Tägliches Gebet 28. Mai - 3. Juni 2018 Ramadan 2018 – 30 Tage Gebet für die islamische Welt

»Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.« (Mt. 5, 15.16)

Liebe Freunde und Beter,

es wird geschätzt, dass 2017 eine Million Christen an der Aktion «30 Tage Gebet für die islamische Welt» teilgenommen haben. Anstoß zu dieser Gebetsinitiative gab vor 25 Jahren eine kleine Gruppe von Menschen. Sie fühlten sich herausgefordert, die muslimische Welt durch Gottes liebende Vateraugen zu betrachten und für die Verbreitung des Evangeliums zu beten.

Die Rückmeldungen von Betern rund um den Globus sind überaus ermutigend: Mit dem Gebetsheft oder Gebets-Apps 30 Tage zu beten, scheint vielen das Herz für Muslime geöffnet und ein besseres Verständnis für sie gegeben zu haben. Es ist eine Herausforderung, einen objektiven, ungetrübten Blick auf Muslime zu behalten, den Blick der Retterliebe des Herrn Jesus.

Die Herausgeber der 30-Tage-Initiative während des Ramadans haben sich entschlossen, den Schwerpunkt dieses Jahr auf einen Bereich zu legen, zu dem wir alle einen Bezug haben: die Familie. Normalerweise ist sie Ursprung unseres Glaubens, unserer Werte und Prägungen. Wir hoffen, dass du entdeckst, wie unterschiedlich muslimische Kulturen Familientraditionen vorgeben. Wir werden sehen, was uns mit muslimischem Familienverständnis verbindet oder von ihm unterscheidet. All das möge uns in der Fürbitte zur Rettung von Muslimen inspirieren und uns anspornen, die frohe Nachricht von Jesus Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes, weiterzugeben. Danke, dass du mitbetest!

Montag 28 Mai

Ramadan, Tag 13 – Tunesien – Heimat des Minaretts

Ein Minarett ist ein Turm neben einer Moschee, von dem aus der Gebetsruf erschallt. Das älteste existierende Minarett der Welt gehört zur großen Moschee von Kairouan in Tunesien. Die Form wurde durch den berühmten Leuchtturm von Alexandria in Ägypten inspiriert. Das Wort „Minarett“ leitet sich vom arabischen „manȃra“ ab, was Leuchtturm oder „Ort des Lichtes“ bedeutet.

Betet, dass der soziale Druck, der Tunesier hindert, sich für den christlichen Glauben zu öffnen, überwunden wird. Betet, dass viele Tunesier „Jesus, das Licht der Welt“ finden und gerettet werden. Betet, dass sie dann selbst Licht sind.

Dienstag 29 Mai

Ramadan, Tag 14 – Tschetschenen in Berlin

In Berlin leben mehr als 10.000 Tschetschenen. Weltweit wird ihre Zahl auf 1,5 Mio. geschätzt. Sie bilden eine enge Gemeinschaft mit starker sozialer Kontrolle. Aslan fand mit seiner Familie Zuflucht in Berlin vor den Auseinandersetzungen im Kaukasus zwischen Tschetschenen und Russen. Er besucht eine tschetschenische Moschee, liebt Kampfsport und gründete eine Baufirma. In Tschetschenien ist es fast unmöglich christliche Gemeinden zu gründen.

Betet, dass Gemeinden in Berlin den Tschetschenen das Evangelium Jesu von Rettung, Frieden und Freiheit weitergeben.

Mittwoch 30 Mai

Ramadan, Tag 15 – Die Java Pesisir Lor in Indonesien

Diese Volksgruppe umfasst etwa 36 Mio. Menschen. Sie leben in einer dicht besiedelten Region, sind freundlich und haben köstliche Reisspezialitäten. Sie stellen die Familie über alles. Junge Menschen ziehen dennoch in Massen vom Land in umliegende Städte auf der Suche nach Glück und Zukunft. Eher wegen der großen Furcht davor, die Familie sonst zu beschämen, übernehmen sie muslimische religiöse Praktiken des fünfmaligen Gebets, des Fastens, des Spendens von Almosen.

Betet für indonesische Christen, dass sie ihnen mutige Zeugen werden. Betet auch um übernatürliche Offenbarungen des Herrn Jesus.

Donnerstag 31 Mai

Ramadan, Tag 16 – Muslime in Libyen

Der Krieg samt Sturz des Diktators haben das einst blühende Land in Chaos und Kriegsparteien zersplittert. Das Regierungsvakuum füllten schnell strenggläubige Muslime. Furcht vor den religiösen Führern übersteigt noch den Frust und die Wut über diese Ergebnisse. Nach außen zeigt man daher Stolz, dass die Nation 100 % muslimisch sei. Vor kurzen kam ein Mann in eine kleine Kirche in Tripoli, deren Kirchenglocken seit Jahren nicht mehr funktionieren. Er sagte, er „habe die Glocken läuten hören“.

Betet für die verfolgten Christen in Libyen und dass viele Libyer zum Herrn Jesus gerufen werden.

Freitag 01 Juni

Ramadan, Tag 17 – Albaner in der Schweiz

In der Schweiz leben ca. 300.000 Albaner, die aus dem Kosovo und Mazedonien flohen. Sie bilden eine enge Gemeinschaft. In den 60 – 70 albanischen Moscheen wird ein moderater, sunnitischer Islam gelehrt und gelebt. So angepasst die Albaner erscheinen – die Familienstruktur bleibt traditionell und die soziale Kontrolle innerhalb der Verwandtschaft streng. Kinder und Jugendliche erleben zu Hause und in der Schule zwei unterschiedliche Kulturen. Die Frage, wer sie sind und wohin sie gehören, ist für viele nicht einfach zu beantworten.

Betet, dass Schweizer Freundschaften aufbauen und Jesus als Retter bezeugen.

Samstag 02 Juni

Ramadan, Tag 18 – Schiiten im Irak

Schiiten werfen sich wie Sunniten im Gebet nieder, legen ihre Stirn aber auf eine kleine Tonplatte von Lehm aus der Stadt Kerbela, die „Turba“. Die „Turba“ und ihr Abdruck auf der Stirn sind Symbole der Ehre und Erinnerung an ein Umayyaden-Massaker, dem Hussein (ein Enkel Mohammeds und Vorbild der Schiiten) dort bei einem Aufstand zum Opfer fiel. Das Leiden durchzieht ihre Theologie. Schiiten machen ca. 60 % der 36 Mio. Iraker aus. Christen schwinden mehr und mehr.

Betet für Schutz und Verbleib von Christen. Betet, dass sie Schiiten bezeugen, dass Christus für sie gelitten hat und es Hoffnung gibt.

Sonntag 03 Juni

Ramadan, Tag 19 – Muslime in Nepal

Muslime machen 7 % der Bevölkerung aus. Aber ihr Anteil wächst trotz strenger hinduistischer Gesetze gegen Missionierung und Religionswechsel. Diese Gesetze werden manchmal auch in persönlichen Konflikten als Waffe eingesetzt. Auch die 3 % Christen sind betroffen. Sabir, ein junger Muslim, war zum Glauben an Christus gekommen und führte acht Freunde zu Jesus. Die muslimische Gemeinschaft bedrohte ihn mit dem Tod und verprügelte die acht Freunde. Sabir konnte fliehen und besucht im Geheimen Gläubige.

Betet, dass Christen in Nepal trotz Bedrohungen den Mut haben, „ihr Licht leuchten zu lassen“.