Beduinen des Sinai – Traditionelles Leben als Nomaden
Ich habe noch andere Schafe; sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein. (Joh 10,16) Die 0,34 Mio. Beduinen des Sinai stammen von Beduinen der Arabischen Halbinsel ab, die vom 14. - 18. Jhdt. in den Sinai einwanderten. Als traditionell nomadische Hirten ziehen sie von Ort zu Ort, um ihren Schaf-, Ziegen- und Kamelherden neue Weiden zu bieten. Sie leben traditionell in Zelten aus Ziegenhaar und reisen in Familiengruppen. Inzwischen haben sich einige in Dörfern niedergelassen. Andere blieben Nomaden.
Bete, dass Jesus die Sinai-Nomaden als Guter Hirte sucht und findet.
Beduinen des Sinai – Höchster Wert der Gastfreundschaft
Er sprach: Komm herein, du Gesegneter des HERRN, warum stehst du draußen? (1Mo 24,31a) Beduinen des Sinai legen Wert auf ihre Stammeszugehörigkeit. Sie sind ihren Familiengruppen treu ergeben und ehren sie. Ihre Sprachen sind Ostägyptisch und Bedawi-Arabisch. Bibelübersetzung und Audios des Evangeliums sind verfügbar. Die Scheichs, die Anführer des Stammes, helfen bei der Regierungsführung und Beilegung interner Konflikte. Für Beduinen ist Gastfreundschaft der höchste kulturelle Wert und tiefste Form der Ehrerbietung.
Bete, dass Christen den Beduinen als Gäste zum Segen werden.
Ägypten – Gebet für Meinungs- und Glaubensfreiheit
Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit. (2Kor 3,17) Die in der Verfassung verankerten Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit wurden seit 2014 zunehmend eingeschränkt; die Kontrolle des Militärs über das Zivilleben gestärkt. Die Amtszeit des Präsidenten (Fattah as-Sisi) wurde auf 6 Jahre verlängert. Die Lage der Menschenrechte erregt Besorgnis. Der Freedom House Index stuft Ägypten als „unfrei“ ein. Es liegt in der Pressefreiheit nach Reporter ohne Grenzen auf Platz 170 von 180 Staaten.
Bete für mutige, freie Verkündigung des Evangeliums in Ägypten.
Ägypten – Flüchtlingsarbeit unter Sudanesen und Syrern
Er aber stand auf, nahm das Kind und seine Mutter nachts zu sich und zog hin nach Ägypten. (Mt 2,14) Ägypten nahm wegen Terrorgefahr fast keine Flüchtlinge aus Gaza auf. Aber Ägypten zeigte sich für Flüchtlinge anderer Länder großzügig in der Bereitschaft zur Grenzöffnung. Von 2022 bis Mai 2026 stieg die Zahl der beim UNHCR registrierten Flüchtlinge und Asylsuchenden um 281 %, von 0,29 Mio. auf 1,1 Mio. Sudanesen bilden mit über 3/4 die größte Gruppe, gefolgt von Syrern. Sie leben meist im Großraum Kairo und Alexandria.
Bete, dass mehr christliche Teams Jesus zu den Flüchtlingen bringen.
Ägypten – Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg
Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften. (Jak 3,18) Im aktuellen Krieg der USA, Israels und ihrer Verbündeten 2026 gegen den Iran nimmt Ägypten die Rolle eines neutralen Vermittlers zwischen Teheran und den Golfstaaten ein. Es versucht, als regionaler Stabilitätsanker zu fungieren. Auch westliche Arbeiter finden vorübergehend Zuflucht. Die Auswirkungen des Krieges sind in Ägypten durch staatlich verordnete Energiesparmaßnahmen, Inflation und starke Verunsicherung im Tourismus deutlich spürbar.
Bete für Frieden im Iran, Israel und auf der Arabischen Halbinsel.
Ägypten – Wirtschaftliche Belastung an kritischem Punkt
Das Brot Gottes ist der, welcher aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt. (Joh 6,33) Ägypten ist zu einem wichtigen Transit- und Zielland für Flüchtlinge geworden und spielt eine zentrale Rolle in der regionalen Vertreibungsdynamik. Dabei ist es mit den Auswirkungen mehrerer, sich überschneidender regionaler Krisen konfrontiert und befindet sich an einem kritischen Wendepunkt. Der Konflikt im Sudan – die weltweit größte Vertreibungskrise – setzt sich entlang der südlichen Grenze Ägyptens fort und verschärft den wirtschaftlichen Druck.
Bete für Nahrung; auch reichlich für das Brot des Lebens.
Ägypten – Helfer für nubische Grenzregion im Süden
Sie aber sagen zu ihm: Wir haben nichts hier als nur fünf Brote und zwei Fische. (Mt 14,17) Ägypten hat großes Interesse an Stabilität im Süden seines Landes, an Grenzsicherheit, dem Schutz der Wasserwege (vor allem des Nil) und nationaler Sicherheit. Politisch unterstützt es die sudanesische Regierungsarmee (SAF). An Grenzübergängen wie Argeen und in Städten wie Assuan und Kairo stehen viele Geflüchtete vor massiven Herausforderungen. Die Grenze zwischen Ägypten und Sudan durchquert das historisch-nubische Kernland.
Bete für die Sendung von Hilfsteams nach Assuan und in die nubische Grenzregion.