29. April - 5. Mai 2019 Tägliches Gebet

Montag 29 April

Kaukasus – Tabasaraner: Die unbeantwortete Einladung

„… wenn sie euch aufnehmen, dann esst, was euch vorgesetzt wird, und heilt die Kranken, …, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.“ (Lk. 10, 8-9) Einige Tabasaraner in Süd-Dagestan im Kaukasus gaben auf einem Dorfpfad schon vor Jahren die aus freundlichen Herzen kommende Einladung an eine internationale Familie: „Kommt und besucht uns jederzeit!“ Das war - kulturell übersetzt - eine Einladung, bei ihnen in dieser Bergregion Süddagestans zu leben. Leider ist dem bis heute niemand gefolgt.

Bete, dass Langzeitmitarbeiter des HERRN für die Tabasaraner gefunden werden.

Dienstag 30 April

Kaukasus – Tabasaraner: Priorität für Freunde und Gäste

„Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.“ (Lk. 16,9) Wenn bei den Tabasaranern ein Freund ins Haus kommt, wird alles bei Seite getan und die Freundschaft bekommt höchste Priorität und Zeit eingeräumt. Immer wieder wird reichlich aufgetischt, selbst bei einfachen Verhältnissen. Freundschaft und Gastfreundschaft sind hier die höchsten Werte. Wenn eine Person viele Freunde hat, dann ist sie eine wohlhabende und angesehene Person.

Bete, dass gastfreundliche Christen zu den Tabasaranern ziehen.

Mittwoch 01 Mai

Kaukasus – Tabasaraner: 140.000 Menschen in vielen Orten

„Und als Abraham seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde.“ (1. Mo. 18,2) Obwohl hier überall auf hohem Niveau Gastfreundschaft praktiziert wird, sind die Tabasaraner bei den Dagestanern bekannt als „die gastfreundlichsten aller dagestanischen Menschen.“ Das Volk hat etwa 140.000 Menschen, die in 99 Dörfern und in städtischen Gebieten in Süd-Dagestan leben.

Bete für Berufung und Sendung von Langzeit-Mitarbeitern, damit das Evangelium die Städte und 99 Dörfer dauerhaft erreicht.

Donnerstag 02 Mai

Kaukasus – Tabasaraner: Evangelium in die Kultur einbringen

„Geh hin, versammle die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Der HERR, …, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe mich euer angenommen und gesehen, was euch in Ägypten widerfahren ist.“ (2. Mo. 3,16) Weitere Merkmale im Leben der Tabasaraner sind Respekt den Älteren gegenüber, gegenseitige Hilfe im Alltag, örtliches Handwerk wie Tischlerei, tabasaranische Musik und die „Godekan“ – die männliche gemeinsame Entscheidungsfindung im Zentrum jedes Dorfes.

Bete, dass das Evangelium diese Elemente ihrer Kultur durchdringt.

Freitag 03 Mai

Kaukasus – Tabasaraner: Würdevolle Feste und Alkoholismus

„Da zog Josef hinauf, seinen Vater zu begraben. Und es zogen mit ihm alle Großen des Pharao, die Ältesten seines Hauses und alle Ältesten des Landes Ägypten.“ (1. Mo. 50,7) Positive Elemente der Kultur der Tabasaraner liegen in der sozialen Hilfe für die Kranken und Armen. Es gibt auch ein herzliches Entgegenkommen bei allen Hochzeiten und würdevolle Beerdigungen mit viel Anteilnahme. Daneben ist leider der Alkoholismus zu nennen, der ein alarmierendes Niveau erreicht hat.

Bete für die Sendung von Mitarbeitern des Herrn Jesus, die bei Krankheit, Armut und Alkoholismus in Liebe Hilfe geben können.

Samstag 04 Mai

Kaukasus – Tabasaraner: Fehlen der Gnade in Islam und Kultur

„Wir werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ (Röm. 3,24) Ein großes Problem ist das Fehlen der Gnade im Islam, der im 8. Jhdt. zu den Tabasaranern kam. Das hat zu Härte auf vielen Ebenen der Gesellschaft geführt. Angst und Scham sind kontrollierende Kräfte der traditionellen Konformität. Spiralen der Rache und Gewalt beherrschen die Region zusammen mit Machtkämpfen und korrupten Bestechungshandlungen.

Bete, dass das Evangelium der Gnade, das Prinzip gegenseitiger Vergebung und Gottes Agape-Liebe in Herzen Raum gewinnt.

Sonntag 05 Mai

Kaukasus – Erstlinge der Tabasaraner und Verkündigung

„Ich will die Finsternis vor ihnen zum Licht machen und das Höckerige zur Ebene.“ (Jes. 42,16a) Trotz des tragischen Defizits an Gnade, Vergebung und Agape-Liebe, trotz vieler Spannungen, vermischt mit verheerenden Effekten der Sünde, ist eine neue Hoffnung aufgebrochen. Vor etwa 20 Jahren kam die erste tabasaran-sprechende Person zu Jesus. Es folgten Dutzende. 2010 wurde das NT in Tabasaran veröffentlicht. Zwei bewegende christliche Musikaufnahmen in ty-pisch tabasaranischem Stil wurden weithin gehört.

Bete, dass die ersten gläubigen Tabasaraner als helle Lichter Jesu in Süd-Dagestan leuchten.