Norden. Der Binnenstaat wird geprägt von der Wüste Sahara, die etwa die Hälfte seiner Fläche bedeckt. Das unterentwickelte Land kämpft mit kaum vorhandener Infrastruktur, internen Konflikten und extremer Korruption.

Trotz aller internen Probleme erlebt das Land zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit in den letzten 10 Jahren eine Zeit relativen Friedens und wirtschaftlichen Wachstums. Im Moment kämpft jedes der Nachbarländer - entweder mit Bürgerkrieg, totalem Chaos oder Terrorismus. Wie eine Insel ist der Tschad das einzige Land in der Region mit relativer Stabilität. Sieht man die Situation ringsum, so erkennt man jedoch, wie zerbrechlich die Freiheit hier ist. Keiner weiß, wie lange die Türen noch so offen stehen wie heute.

Darum ist es von hoher Wichtigkeit, dass diese offenen Türen genutzt werden, damit das Wort Gottes zu den vom Evangelium unerreichten Völkern des Tschads kommt.

Das Land braucht auch Menschen, die im Gebet in den Riss treten, damit die Türen für das Evangelium weiter offen bleiben, bis auch das letzte Volk erreicht ist. Damit die Wüste geistlich fruchtbar wird, müssen außerdem die Herzen von kleinen und großen Regierungsoffiziellen verändert und die weit verbreitete Korruption eingedämmt werden.

Montag 18 Juni

Tschad - Stolz und Vorurteil – oder: Botschafter der Versöhnung

Viele Menschen im Tschad haben in der Vergangenheit Unrecht erlebt: Da sind die christlichen oder animistischen Menschen aus dem Süden, die von meist muslimischen Menschen des Nordens als Sklaven verkauft und gebraucht wurden. Sie werden zum Teil bis heute als „Sklaven“ beschimpft. Andere Menschen litten unter den Demütigungen der weißen Kolonialherren.

Betet für Christen als Botschafter der Versöhnung, die keine Gräben vertiefen. Betet, dass Verletzungen der Vergangenheit geheilt werden. Betet, dass Muslime ihr Leben Jesus schenken und ihre Identität als freie Kinder Gottes finden.

Dienstag 19 Juni

Tschad - Stolz und Vorurteil – oder: Botschafter der Versöhnung

Selbst christliche Missionare fügten Menschen bewusst oder unbewusst Verletzungen zu. Heute empfindet sich die gesamte Nation gegenüber reichen westlichen Ländern als „hinterher“ und „rückständig“. Einzelne Stämme fühlen sich anderen aufgrund ihrer helleren Hautfarbe überlegen und verhalten sich auch so. Viele Menschen sind im Herzen verletzt. Botschafter Jesu aus westlichen Nationen stehen in der Gefahr, sich wegen Wissen, Technik, Moral oder Finanzen über die Menschen zu erheben.

Betet um Herzen voller Demut und tiefer Liebe. Betet um eine tiefe Einheit einheimischer und ausländischer Gläubiger.

Mittwoch 20 Juni

Tschad - Die südlichen und gemischten Stadtviertel von N´Djamena

So wie das Land ist auch die Hauptstadt in gewisser Weise geteilt. Es gibt Viertel, in denen Christen und Animisten aus dem Süden leben. Dort sind Kirchen - aber leider auch Kneipen - weit verbreitet. Sie ziehen Muslime aus dem Norden nicht an und werden oft als „moral-los“ gesehen. Außerdem gibt es Stadtviertel, wo sich die Bevölkerung mischt und die Nordviertel.

Betet, dass der HERR in christlichen Stadtvierteln Heiligungsbewegungen ins Leben ruft. Betet, dass die Christen dann mit neuer Retterliebe auf die Muslime zugehen. Betet, dass in den Mischvierteln Freundschaftsevangelisation beginnt.

Donnerstag 21 Juni

Tschad - Die nördlichen Stadtviertel von N´Djamena

In den Nordvierteln N´Djamenas will kein Christ leben will, da er hier gering geachtet wird. Auch Westler gibt es dort kaum, keine Kirchen und kaum missionarische Arbeit. Dabei leben hier Menschen von vielen unerreichten muslimischen Volksgruppen. Sie könnten in ihren Heimatgebieten nur unter allergrößten Anstrengungen erreicht werden. Im etwas liberaleren Klima der Hauptstadt sind sie freier, sich auf neue Gedanken einzulassen.

Möge Gott Mitarbeiter rufen, ihnen Liebe und Mut schenken, dort zu leben und zu arbeiten als Zeugnis für IHN. Möge ER Lehrer zum Gründen christlicher Privatschulen senden.

Freitag 22 Juni

Tschad – „Ich möchte nicht zurück!“ trotz muslimischem Druck

“Ich bereue nichts”, sagt mein Freund leidenschaftlich. „Komm zurück zum Islam“, sagte seine Verwandtschaft, „und wir werden dir helfen eine Frau und einen Job zu finden.“ Als er ablehnte, wurde er geschlagen und vom Haus seiner Mutter enterbt. Sie bedrohten sein Leben, aber er konnte entfliehen und verbrachte die Nacht bei Freunden in der Stadt. Seine Freunde jedoch realisierten, dass es für sie riskant war, ihn zu beherbergen und so baten sie ihn, woanders Unterschlupf zu suchen…

Betet für ehemalige Muslime, die meist völlig allein und „geistlich unterernährt“ als Christen leben, für Mut und Zuflucht.

Samstag 23 Juni

Tschad – Vom Evangelium unerreichte muslimische Völker

Es gibt sie, die muslimischen Volksgruppen, unter denen durch den Herrn Jesus Großes aufbricht. Wunderschöne Geschichten erreichen uns von zwei Gruppen, bei denen sich geistlich etwas tut. Aber es gibt auch weit über 40 Volksgruppen die noch nie - noch gar nie! - etwas von einem liebenden Gott in ihrer Sprache gehört haben und auch heute noch keine Chance dazu haben. Keine Geschichten aus Dschungel und Mittelalter… sondern von heute und hier… 4 - 8 Autostunden entfernt.

Bitte betet, dass der Herr mehr Arbeiter sende, denn die Ernte ist reif und Arbeit gibt es sooooooo viel. Lasst IHM „keine Ruhe“.

Sonntag 24 Juni

Tschad – Vom Evangelium unerreichte muslimische Völker

Im muslimischen Norden gibt es über 40 unerreichte Volksgruppen ohne Verschriftlichung der Sprache, ohne Übersetzungen von Bibelstellen. Es gibt keine Christen, die Jesu Liebe bezeugen. Es tut weh, dass es Gegenden gibt, wo Menschen Träume von Jesus haben, aber keinen finden, der ihnen von dem „Mann in weiß“, also dem Herrn Jesus, erzählen kann… keinen, der ihnen sagt, wo man Vergebung findet… keinen, der den Weg in die Ewigkeit zeigt.

Betet dringlich um Menschen, die bereit sind, ihre „Komfort-Zone“ zu verlassen und Jesu Liebe dort im Norden zu bezeugen, wo es bisher noch niemand getan hat.