27. April - 3. Mai 2020 Tägliches Gebet

Montag 27 April

Ramadan - Die Nubier in Ägypten

„Er aber sprach: Der Gott unserer Väter hat dich erwählt, dass du seinen Willen erkennen sollst.“ (Apg. 22,14a) Im 6. Jhdt. nahmen alle 3 bestehenden Königreiche der Nubier den christlichen Glauben an. Es entstand eine der ersten afrikanischen Kirchen. Doch im 13. Jhdt. führte die Ausbreitung des Islams zu ihrem Untergang. 99 % der 2 Mio. Nubier sind Muslime, meist Sunniten. Einige Sufi-Richtungen sind offener für das Evangelium. Die hohe Arbeitslosigkeit zwang Tausende als Arbeiter in die Golfstaaten.

Bete, dass viele Nubier zum Christsein zurückkehren.

Dienstag 28 April

Ramadan - Der Wahhabismus

„Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“ (2.Kor 3,6b) Der Wahhabismus ist eine streng konservative, fundamentalistisch-sunnitische Richtung des Islams. Sie entstand im 18. Jhdt. in Saudi-Arabien durch Mohamed Ibn Abdul Wahhab, vereinte die Stämme und hat enge Beziehungen zum Königshaus. Sie fordert eine „reine“, korantreue Form des Islams, verbietet Alkohol, Musik, Tabak und mystische Praktiken (Sufismus). Zentral sind rituelle Gebete und strikte Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit. Wahhabiten erachten sich als die einzig wahren Muslime.

Bete, dass der HERR ihnen in Träumen begegnet.

Mittwoch 29 April

Ramadan - Wahhabismus in Dagestan

„Singt dem HERRN ein neues Lied; singt dem HERRN, alle Welt!“ (Ps. 96,1) Dagestan ist eine Republik Russlands an der Ostküste des Kaspischen Meeres, an Georgien und Aserbaidschan. 95 % der 2,9 Mio. EW sind vom Sufismus geprägt. Sie werden „Dargins“ genannt. Die extrem konservative Bewegung des Wahhabismus erschien als Alternative zur Korruption und fasste in den 1980ern Fuß. Ende der 1990er wurde sie mit jahrelanger Gewalt und Terror politische Bewegung für die Unabhängigkeit von Russland. Traditionelle Kunst und Musik aber widerstehen.

Bete, dass Lieder des HERRN den Wahhabismus durchbrechen.

Donnerstag 30 April

Ramadan – Die Tablighi Jamaat

„Denn bei dir, JHWH, ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“ (Ps. 36,10) Die Tablighi Jamaat (T. J. = Gesellschaft zur Verbreitung des Glaubens) ist mit über 80 Mio. Mitgliedern in 150 Ländern die größte muslimische Bewegung der Welt, u.a. in Äthiopien, Südafrika, USA und Nepal. Ihre Zielgruppe sind nominelle Muslime. Ihre Überzeugung ist, dass die Gesellschaft sich positiv verändert, wenn Muslime sich streng an den Koran halten, auch betreffs Kleidung und Beziehungen mit Nichtmuslimen. Das Jahrestreffen in Bangladesch besuchen 5 Mio. Muslime.

Bete, dass sie in Jesus ewiges Leben finden.

Freitag 01 Mai

Ramadan - Schweizer Muslime zwischen Liberalismus und Salafismus

„Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern.“ (Joh. 6,35a) Die 400.000 Muslime in der Schweiz bilden 3 Hauptgruppen. (1) Säkular/liberal: Die Mehrheit junger Muslime lebt in diffuser, nicht praktizierender Zugehörigkeit, ehrt aber ihre muslimische Identität. (2) Selbstbewusst/islamisch: Der Schweizer Tariq Ramadan kämpft für Muslim-Identität und erreicht mit Reform-Salafismus sozial engagierte, gebildete Muslime. (3) Konservativ/streng: Albaner mit saudisch-wahhabitischer Ausbildung wenden diese strenge Auslegung auf den eigenen Glauben an.

Bete für das Finden der Identität in Jesus.

Samstag 02 Mai

Ramdan – Die Ahmadiyya Muslim Jamaat

„Da antwortete Simon Petrus: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ (Mt. 16,16) Die Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde im indischen Bundesstaat Punjab von H.M.G. Ahmad (gest. 1908) gegründet. Er erklärte sich (anstelle von Jesus) zum verheißenen Messias und Mahdi (Reformer). Die weltweit 10 Mio. Mitglieder leben vor allem in Indien, der EU und Ghana. Sie sehen sich als Muslime, werden aber von anderen Muslimen abgelehnt. Sie gelten als friedliebend, sehr missionarisch, haben Ansätze und Methoden christlicher Mission übernommen, lehnen aber die christliche Lehre ab.

Bete, dass sie Jesus als Messias annehmen.

Sonntag 03 Mai

Ramadan - Die Daudi Bohra

„Jesus müssen wir als Hohepriester haben, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als die Himmel.“ (Hebr. 7,26) Es gibt über 1 Mio. Bohra: die Mehrheit in Indien, weitere in den USA, Ostafrika, der EU. Sie glauben, der letzte Imam (Nachkomme Mohammeds, der von Allah Richtlinien empfing) sei untergetaucht. Ein Dai stehe in Verbindung mit dem verborgenen Imam. Führung und Segen des Dais seien Voraussetzung für Erfolg in dieser und nächster Welt. Tradition und Verpflichtungen bringen jungen Bohra viel Not.

Bete, dass sie Jesus, den wahren Hohepriester finden.