19. - 25. Juli 2021 Tägliches Gebet

Montag 19 Juli

Afghanistan – Zunehmende Instabilität, Gewalt und Angst

"Rechne uns die Schuld der Väter nicht an, erbarme dich unser bald, denn wir sind sehr elend." (Psalm 79,8) Der Abbau ausländischer Streitkräfte führte zu immer noch mehr Gewalt und Instabilität in Afghanistan. Bspw. gab es im November 2020 in der Provinz Khorasan koordinierte Anschläge von Taliban und Kräften des Islamischen Staats im Irak und der Levante. 88 Menschen wurden getötet und 193 verletzt. Markante Orte, die zuvor als sicher galten, wurden unsicher. Die neue Qualität der Unsicherheit bringt dauerhafte Angst und Furcht mit sich.

Bitte Gott um Barmherzigkeit für Familien und Mütter in Angst.

Dienstag 20 Juli

Afghanistan – Im Stich lassen fortschrittlicher Afghanen

"Hat Gott vergessen, gnädig zu sein, oder sein Erbarmen im Zorn verschlossen?" (Ps. 77,10) Seit Monaten häufen sich Anschläge auf Medienvertreter, weibliche Staatsangestellte, Menschenrechtsaktivisten und Kritiker der Taliban. In Kabul wurden im Mai bei einem islamistischen Anschlag auf eine Mädchenschule 50 Menschen getötet. Obwohl der Bedarf ausländischer Hilfe für fortschrittliche Afghanen dringend ist, wird der Truppenabbau fortgesetzt. Die deutschen Soldaten wurden herausbefohlen. Bis 31.08. werden alle US-Truppen das Land verlassen.

Bitte um gnädige Hilfe des Herrn Jesus für allein Gelassene.

Mittwoch 21 Juli

Afghanistan – Mut machende Entwicklungen im Umfeld

"Friede, Friede denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der HERR; ich will sie heilen." (Jes. 57,19b) Frieden erscheint für Afghanistan nur wie eine ferne Hoffnung. Aber Gott schafft dennoch Neues. Mitarbeiter aus Nachbarländern Afghanistans berichten, dass afghanische Flüchtlinge offener als je zuvor für das Evangelium sind. Einer der Beweggründe des Umdenkens kann dabei gerade die sichtbar ausufernde Brutalität des Islamismus sein. Dutzende von Afghanen mit muslimischem Hintergrund wurden Nachfolger Jesu Christi. Ihre Zahl vervielfacht sich.

Bete für Schutz und Ausweitung zur Erweckung.

Donnerstag 22 Juli

Afghanistan – 18 Mio. Paschtunen mit Evangelium erreichen

„Ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde." (Jes. 49,6b) Die Paschtunen sind mit 16 – 18 Mio. die größte und dominierende Volksgruppe Afghanistans. Jahrhundertelang wurden sie einfach «Afghanen» genannt. Heute bezieht sich "Afghanen" jedoch meist auf alle Völker des Landes. Es gibt noch einmal doppelt so viele Paschtunen in Pakistan, konzentriert im Nordosten. Denn jahrelange Konflikte zwangen Tausende zur Flucht aus der Region. Paschtunen sprechen verschiedene Dialekte von Paschtu.

Bete für mehr Mitarbeiter zur Errettung der Paschtunen.

Freitag 23 Juli

Afghanistan – Das Selbstverständnis der Paschtunen

„Als Samuel Saul sah, tat ihm der HERR kund: Siehe, das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, dass er über mein Volk herrschen soll." (1. Sam. 9,17) Paschtunen glauben, dass sie von verlorenen Stämmen Israels abstammen und Nachkommen König Sauls sind. Sie sind raue, fleißige Menschen, die Kinder lieben, aber nur schwer für sie sorgen können. Sie lieben Poesie und Musik. Sie sind strenge Muslime, verstecken ihre Frauen und zelebrieren männlichen Mut und Ehre. Es ist ein zentrales Element ihres Ehrgefühls, ihre Gäste gut zu behandeln.

Bete, dass sie im Gott Israels und in seinem Messias das Heil finden.

Samstag 24 Juli

Afghanistan – Fortschritte des Evangeliums unter Paschtunen

"Mein Wort wird nicht leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende." (Jes.55,11) 2019 wurde eine lang erwartete neue Bibelübersetzung im pakistanischen Paschtu-Dialekt eingeführt! Auch evangelistische Materialien sind zunehmend über Satelliten-TV und Internet zugänglich. Sie werden außerhalb der Kontrolle der Mullahs auf Apps heruntergeladen. Es gibt trotz Verfolgung durch Familien und Stamm ein «Rinnsal» von Menschen, die zu Christus kommen, und sogar verborgene Versammlungen von Gläubigen.

Bete für ihre Stärkung und Ausbreitung.

Sonntag 25 Juli

Afghanistan – Rückfinden zu gewaltfreien Konfliktlösungen

„Das sollt ihr tun: Rede einer Wahrheit mit dem andern und richtet recht, schafft Frieden in euren Toren." (Sach. 8,16) Primäre Identität von Paschtunen ist es, eifrige Anhänger Mohammeds zu sein. Sie schlugen Wellen ausländischer Invasoren zurück. 30 Konfliktjahre zerstören kulturelle Identität und Stammesordnung. Nur wenige Dörfer haben noch Ältestenräte (Jirga). Es gibt kaum kulturelle Ressourcen, Konflikte friedlich beizulegen. Die Taliban sind eine paschtunische religiöse Bewegung. Sie will das harte Scharia-Gesetz durchsetzen.

Erbitte Älteste des Friedens, die auch Jesus als ihren Messias begrüßen.