Tägliches Gebet 5. - 11. Februar 2018 Bangladesch: Gebet für die Siloti

„Unser Herr ist groß und von großer Kraft.“ (Psalm 147,5)

Bangladesch gehört zu den bevölkerungsreichsten muslimischen Ländern der Welt. Die Silotis sind ein Volk, das im Nordosten von Bangladesch im Distrikt Sylhet lebt. Einige wohnen auch jenseits der Grenze in Indien, zudem sind viele ausgewandert und leben in arabischen und westlichen Ländern.

Um das Jahr 2000 waren unter den 11 Millionen muslimischer Silotis nur ein oder zwei Jesusnachfolger mit muslimischem Hintergrund bekannt. Im Jahr 2017 waren es dank Gottes Gnade bereits weit über 1000. Immer mehr Silotis kommen zum Glauben, bekennen Jesus als Herrn und Retter. Doch es fehlt Gemeinde, Gemeinschaftsbildung. Dabei gibt es ein paar wenige traditionelle christliche Gemeinden in ihrem Umfeld. Doch deren kultureller Hintergrund unterscheidet sich zu sehr von ihnen. Oft wurden sie von Hindus gegründet, die zum Glauben an Jesus kamen. Sie benutzen zu Teil westliche Gemeindeformen und vom Hinduismus geprägtes Vokabular, das Muslime abstößt. Deshalb braucht es neue Formen des christlichen Gottesdienstes, die den Silotis entgegenkommen. Ihre Bewegung hin zu Jesus Christus möge zu Gottes Ehre wachsen. In der Liebe und Kraft Gottes soll Erweckung zur Rettung geschehen.

Montag 05 Februar

Bangladesch: Gebet für Gottesdienste der Silotis

Immer mehr Silotis kommen im Norden Bangladeschs zum Glauben. Aber die wenigen Gemeinden dort benutzen teilweise westliche Gemeindeformen und ein vom Hinduismus geprägtes Vokabular. Das stößt Muslime ab. Ein internationales Team übersetzt Gottes Wort in Siloti und konnte das NT fertigstellen.

Bete für Gottesdienst-Formen, welche die Silotis anziehen. Bete für die Übersetzung des AT in ihre Sprache und die Verbreitung des NT in ihrem Volk. Bete, dass statt Missgunst Gottes Liebe unter den Silotis wirkt.

Dienstag 06 Februar

Bangladesch: Gebet für Gemeinschaft unter gläubigen Silotis

Unter den Silotis herrscht eine tiefe Kluft zwischen der Männer- und Frauenwelt. Ein reifer Jesus-Nachfolger erzählte, wie ihn Gott geführt hatte, seinen Beruf aufzugeben und sich ganz Gottes Dienst zur Verfügung zu stellen. „Aber meiner Frau habe ich von diesem Reden Gottes lange nichts erzählt. Das machen wir Männer hier nicht.“ Wie wird Gemeinschaft aussehen? Eine Großfamilie um das Wort Gottes herum? Oder vielleicht die Frauen einer Großfamilie um Jesu Geschichten herum?

Bete für Gemeinschaft unter den gläubigen Silotis. Bete besonders für die Frauen, dass sie Teil von Gottes Gemeinde werden.

Mittwoch 07 Februar

Bangladesch: Gebet für die Verbreitung der Bibel

Das gedruckte Wort wird wenig benutzt werden, da viele Silotis noch Analphabeten sind. Selbst die, die lesen können, sind es nicht gewöhnt, ihre Sprache gedruckt zu sehen. Nur die Landeshauptsprache wird gedruckt. Das NT konnte in Siloti übersetzt werden. Wie soll sich das übersetzte Wort verbreiten?

Bete für Handy-Apps mit Gottes Wort, leicht zugänglich, in kleine Sektionen aufgeteilt. Bete für das Übersetzerteam der Bibel um viel Weisheit für diese Entscheidungen, da sich die technische Welt von Tag zu Tag ändert.

Donnerstag 08 Februar

Bangladesch: Gebet für die Übersetzung der Psalmen in Siloti

Die Silotis sind Dichter und Sänger. Das ist tief in ihrer Kultur verwurzelt. Jedes Kind kennt viele religiöse Gesänge. Viele Inhalte werden nach wie vor auf diese Weise überliefert. Es braucht eine dichterische Begabung, um besonders die Psalmen auf diese Weise zu übersetzen und den Silotis zugänglich zu machen. Die Psalmen könnten ein wichtiger Schlüssel für sie sein.

Bete daher besonders für die Übersetzung der Psalmen in Siloti. Bete dafür, dass das Übersetzerteam solche Dichter der Siloti findet, die bei der Übersetzung helfen können.

Freitag 09 Februar

Bangladesch: Gebet für die Freigiebigkeit der Siloti

In Indien, dem Nachbarland Bangladeschs, leben die Misos. Viele von ihnen sind gläubig. Die Miso-Kirche hat eine erstaunliche Geschichte. Von Anfang an haben die Gläubigen zusätzlich zum Zehnten jeden Tag einen Becher Reis gegeben. Dieser Reis wird von der Gemeinde verkauft. Die Misos sind nach wie vor nicht reich, aber die Miso-Kirche hat Geld, um Arbeiter auszusenden und diakonische Dienste zu tun.

Bete, dass auch die Siloti-Kirche von diesem Geist geprägt wird. Bete, dass Jesus die Herzen der Siloti zur Freigiebigkeit befreit. Gottes Geist kann eine Einstellung schenken, mit Freuden geben zu wollen, auch aus Armut heraus.

Samstag 10 Februar

Bangladesch: Gebet für die Ältesten der Siloti

Paulus nennt als ein Kriterium für Älteste, dass sie keine Geldliebe haben sollen. Immer wieder gibt es bei den Siloti Kontakte zu gut meinenden ausländischen Leitern, bei denen Geld eine große Rolle spielt. Sie haben leider schon viel zerstört.

Bete dafür, dass Siloti-Leiter ohne Geldliebe als Älteste ausgewählt werden. Bete für die bestehenden Leiter, dass sie ihr Herz von Gott erforschen lassen. Bete, dass sie wählen Gott zu lieben und nicht das Geld. Bete, dass die gläubigen Siloti Jesus-Nachfolger eine gebende Gemeinde werden.

Sonntag 11 Februar

Bangladesch: Gebet für eine große Ernte unter den Siloti

Unter 11 Millionen Silotis sind jetzt etwa 1000 Jesusnachfolger. Ein wunderbarer Anfang. Aber wie wenige Prozent sind das! Mehrere „Erntearbeiter“ glauben, dass Gott versprochen hat, eine große Ernte einzubringen. Ist es möglich, dass 20 oder 30 Prozent der Silotis an Jesus glauben? Gott hat das in Südkorea getan. Er ist dabei, es in Nepal und in der Mongolei zu tun. „Unser Herr ist groß und von großer Kraft.“ (Psalm 147,5)

Bete, dass der HERR viele Arbeiter zu den Siloti ruft. Bete, dass er mit seiner großen Kraft VIELE in sein wunderbares Reich hineinbringt. Bete um Erweckung unter den Siloti.