21.–27. September 2026 Tägliches Gebet

Montag 21 September

Quetta – Tor Pakistans zu Afghanistan und Iran

Ihre Tore sollen niemals geschlossen werden den ganzen Tag; denn dort wird keine Nacht sein. (Offb 21,25) Quetta ist Hauptstadt der pakistanischen Provinz Belutschistan und auch deren wichtigstes Verwaltungs-, Handels-, Bildungs- und Militärzentrum sowie ein bedeutendes Tor zu den beiden verschlossenen Ländern Afghanistan und Iran. 2026 dürfte die Bevölkerung, abhängig von der Abgrenzung von Stadt und Distrikt, über 2,5 Mio. liegen. 2017 betrug die Religionsverteilung im Distrikt ca. 99 % Muslime (2,2 Mio.) und 1 % Christen (30.000).

Bete, dass sich Quettas Tore und die Grenzländer für Arbeiter öffnen.

Dienstag 22 September

Quetta – Christliche Minderheit 3fach von Muslimen getrennt

Da ist weder Jude noch Grieche, …; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus. (Gal 3,28) Rund 99 % der in Quetta lebenden Christen sind ethnisch-punjabischer Herkunft. Ihre Vorfahren wanderten während der britischen Kolonialzeit oder nach Indiens Teilung aus der Provinz Punjab nach Belutschistan ein. Da sie keine ethnischen Belutschen oder Paschtunen sind, unterscheidet sich die christliche Gemeinde Quettas durch den Glauben UND sprachlich (zu Hause Punjabi oder Urdu) UND kulturell fundamental von der muslimischen Bevölkerung.

Bete, dass das Evangelium Rettung wirkt und die Trennungen überwindet.

Mittwoch 23 September

Quetta – Christliche Armut für Muslime unattraktiv

Ich kenne deine Werke, deine Drangsal und deine Armut - du bist aber reich! und die Lästerung der Menschen. (Offb 2,9) Historisch stammen über 90 % der Christen Pakistans von Konvertiten aus der niedrigen Hindu-Chuhra-Kaste („Unberührbare“) ab. Diese soziale Prägung wirkt in Quetta nach: Ein Großteil der wenigen Christen arbeitet im Niedriglohnsektor, insb. bei der Müllabfuhr, als Straßenkehrer oder im Sanitätsdienst. Christen sind sehr oft arm und Analphabeten. Nur wenige arbeiten in Bildungs- und Gesundheitswesen oder bei der Eisenbahn.

Bete, dass Muslime den Reichtum Christi dahinter erkennen.

Donnerstag 24 September

Quetta – Christliche Angst vor Diskriminierung und Verfolgung

Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe. (2Tim 4,2) Bei den digitalen Volkszählungen registrieren sich viele Christen aus Angst vor Diskriminierung und Verfolgung und bürokratischen Hürden nicht korrekt. (Zensus 2023: nur 0,05 % im Distrikt, tatsächlich: ca. 30.000.). Die wenigen Christen Quettas teilen sich in 50 % der protestantischen Union der „Church of Pakistan" und 50 % römisch-katholischer Kirche. Daneben existieren sehr wenige evangelikale Gemeinden. Christen sind kaum evangelistisch wirksam.

Bete für Mut zum Zeugnis an Muslime und die Sendung von Evangelisten.

Freitag 25 September

Quetta – Zerbrechlicher Friede im Wohnort großer Völker

Du bist mein Schutz, du behütest mich vor Bedrängnis, du umgibst mich mit Rettungsjubel! (Ps 32,7) Quetta ist eine Stadt mit vielen vom Evangelium unerreichten Völkern – Belutschen, Paschtunen, Hazara und afghanische muslimische Familien –, von denen jede ihre eigene Geschichte von Kampf mit sich trägt. Gewalt und Angst haben fast jeden Haushalt getroffen. Nach Anschlägen öffnen die Märkte wieder. Nach der Trauer kehren die Kinder in die Schule zurück. Täglich erklingt der Klang des Gebets, doch der Frieden fühlt sich zerbrechlich an.

Bete für Jesu Rettungsjubel in Quetta und Schutz der Geretteten.

Samstag 26 September

Quetta – Starkes sunnitisches aber auch schiitisches Zentrum

Sie sahen, dass mir das Evangelium für die Unbeschnittenen anvertraut war ebenso wie Petrus das für die Beschnittenen! (Apg 9) Joshua Project schätzt im Distrikt Quetta 3,3 Mio. Menschen und klassifiziert alle 96 größeren Volksgruppen als vom Evangelium unerreicht. Quetta ist Zentrum der sunnitischen Paschtunen und Belutschen / Brahui; aber auch der schiitischen Hazara mit ethnischen, sprachlichen und konfessionellen Unterschieden. Es gibt 112.000 afghanische Kuchi, 111.000 Brahui und 74.000 Hazara. Auch kleine Baloch-Gruppen wie die Baloch Bugti leben hier.

Bete, dass alle das Evangelium hören!

Sonntag 27 September

Quetta – Hartes, ehrliches Leben voller Kampf

Jesus sagt: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! (Mt 11,28) Ich lebe in Quetta – einer Stadt, die von Bergen, Staub und dem Kampf ums Überleben geprägt ist. Umgeben von schroffen Hügeln und nahe der afghanischen Grenze fühlt sich Quetta an wie der Rand der Welt. Lastwagen rumpeln vorbei und transportieren Waren und Geschichten aus fernen Ländern. Flüchtlinge treffen still ein, mit dem Verlust in ihren Augen. Das Leben hier ist hart, aber es ist ehrlich. Die Menschen halten durch, weil sie es müssen.

Bete für Arbeiter und dass die Menschen Quettas Jesus finden.