Tägliches Gebet 21. - 27. Mai 2018 Ramadan 2018 – 30 Tage Gebet für die islamische Welt

»… und sie sangen ein neues Lied: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen.« (Offenbarung 5, 9)

Liebe Freunde und Beter,

es wird geschätzt, dass 2017 eine Million Christen an der Aktion «30 Tage Gebet für die islamische Welt» teilgenommen haben. Anstoß zu dieser Gebetsinitiative gab vor 25 Jahren eine kleine Gruppe von Menschen. Sie fühlten sich herausgefordert, die muslimische Welt durch Gottes liebende Vateraugen zu betrachten und für die Verbreitung des Evangeliums zu beten.

Die Rückmeldungen von Betern rund um den Globus sind überaus ermutigend: Mit dem Gebetsheft oder Gebets-Apps 30 Tage zu beten, scheint vielen das Herz für Muslime geöffnet und ein besseres Verständnis für sie gegeben zu haben. Es ist eine Herausforderung, einen objektiven, ungetrübten Blick auf Muslime zu behalten, den Blick der Retterliebe des Herrn Jesus.

Die Herausgeber der 30-Tage-Initiative während des Ramadans haben sich entschlossen, den Schwerpunkt dieses Jahr auf einen Bereich zu legen, zu dem wir alle einen Bezug haben: die Familie. Normalerweise ist sie Ursprung unseres Glaubens, unserer Werte und Prägungen. Wir hoffen, dass du entdeckst, wie unterschiedlich muslimische Kulturen Familientraditionen vorgeben. Wir werden sehen, was uns mit muslimischem Familienverständnis verbindet oder von ihm unterscheidet. All das möge uns in der Fürbitte zur Rettung von Muslimen inspirieren und uns anspornen, die frohe Nachricht von Jesus Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes, weiterzugeben. Danke, dass du mitbetest!

Montag 21 Mai

Ramadan, Tag 6 – Pattani-Malaien in Südthailand

Die Provinz Pattani im Süden Thailands gilt seit der Ankunft muslimischer Händler im 14. Jhdt. als eine der „Wiegen“ des Islam in Südostasien. Die etwa 2 Mio. Pattani-Malaien sind Muslime im mehrheitlich buddhistisch-animistischen Land. Sie leben als Fischer in Dörfern, sind begabte Handwerker, bekannt für ihre farbenfrohen „Koale“-Boote und Batik-Stoffe, sowie für die Kampfart „Silat“. Es herrschen Armut, Unruhen, Drogenmissbrauch, Arbeitslosigkeit und muslimische Unabhängigkeitsbestrebungen.

Betet, dass die muslimischen Fischer in Pattani Jesus als Retter finden und zu Menschenfischern werden.

Dienstag 22 Mai

Ramadan, Tag 7 – Die Wolof in Westafrika

Die Wolof fristen ihr Dasein als Bauern am Rand der Sahara Senegals und Gambias. Sie versuchen dem Boden Hirse, Weizen und Nüsse abzugewinnen, sind gastfreundlich, humorvoll und großzügig trotz eigenem Mangel. Kolanüsse, sog. „Guru“, sind Symbol für Beziehung und Respekt. Man überreicht sie dem Vater, wenn man um seine Tochter wirbt. Bei Umzug oder Handel drücken sie Ehre und den Wunsch nach Frieden und Einheit aus. Unter den 5 Mio. Wolof beeinflusst der Islam den gesamten Alltag.

Es gibt nur etwa 150 Nachfolger Jesu. Betet für Jesu Frieden in den Ländern, Beziehungen und Herzen der Wolof.

Mittwoch 23 Mai

Ramadan, Tag 8 – Die Chiwars in Zentralasien

Die 70.000 Chiwars (Name zur Sicherheit verändert) leben im kargen Hochgebirge in vier verschiedenen Ländern. In der armen Minderheitengruppe sind Kinder- und Müttersterblichkeit sehr hoch, die Alphabetisierungsrate ist sehr gering. Fast alle Chiwars sind Ismaeliten, eine Abspaltung der Schiiten. Aberglaube und Rituale zum Schutz vor bösen Geistern spielen eine große Rolle. Büsche, mit Stofffetzen behängt, sind als Gebetsorte erkennbar.

Aber in den letzten Jahren haben viele erlebt, wie Gebete im Namen Jesu erhört wurden. Bete, dass sie von Herzen an Jesus gläubig werden!

Donnerstag 24 Mai

Ramadan, Tag 9 – Medien zur geistlichen Erweckung der Araber

Viele Araber besitzen – selbst in Kriegsgebieten – ein Smartphone. Soziale Medien erreichen Muslime selbst in verschlossenen Ländern wie Saudi Arabien oder Jemen. Islamismus, Terror und Gewalt ernüchtern viele Muslime und machen sie offen für Veränderungen.

Betet für Hayat Live TV, einen arabischen Fernsehsender, der die Gute Nachricht von Jesus Christus über Satellit weltweit ausstrahlt. Betet, dass die vielen ehemaligen Muslime, die durch Medien zum Glauben an Jesus gekommen sind, beschützt bleiben, einander kennenlernen, sich gegenseitig ermutigen und im Glauben wachsen.

Freitag 25 Mai

Ramadan, Tag 10 – Die Soninke in Westafrika

Die 2,5 Mio. Soninke waren eine der ersten Volksgruppen in Westafrika (Mali, Senegal u.a.), die den Islam annahmen. Sie sind bis heute stolz darauf. Es gibt die Legende von der Riesenschlange Bida. Sie unterdrückte die Menschen, war aber auch beschützende Macht des Reiches. Als ein junger Soninke sie besiegte, zerfiel das Reich. Erst in den 80er Jahren begann der christliche Dienst unter den Soninke. Nur etwa 100 verstreute Jesus-Nachfolger sind bekannt. Viele werden wegen ihres neuen Glaubens unter Druck gesetzt.

Betet für die Schulung der Jesus-Nachfolger, Mut zum Zeugnis und Freude trotz Anfeindungen.

Samstag 26 Mai

Ramadan, Tag 11 – Muslime in Österreich

In Österreich leben etwa 574.000 Muslime (7 % der Bevölkerung), zumeist türkische „Gastarbeiter“. Wegen der zuletzt gekommenen muslimischen Immigranten unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung laufen viele Diskussionen. In Wien gibt es Stadtteile mit so starkem muslimischem Einfluss, dass sich andere Wiener nicht mehr heimisch fühlen. Radikalisierungen und wenig Kontakt zu Einheimischen verstärken das.

Betet für Christen im ganzen Land, die sich dennoch in tiefer Liebe dafür einsetzen, dass Muslime von der Hoffnung des Evangeliums erfahren.

Sonntag 27 Mai

Ramadan, Tag 12 – Religiöse Türken

Am 29. Mai 1453 wurde Konstantinopel, die Hauptstadt des Byzantinischen Reiches von den Osmanen erobert. Der Eroberer Sultan Mehmet verrichtete nach dem Gemetzel als Erstes das Namaz (rituelles Gebet) in der Hagia Sophia. Dieser Sieg über das Christentum hat für religiöse Türken identitätsstiftende Bedeutung. Die aktuellen politischen Ver-werfungen und Menschenrechtsverletzungen in der Türkei zeigen aber, dass das zur Einheit des Landes nicht ausreicht.

Betet, dass viele Türken die Bibel lesen, Jesus ihnen begegnet und sie durch den Glauben an Jesus als Herrn und Erlöser zu echter Brüderlichkeit kommen.