Tägliches Gebet 4. - 10. Juni 2018 Ramadan 2018 – 30 Tage Gebet für die islamische Welt

»Dann aber, wenn das Volk sich zum Herrn wendet, wird die Decke weggenommen. Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.« (2 Kor. 4, 16.17)

Liebe Freunde und Beter,

es wird geschätzt, dass 2017 eine Million Christen an der Aktion «30 Tage Gebet für die islamische Welt» teilgenommen haben. Anstoß zu dieser Gebetsinitiative gab vor 25 Jahren eine kleine Gruppe von Menschen. Sie fühlten sich herausgefordert, die muslimische Welt durch Gottes liebende Vateraugen zu betrachten und für die Verbreitung des Evangeliums zu beten.

Die Rückmeldungen von Betern rund um den Globus sind überaus ermutigend: Mit dem Gebetsheft oder Gebets-Apps 30 Tage zu beten, scheint vielen das Herz für Muslime geöffnet und ein besseres Verständnis für sie gegeben zu haben. Es ist eine Herausforderung, einen objektiven, ungetrübten Blick auf Muslime zu behalten, den Blick der Retterliebe des Herrn Jesus.

Die Herausgeber der 30-Tage-Initiative während des Ramadans haben sich entschlossen, den Schwerpunkt dieses Jahr auf einen Bereich zu legen, zu dem wir alle einen Bezug haben: die Familie. Normalerweise ist sie Ursprung unseres Glaubens, unserer Werte und Prägungen. Wir hoffen, dass du entdeckst, wie unterschiedlich muslimische Kulturen Familientraditionen vorgeben. Wir werden sehen, was uns mit muslimischem Familienverständnis verbindet oder von ihm unterscheidet. All das möge uns in der Fürbitte zur Rettung von Muslimen inspirieren und uns anspornen, die frohe Nachricht von Jesus Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes, weiterzugeben. Danke, dass du mitbetest!

Montag 04 Juni

Ramadan, Tag 20 – Die muslimischen Bajun in Kenia

Der Islam wurde an der Küste durch arabische Händler über Mischehen eingeführt. Die daraus hervorgegangene Bevölkerung nennt man Bajun. Sie arbeiten traditionell als Fischer oder im Handel und führen einen arabischen Lebensstil von scharf gewürzten Gerichten bis zur Familienordnung und sozialen Strukturen. Männer sollen ihre Familien ernähren, aber Terrorismus gefährdet die Einnahmequellen aus dem Tourismus. Der Drogenmissbrauch nimmt zu, ebenso ethnische und religiöse Spannungen - auch gegen die Christen des Inlands.

Betet, dass den Bajun Jesus in Liebe bezeugt wird. Betet gegen Drogen und Extremismus.

Dienstag 05 Juni

Ramadan, Tag 21 – Die muslimischen Malaien in Brunei

Das winzige Brunei wurde durch Öl sehr reich. Knapp 2/3 der 420.000 Einwohner sind Malaien. Behörden kontrollieren streng Konformität mit dem Islam. Die vom Religionsministerium vorgegebene Freitagspredigt ist in allen Moscheen gleich. Muslimische Männer, die das Freitagsgebet nicht besuchen, machen sich strafbar. Zwei kunstvolle, autoritäre Prunkmoscheen repräsentieren das Land. Keiner wagt negative Aussagen. Jugendarbeitslosigkeit, sozialer Anpassungsdruck und Familienprobleme werden verschwiegen.

Betet, dass still leidende Malaien Jesus kennenlernen, der sie mit ihren Lasten zu sich einlädt.

Mittwoch 06 Juni

Ramadan, Tag 22 – Die muslimischen Domari in Jordanien

Anderswo als „Sinti und Roma“ bekannt, stammt dieses Volk ursprünglich aus Nordindien. Sie sprechen Domari und Arabisch. Man bringt sie mit Betteln und Stehlen in Verbindung und schließt sie seit Jahrhunderten vom sozialen Leben der Menschen aus. Das Symbol des Rades repräsentiert ihren nomadischen Lebensstil und weist auf den Kreislauf der Armut hin. Die Domari nahmen den Islam an, haben ihn aber mit abergläubischen Praktiken vermischt.

