Tägliches Gebet 23. - 29. April 2018 Oman – Gebet für die Omani im „Traumsultanat“

» Der HERR hat den Stock der Gottlosen zerbrochen, die Rute der Herrscher. Der schlug die Völker im Grimm ohne Aufhören und herrschte mit Wüten über die Nationen und verfolgte ohne Erbarmen. « (Jes. 14,5-6)

Aufgrund der Lage im Südosten der arabischen Halbinsel war Oman mit der Halbinsel, mit Persien und den Tälern des Euphrat verbunden. Omanische Sultane herrschten über die ostafrikanische Küste und bestimmten bis 1856 den Sklavenmarkt Sansibars. Belutschi und Jemeniten dienten als Söldner. Afrikanische Stammesoberhäupter zahlten ihnen Tribut und lieferten Zwangsarbeiter. Mitte des 19. Jhdt. hielten sich die Omanis 500.000 Sklaven bei 1,7 Mio. anderer Bevölkerung. Durch Sklavenarbeit wuchsen auf dem fruchtbaren Boden Baumwolle, Weintrauben und Weizen. Sklaven dienten auch als Seemänner und Austerntaucher. Wenn sie nicht gerade Krieg führten, konnten die arabischen Herren der Faulheit frönen.

Mitte des 20. Jhdt. wurde Erdöl gefunden, so dass Oman schnell zu einem der wohlhabendsten Länder der Welt wurde. Dennoch blieb die Sklaverei. Das Schulsystem war von Koranschulen geprägt, landesweit gab es kaum Elektrizität. 1970 wurde der amtierende Sultan von seinem Sohn in einem unblutigen Staatsstreich mit Hilfe englischer Offiziere abgesetzt. Er öffnete das Land, schaffte die Sklaverei ab und modernisierte es zu einem Wohlfahrtsstaat mit guter Infrastruktur, Sozial-, Gesundheits- und Bildungssystem. Es blieb aber eine autokrate Monarchie ohne Parteien, sowie mit dem Islam als Staatsreligion. In den letzten 30 Jahren verdoppelte sich die Bevölkerung auf 4,5 Mio. (50 % sind unter 16 Jahre alt, 45% Ausländer.) Das konservativ islamische Wertesystem, Druck der Familien und starker Materialismus widerstehen dem Evangelium.

Trotz ausländischer Kirchen gibt es nur sehr wenige einheimische Christen. Es braucht viel Gebet, damit auch gilt: „Nun hat Ruhe und Frieden (mit Gott) alle Welt und jubelt fröhlich. (Jes. 14, 7)“!

Montag 23 April

Oman – Gebet für von Gott vorbereitete, suchende Menschen

Die Ibaditen sind eine besondere Form des Islams, der im Oman 75 % der Bevölkerung zuzurechnen sind. Das konservativ muslimische Wertesystem ermöglicht Glaubensgespräche. Der im Öl gegründete Materialismus lässt aber die Inhalte eher formal und theoretisch bleiben, ohne wirkliches Interesse des Gegenübers. Aber wenn Gott Menschen vorbereitet, kommen sie mit wirklichen Fragen und sind offen für IHN.

Betet, dass Christen von Gott vorbereitete Menschen treffen, die mit wirklichen Fragen kommen und offen für IHN sind. Betet, dass der HERR in die Herzen spricht und sie auch SEIN Wort studieren.

Dienstag 24 April

Oman – Überwindung der materialistischen Selbstzufriedenheit

Der Ölreichtum und die modernen Reformen seit den 1970er Jahren zum Nutzen der einheimischen Bevölkerung haben zu einer großen Selbstzufriedenheit unter den Omanis geführt. Der über Jahrhunderte gelebte Sklavenhalterstatus wurde ohne echte Reue und Buße beiseite getan. Man muss automatisch an die Worte des Herrn Jesus denken, wie schwer es ein Reicher hat, in das Himmelreich zu kommen. Ausländer, die hier verschiedene Arbeiten ausführen, sind eher am Wort Gottes interessiert.

