24. - 30. Juni 2019 Tägliches Gebet

Montag 24 Juni

Nördliche Jemeniten: Ende des Krieges und christliche Hilfe

„…, der den Kriegen ein Ende macht in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt ...“ (Psalm 46,10) Nach Medienberichten nimmt die Gewalt in Jemens Hauptstadt Sanaa wieder zu. Die von Saudi-Arabien angeführte Kriegs-Koalition bombardiert (iranisch orientierte) Huthi-Stellungen, Fabriken und Raketenabschussrampen. Viele Geschäfte sind seit langem zerstört. Aber über die größte humanitäre Katastrophe der Welt mit Mio. Leidenden, Cholera- und Hungertoten wird weiterhin kaum berichtet.

Bete für baldigen Frieden im Jemen und für christliche Hilfsorganisationen, dass sie im Land wirken können.

Dienstag 25 Juni

Nördliche Jemeniten: Vorbereitung auf Zeiten besserer Hilfe

„Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, …“ (Jes. 61,1) Kein Krieg kann ewig dauern. Es ist wichtig, auf den Moment vorbereitet zu sein, wenn den Millionen leidenden Menschen wieder umfassender und dauerhafter geholfen werden kann. Auch befinden sich einige der weltweit größten vom Evangelium unberührten bzw. unerreichten Volksgruppen im Land. Neben dem Hunger- und Krankheitstod ist auch der ewige Tod zu überwinden.

Bete, für die Berufung und Vorbereitung christlicher Arbeiter zur Hilfe im Jemen.

Mittwoch 26 Juni

Nördliche Jemeniten: Teil des Ursprungs der Arabischen Welt

„… für Ismael habe ich dich auch erhört. Siehe, ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar machen und über alle Maßen mehren.“ (1.Mo. 17,20) Einige Fakten zu den Nördlichen Jemeniten: Die meisten Gelehrten sehen in Arabern der Arabischen Halbinsel die ursprünglichen Araber. Ihre Kultur wurde von nomadischen Stämmen und Dorfbewohnern der arabischen Wüste entwickelt. Von dort begann die Ausbreitung der Arabischen Welt. Heute leben mehr als 12 Mio. jemenitische Araber im Jemen und 700.000 in umliegenden Ländern.

Bete, dass das Evangelium Araber, insbesondere 12 Mio. Nördliche Jemeniten erreicht.

Donnerstag 27 Juni

Nördliche Jemeniten: 60/40 geteilt in Schiiten und Sunniten

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6) Über 50 % der Nördlichen Jemeniten sind Zaiditen (ein Zweig der Schiiten mit eigener Rechtsschule, nach Zaid ibn ʿAlī, einem Enkel des Prophetenenkels Husain benannt), 40 % sind Schāfiiten (nach den Hanafiten zweitgrößte traditionelle Rechtsschule (Madhahib) des sunnitischen Islams) und 5% Ismailiten (zweitgrößte schiitische Glaubenskonfession, heute ca. 20 Mio. Anhänger).

Bitte Gott, dass die Nördlichen Jemeniten durch eine Erweckung zu Jesus Christus und zur Einheit finden.

Freitag 28 Juni

Nördliche Jemeniten: Friedensboten für eine Kultur des Streites

„…; auf ihren Wegen ist lauter Zerstörung und Elend, und den Weg des Friedens kennen sie nicht.“ (Röm. 3,16-17) Die jemenitische Gesellschaft hat eine Stammesstruktur mit über 1.700 Stämmen oder Clans; von Scheichs regiert, die sich schon vor dem Krieg untereinander bekämpften. Noch heute lebt die Mehrheit in festungsähnlichen Dörfern, die leicht zu verteidigen sind. Jedes Haus hat allseitig Fenster und ist mit Blick auf die Außenseite des Dorfes gebaut. Waren und Personen, die einen solchen Ort passieren, werden streng kontrolliert.

Bete um die Sendung von Boten Gottes für Versöhnung und Frieden.

Samstag 29 Juni

Nördliche Jemeniten: Jesus überwindet soziale Trennungen

„Denn wir (Christen) sind durch einen Geist zu einem Leib getauft, wir seien … Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.“ (1. Kor. 12,13) Die Sozialstruktur jemenitischer Araber hat 4 Klassen: die Sayyiden oder „Reichen“ (Sie beziehen ihre Herkunft auf einen Enkel Mohammeds.), die Qatani, (Stammesangehörigen), die Shafi'ite der Städte (Kaufleute, Handwerker) und Akhdam (Sklaven). Jemenitische Araber haben geschichtlich und bis heute ununterbrochen enge Verbindung mit dem Islam. Weltweit sind fast alle jemenitischen Araber Muslime.

Bete für das rettende Wirken des Heiligen Geistes.

Sonntag 30 Juni

Nördliche Jemeniten: Gastfreundschaft und Ernährung

„Gastfrei zu sein vergesst nicht; dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“ (Hebr. 13,2) Gastfreundschaft und soziales Leben haben große Bedeutung. Gern teilen sie die tägliche Kaffeezeit, bei der sie auf dem Boden sitzen und aus Schalen trinken. Die Ernährung bestand vor dem Krieg oft aus Weizenbrot und Haferbrei, serviert mit gekochtem Fleisch oder Huhn. Tiere werden gehalten, um Milch und Eier zu liefern. Viele Nomaden ließen sich in Bergdörfern nieder, bauten Getreide, Gemüse, Kaffee, Melonen, Datteln, Mangos und Granatäpfel an.

Bete für Mitarbeiter, offene Türen und Herzen.