Betet für Christen, die sich mit großer Liebe um die Domari kümmern. Betet um ewige Rettung, aber auch für bessere Wohnung, Gesundheit, Schule und Arbeit.

Donnerstag 07 Juni

Ramadan, Tag 23 – Die muslimischen Fulbe in Ghana

In Ghana leben 600.000 „Fulbe“ oder „Fulani“. Die nomadischen Kuhhirten haben einen strengen Verhaltenskodex, den Pulaaku. Darin werden Geduld, Weisheit, Bescheidenheit und Respekt erwartet. Oft verloben sie Kinder, bevor diese das Heiratsalter erreichen. Mit einheimischen Bauern gibt es Konflikte um Wasserquellen, die blutig enden können. So verarmten viele Fulbe und arbeiten als Hirten für einheimische Bauern. Ihre Kinder haben keine Perspektive.

Betet für das Erreichen der Fulbe mit dem Evangelium trotz nomadischem Leben. Betet für eine glückliche Zukunft junger Fulbe mit Hilfe des Herrn.

Freitag 08 Juni

Ramadan, Tag 24 – Chinas Muslime – Sehnsucht nach Vermittlern

Gedenkstätten für Sufi-Heilige werden in China „Gong Bei“ genannt. Nachfolger bauten ihrem verstorbenen geistlichen Führer einen Schrein auf einem islamischen Friedhof. Das Grab des „Heiligen“ ist für diese Muslime ein Ort, um mit Toten Kontakt aufzunehmen und sich zu besonderen Anlässen zu versammeln. Sie preisen ihren geistlichen Führer und rezitieren Koranverse. Sie gehen sogar davon aus, dass der verstorbene Führer als Mittler zwischen ihnen und Gott ein-treten und Fürsprache einlegen kann.

Betet, dass die Sufi Jesus Christus als einzigen Mittler zu Gott kennenlernen. Betet um mutiges Zeugnis in Liebe.

Samstag 09 Juni

Ramadan, Tag 25 – Prekäre Haftbedingungen für Eritreer

Coca Cola wurde in manchen Ländern zum Symbol gegen das Vergessen. Angehörige oder Freunde lassen einem Gefangenen so eine Flasche als Geschenk zukommen um zu zeigen, dass er oder sie nicht vergessen ist. Sehr schlimm haben es eritreische Gefangene. Viele sitzen im Gefängnis, weil sie versucht haben auszuwandern oder Wehrdienst zu verweigern. Auch Christen von Hausgemeinden außerhalb der offiziell anerkannten Kirchen (Orthodoxe-, Katholische-, Lutherische Kirche) werden wegen ihres Glaubens inhaftiert.

Betet für Religionsfreiheit und Menschenrechte. Betet, dass Christen Gefangene besuchen und trösten.

Sonntag 10 Juni

Ramadan, Tag 26 – Die Nacht der Bestimmung

Diese Nacht „Lailat al Qadr“ feiert die Offenbarung der ersten Koranverse an Mohammed. Man glaubt, dass Gebete und gute Taten, die in dieser Nacht vollbracht werden, wichtiger sind als andere, die in tausend Monaten vollbracht wurden. Man redet auch von der „Nacht des Schicksals“ in dem Glauben, dass sich in ihr das Schicksal des folgenden Jahres entscheidet. Deshalb beten viele Muslime die ganze Nacht hindurch um Vergebung und Segnungen.

Betet, dass sie erleben, wie sich Jesus ihnen in besonderer Weise offenbart. Betet um Offenbarungen, dass Jesus das Lamm Gottes ist, das die Sünden der Welt trägt.