22. - 28. Juni 2020 Tägliches Gebet

Montag 22 Juni

Tschad – Armes Land mit 3 Regionen

„Das Verlangen der Elenden hörst du, HERR; du machst ihr Herz gewiss, dein Ohr merkt darauf.“ (Ps. 10,17) Im Tschad leben 16 Mio. Menschen aus 200 Stämmen. Sie sprechen 120 Sprachen und Dialekte. Es gibt drei Regionen: Wüste im Norden, trockene Sahel-Region in der Mitte und fruchtbarere Savanne im Süden. Der Norden ist von Muslimen bewohnt, der Süden hauptsächlich von Christen und Animisten. Es ist eines der ärmsten Länder der Welt und litt jahrzehntelang unter Krieg, Hunger, Epidemien, Dürren und Überschwemmungen.

Bete für Mitarbeiter und Erweckung von Süd bis Nord im Tschad.

Dienstag 23 Juni

Tschad – Spannungen wegen Weideland und Islamismus

„Lass ab vom Bösen und tu Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps. 34,15) Im letzten Jahr war seit August im Norden und Osten der Ausnahmezustand ausgerufen, nachdem mehr als 50 Menschen bei Kämpfen in der Gegend von Sila getötet wurden. Weideland-Spannungen und Islamismus führen seit Jahren zu tödlichen Zusammenstößen zwischen sesshaften Bauern und nomadischen meist islamistischen arabischen Hirten. Es gibt einen Zustrom von Waffen aus Konfliktzonen im benachbarten Libyen, der Zentralafrikanischen Republik und dem Sudan.

Bete, dass die Stämme in Jesus dauerhaften Frieden finden.

Mittwoch 24 Juni

Tschad – etwa 31 Volksgruppen vom Evangelium unberührt

„Ich bin rein vom Blut aller; denn ich habe nicht unterlassen, euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen.“ (Apg. 20,26-27) Der Tschad hat 77 vom Evangelium unerreichte Völker, sogar 31 völlig unberührte wegen Feindschaften, Islamismus, Sprache und Geografie. Dabei ist es eine der wenigen muslimischen Nationen (57% Muslime), die offen für christliche Mitarbeiter sind. Gelobt sei Gott, dass so unerreichte Menschen oft zum ersten Mal das Evangelium hören. Wegen Covid haben leider viele Ausländer das Land verlassen.

Bete um mehr Mitarbeiter und Verkündigung für Unerreichte.

Donnerstag 25 Juni

Tschad – Die offene Tür unter den Makanesen

„Uns hat sich eine große Tür für effektives Arbeiten geöffnet.“ (1.Kor. 16,9) Die 1 Mio. Makanesen (KEIN echter Name, um Arbeiter des HERRN zu schützen) sind zu 99,9% Muslime. Es ist eine unerreichte Volksgruppe und einer der größten Stämme der Region. Sie leben vor allem im Osttschad, an einem der unzugänglichsten Orte der Erde. Ihr Heimatgebiet ist zwischen Osttschad und Westsudan gespalten. Im Darfur-Krieg wurden sie in viele Länder verstreut. 150.000 kamen in Lager im Sudan. Sie sind extrem arm.

Bete für die Arbeit unter ihnen.

Freitag 26 Juni

Tschad – Dringend Mitarbeiter für die Makanesen gesucht

„Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ (Mt. 9,38). Die Makanesen (Name geändert) hatten noch nie die gute Nachricht von Jesus Christus gehört. Es war sehr aufregend, dass Anfang letzten Jahres einige Gottsuchende regelmäßig die Bibel studierten und einige sich taufen lassen wollten! Es werden mehr Arbeiter benötigt, um das Volk zu erreichen. Man muss für gute Beziehungen erst Französisch (Verwaltung), dann Arabisch (Handel) und Makanesisch (Stammessprache) lernen und im Bereich Wasser, Gesundheit oder Bildung arbeiten.

Bete für die Entsendung von Mitarbeitern.

Samstag 27 Juni

Tschad – Borkou-Region und das Volk der Teda

„Er (Jesus) soll die Starken zum Raube haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat.“ (Jes 53,12b) Die Borkou-Region liegt in der Sahara im Norden des Tschad. Die Mehrzahl der 85.000 unerreichten Teda lebt an der libysch-tschadischen Grenze. Alle sind Muslime. Ihre raue Umgebung, extreme Armut und abgelegene Lage machen sie zu einem sehr harten Volk, das oft gewalttätige Zusammenstöße mit benachbarten Stämmen hat. Sie sind Hirten, 1/3 Nomaden, die anderen semi-nomadisch. Für landwirtschaftliche Arbeit halten sie Sklaven.

Bete für Mitarbeiter, Zugang zum Volk und ihre Rettung.

Sonntag 28 Juni

Tschad – Das harte Leben der muslimischen Teda

„Denen nichts von ihm verkündigt worden ist, die sollen sehen, und die nichts gehört haben, sollen verstehen.“ (Röm. 15,21b) Der älteste Mann einer Teda-Familie hat Autorität bis zum Tod. In der Regenzeit bewohnen Semi-Nomaden runde Hütten mit Stein- oder Schlammwänden und kegelförmigen Strohdächern. Nomaden leben in rechteckigen oder ovalen Zelten. Manchmal dienen Höhlen als Unterschlupf auf der Weide-Suche. Grober Sport und Gewalt sind Bestandteile des Lebens. Auch Frauen tragen Dolche. Männer mischen sich nicht in einen Kampf zwischen zwei Frauen ein.

Bete um Pioniere Gottes für die Teda.