27. Januar - 2. Februar 2020 Tägliches Gebet

Montag 27 Januar

Tunesien – Gottes Geist kann echte Erweckung wirken

„Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.“ (Sach. 4,6) Die Römer besiegten 146 v. Chr. Karthago. Sie drangen in Tunesien ein und besetzten es 800 Jahre. Dabei führten sie in den ersten Jahrhunderten nach Christus das Christentum ein. Vor der Geburt des Islams war Tunesien weitgehend christlich. 697 eroberten die Araber ganz Tunesien, besetzten, islamisierten und arabisierten es. Heute ist Tunesiens Bevölkerung von 11,7 Mio. zu 99 % muslimisch.

Bete für Erweckung zu Christus durch Gottes Geist.

Dienstag 28 Januar

Tunesien – Hoffnung auf Jesus Christus setzen

„Denn er wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der Elenden wird nicht ewig verloren sein. (Ps. 9,19) 2010 verbrannte sich der Obstverkäufer Mohamed B. Er protestierte gegen seine Chancenlosigkeit in der in 24 Polizeistaaten geteilten repressiven Nation. Die „Jasmin-Revolution“ begann“. Sie führte zu den Aufständen des Arabischen Frühlings 2011 in Nordafrika und dem Nahem Osten. Tunesiens autoritärer Präsident ging unter. 2011 fanden erste freie Wahlen statt. Doch zur Verunsicherung vieler kam die islamische Partei „Ennahda“ zur Macht.

Bete, dass Jesus Christus zur Hoffnung der Tunesier wird.

Mittwoch 29 Januar

Tunesien – Evangelium des Friedens für die Jugend

„Gewöhne einen Knaben an seinen Weg, so lässt er auch nicht davon, wenn er alt wird.“ (Spr. 22,6) Mit den Wahlen 2011 trat der Islam im öffentlichen Leben immer mehr in den Vordergrund. Der Extremismus nahm zu, ebenso Unsicherheit und Instabilität. Die tunesische Wirtschaft brach ein, politische Turbulenzen folgten. Islamistische Terroranschläge in Tunis 2015 beschädigten den Tourismus. Laut OECD liegt die Arbeitslosenquote heute zwischen 15% - 30%. Das verschafft extremistischen Gruppen weiteren Zulauf von jungen Menschen.

Bete, dass Mitarbeiter der Jugend das Evangelium des Friedens bringen.

Donnerstag 30 Januar

Tunesien – Gebet für den neuen Präsidenten

„Bete für die Könige und alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.“ (1.Tim 2,2) 36% der unter 24-Jährigen sind arbeitslos. Der 2019 neu gewählte Präsident Kais Saied ist bei jungen Leuten beliebt. Sie hoffen, dass er gegen Korruption ist und ihre Interessen vertritt. Herr Saied sagt, er wolle ein neues Tunesien aufbauen. Das kann auch Unternehmer ermutigen und inspirieren, mehr Arbeitsplätze zu schaffen.

Bete für Präsident Saied für Weisheit und Wege, Frieden, mehr Religionsfreiheit, mehr Arbeit und positive Veränderung zu ermöglichen.

Freitag 31 Januar

Tunesien – Hauptstadt Tunis – wichtigstes Zentrum

„Der HERR lebt! Gelobt sei mein Fels! Der Gott meines Heils sei hoch erhoben.“ (Ps. 18,47) Tunis ist seit dem 4. Jhdt. v. Chr. bewohnt. Ursprünglich eine Berbersiedlung, überstand es Eroberungen und Besatzungen. Es entwickelte sich zum kulturellen Zentrum. Die Hauptstadt (2,7 Mio. EW) ist wichtigste soziale, politische und wirtschaftliche Stadt des Landes und Magnet für Arbeitssuchende vom Land. Sie hat großen Einfluss in der arabischen Welt. Architektur, Grundriss, Straßenbahn und Prestigebauten haben französische Ausstrahlung.

Bete für Mitarbeiter u. Glauben. Der HERR werde in Tunis hoch erhoben!

Samstag 01 Februar

Tunesien – vom Evangelium völlig unerreichte Berber

„Darum gehet hin und macht zu Jüngern alle Völker.“ (Mt. 28,19a) Von den 23 Volksgruppen in Tunesien sind 9 vollkommen vom Evangelium unberührt. Dazu gehören die Berber in Djerba, Gafsa, Matmata, Siliana, Tataouine und Zaghouan. „Pray4Tunisia“ (https://pray4tunisia.com/en/vision2020/) hat die Vision, alle diese Gruppen bis Ende 2020 zu erreichen. Nur sehr wenige arbeiten aktiv daran, unter ihnen Gemeinden zu gründen. Diese zu 100% muslimischen Berber (oder „Amazigh“) waren das Ur-Volk Nordafrikas. Die Bibel ist nicht in ihre Landessprache übersetzt.

Bete für das Erreichen der Berber Tunesiens.

Sonntag 02 Februar

Tunesien – Berber - Rückkehr zu christlichen Wurzeln

„Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Steige eben!“ (Mk. 1,32.) Die Kirche wurde sehr früh unter Berbern gegründet. Äußerlich unterwarfen sie sich im 7. Jhdt. der Islamisierung, verwendeten aber im Alltag Kreuz-Symbole als Zeichen ihres geheimen Glaubens. Präsident Habib Bourguiba (1957) bot ihnen Anreize, ihre kulturelle Identität aufzugeben. Als sie sich weigerten, wurde ein Großteil der Kultur ausgelöscht. Die Revolution 2011 löste Erneuerung der Identität und Anerkennung christlichen Erbes aus.

Bete, dass sie das Evangelium nach vielen Jhdt. wieder erreicht.