22.–28. Januar 2024 Tägliches Gebet

Montag 22 Januar

Iraq – Trauer um die Tötung von Imam Hussein

„Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen.“ (Jes 53,4) Am 10. Tag des 1. Monats des islamischen Kalenders (Ashura) trauern schiitische Muslime um den Tod einer ihrer wichtigsten Persönlichkeiten: Imam Hussein. Der Enkel des Propheten Mohammed wurde mit seiner Familie und nahen Anhängern in der irakischen Stadt Karbala getötet. Jedes Jahr versammeln sich schiitische Muslime auf den Straßen und kasteien sich zum Gedenken an das Leid ihres Volkes.

Bete, dass sie Schmerzen und Leid Jesus geben im Gebet.

Dienstag 23 Januar

Iraq – bis zu 500 km Weg zur Arba'een-Pilgerfahrt

„Weil Jesus müde war von der Reise, setzte er sich an den Brunnen; es war um die 6. Stunde.“ (Joh 4,6) In den 40 Tagen nach Ashura kommen Schiiten aus vielen Nationen, um an der Arba'een-Pilgerfahrt teilzunehmen. Viele wandern über den Irak, einige bis zu 500 km zum Grab von Imam Hussein in Karbala. Die Straßen sind mit Pilgern überschwemmt, die entlang der Straßen in Zelten schlafen. Sie essen an Pilgeressensständen, die schiitische Spender kostenlos zur Verfügung stellen.

Bete, dass auch Christen gute Kontakte zu ihnen gelingen.

Mittwoch 24 Januar

Iraq – Trauer und Hoffnungslosigkeit bei vielen Schiiten

„Um zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer gegeben werden.“ (Jes 61,3a) Es wird gesagt, dass schiitische Muslime in einem ständigen Zustand der Trauer sind, da diese Theologie tief in ihre religiöse Kultur eindringt. Natürlich wurde dieser Zustand der Trauer für die irakischen Schiiten durch jahrzehntelangen Krieg und Unterdrückung noch verschlimmert. Viele kämpfen mit Gefühlen der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung.

Bete, dass sich die Trauer in Jesus Christus in Freude verwandelt.

Donnerstag 25 Januar

Iraq – Hunger nach dem Evangelium aber kaum Arbeiter

„Herr, worauf soll ich hoffen? Meine Hoffnung gilt dir allein!“ (Ps 39,8) Nach Jahrzehnten Krieg wirken viele Menschen niedergeschlagen und müde, ohne Hoffnung. Und doch beginnt auch ein Hunger nach dem Evangelium zu erwachen. Leider fehlen massiv Arbeiter des HERRN vor Ort. Die wenigen Arbeiter können nicht alle guten Reaktionen auf Social-Media-Aktionen aufgreifen, noch können sie alle persönlichen Freundschaften ausreichend pflegen.

Bete, dass mehr Christen für Seelsorge und Evangelium in den Irak gesendet werden.

Freitag 26 Januar

Libyen – 2 Regierungen und viele unkontrollierte Gruppen

„Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen.“ (Ps 133,1) Das zu 97 % muslimische Libyen („Dawlat Libia“) ist seit 2011 offiziell parlamentarische Republik. Vorher unter Gaddafi nannte es sich „Volksrepublik“ („Dschamahirija“). Seit März 2022 gibt es 2 Regierungen im Land: die international als Ansprechpartner betrachtete Government of National Unity (GNU) in Tripolis und eine Government of National Stability (GNS) mit Sitz in Sirte.

Bete, dass Libyen zu Einheit und Stabilität findet.

Samstag 27 Januar

Libyen – Hohe Gefahren für Ausländer und Christen

„Bete für alle Hoheit, damit wir ein ruhiges Leben führen können in Gottesfurcht.“ (1Tim 2,2b) In Libyen gibt es kein staatliches Gewaltmonopol. Die Sicherheitskräfte sind gespalten, eine neue militärische Eskalation ist nicht auszuschließen. Ganze Gebiete werden von bewaffneten Gruppen kontrolliert, die sich der Aufsicht durch Regierungsstellen verweigern. Es kann zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen, von denen auch Ausländer betroffen sind. Öffentlich wirksame Christen sind hoch gefährdet.

Bete im Glauben nach 1 Tim 2,2.

Sonntag 28 Januar

Libyen – 20 Volksgruppen ohne einen bekannten Christen

„Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er gerettet werden.“ (Joh 10,9) Trotz großer Schwierigkeiten ist die Verkündigung des Evangeliums in Libyen enorm wichtig. Denn von den 7 Mio. Libyern, aufgeteilt in 44 Volksgruppen, ist die übergroße Mehrheit vollkommen vom Evangelium unerreicht. Sie geht ewiger Verlorenheit entgegen. In 20 Volksgruppen ist nicht ein einziger Christ bekannt. Das größte völlig vom Evangelium unberührte Volk sind 0,63 Mio. Sanusi Beduinen.

Bete für die Sendung von Arbeitern zu den 20 Völkern.