Betet, dass der HERR die Selbstzufriedenheit und das Desinteresse der Omanis am Studium SEINES Wortes überwindet.

Mittwoch 25 April

Oman – Notwendigkeit des Opfers für Vergebung erkennen

Das Eingestehen einer Schuld oder gar die Erkenntnis, dass jemand für ihre Schuld bezahlen muss, fällt Omanis extrem schwer. Sie sehen sich in einem sehr guten Licht und sind wegen des Gasreichtums gewohnt, alles selbst bezahlen zu können. Die gängige Meinung ist, wenn überhaupt notwendig, könne Gott ihnen auch ohne Opfer durch sein bloßes Wort vergeben.

Betet, dass Gott Einheimischen die Notwendigkeit verdeutlicht, dass jemand für ihre Schuld bezahlen muss. Betet, dass es gelingt in Gesprächen das Opfer des Herrn Jesus für ihre Schuld zu erklären. Betet, dass sie das Opfer für sich annehmen.

Donnerstag 26 April

Oman – Nutzung von Internet und Sozialen Medien

Die Mehrheit der Bevölkerung lebte noch in den 1970er Jahren ohne Strom. Seitdem hat die Technisierung das Leben der Omanis wesentlich und grundlegend verändert. Heute sind Handys im gesamten Land vollkommen normal. Internet und soziale Medien bestimmen einen großen Teil der Zeit, sowohl von jungen als auch von älteren Omanis.

Bete, dass die neuen Medien dazu führen, dass viele Omanis der Wahrheit und dem Glauben an den Herrn Jesus begegnen. Bete, dass sie sich tiefer informieren und durch Gottes Geist zur Rettung finden. Bete, dass sie den Kontakt zu Christen im Land suchen.

Freitag 27 April

Oman – Gebet für das Staatsoberhaupt

Sultan Qabus wurde 1970 Staatsoberhaupt. Er hält sich seit 2014 wegen großer Gesundheitsprobleme immer wieder in Deutschland auf und residiert in Garmisch-Partenkirchen. Er ist gleichzeitig Staatsoberhaupt, Ministerpräsident, Außen-, Verteidigungs- und Finanzminister. Doch nutzte er das zur Bewahrung ethnisch-konfessioneller Vielfalt. Seine erfolgreiche Wirtschafts-, Entwicklungs- und kooperative Außenpolitik, samt internationaler Vermittlerrolle wurden berühmt. Christliches Zeugnis darf zumindest an dafür registrierten Orten weitergegeben werden.

Bete für seine Gesundheit, seine ewige Rettung und einen guten Nachfolger.

Samstag 28 April

Oman – Gebet für einheimische Christen

Das geistliche Klima wird mit einem harten, trockenen Boden verglichen. Es gibt nur eine Handvoll omanischer Christen im Land. Das zeigt, was für einen großen geistlichen Schritt sie gegangen sind. Bei Bekanntwerden ihrer Glaubensentscheidung drohen schwerwiegende Probleme mit den islamischen Familien und Nachteile im Alltag.

Danken Sie dem Herrn für die Omanis, die Jesus als den Sohn Gottes und ihren König anerkannt haben. Beten Sie für Mut, ihr neues Leben mit anderen zu teilen. Beten Sie für Schutz der neugeborenen Christen und für die, von denen sie das Evangelium erhalten haben.

Sonntag 29 April

Oman – Gebet für Zeltmacher

Die wenigen Zeltmacher dienen dem Herrn unter schwierigen Umständen. Ihnen fehlt oft die Gemeinschaft mit anderen Christen. Sie fühlen sich einsam und manchmal sogar vom „freien“ Teil des Leibes Christi vergessen. Die Resistenz vieler Omanis gegen die Frohe Botschaft kann ermüden. Der Materialismus kann verführen.

Danken Sie dem Herrn für treue Zeltmacher, die ihm selbst in schwierigen Umständen weiter im Oman dienen. Beten Sie dafür, dass der Herr sie ermutigt. Beten Sie, dass Jesus den harten Boden aufweicht und seinen Heiligen Geist über die Nation ausgießt - wie einen Regen in der Wüste.