6.–12. April 2026 Tägliches Gebet

Montag 06 April

Paschtunen – 4 große Gruppen und 350 Stämme

Siehe, eine große Schar aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm. (Offb 7,9b) Jeder Paschtune ist Mitglied eines Stammes, der wieder Teil eines Stammesverbandes in der großen paschtunischen Ethnie ist. Es gibt ca. 350 Stämme, die man 10 Hauptstämmen und 4 Großverbänden zuteilen kann. Die Stämme haben Abstammung oder Siedlungsgebiet gemeinsam. Einige Stämme sind grenzüberschreitend, wie die Shinwari und die Mohmand. Verwandte Stämme sprechen oft ähnliche Dialekte.

Bete für Sendung von 2 Arbeitern Jesu in jeden Paschtunen-Stamm.

Dienstag 07 April

Paschtunen – 4 Elemente gemeinsamer Identität

Ich war ja für meine überkommenen väterlichen Überlieferungen in viel höherem Maße ein Eiferer. (Gal 1,14b) Trotz 350 Stämmen und Verbreitung auf großem geografischen Gebiet teilen alle Paschtunen eine einzigartige ethnische Identität. Sie basiert auf 4 Kernelementen: Herkunft (gemeinsame Vorfahren); Islam (99,9 % Muslime); ihrem Ehrenkodex („Weg des Paschtunen“); und der Sprache „Paschtu“. Gemeinsam verleihen diese 4 Elemente den ca. 38 Mio. Paschtunen ein starkes Gefühl von Identität und ethnischer Zugehörigkeit.

Bete, dass sie - wie Paulus – Rettung und neue Identität in Christus finden.

Mittwoch 08 April

Paschtunen – Koloniale Willkür-Grenze trennt Stämme

Verrücke die uralte Grenze nicht, die deine Väter gemacht haben. (Spr 22,28) Die Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan ist eine der konfliktgeladensten Grenzen der Welt und als Durand-Linie bekannt. Sie wurde 1893 von Sir Durand als Vertreter der britischen Kolonialmacht Indiens, der eine Pufferzone zu Russland schaffen wollte und dem sunnitisch-afghanischen „Eisernen“ Emir Abdur Rahman Khan festgelegt, der auch Völkermord an den Hazara beging. Man zog die Grenze rücksichtlos durch Siedlungsgebiete der Paschtunen und trennte so viele Stämme.

Bete, dass die Stämme in Jesus Frieden finden.

Donnerstag 09 April

Paschtunen – Grenzregion Afghanistan / Pakistan unerreicht

Betet auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort. (Kol 4,3) Die vom Staat Afghanistan historisch international nie anerkannte Grenze (zu Indien und seit 1947) zu Pakistan ist wegen vieler Konflikte und Einschränkungen auch für das Evangelium extrem unzugänglich. Beidseits leben Mio. vom Evangelium unerreichte Muslime. Sie ist Rückzugsort terroristischer Gruppen wie Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) und Islamischer Staat (IS-K, ISIS-K), Schauplatz tödlicher Zwischenfälle, Luftangriffe und Schusswechsel zwischen Pakistan und Afghanistan.

Bete, dass Gottes Wort die ganze Grenzregion erreicht.

Freitag 10 April

Paschtunen – Konflikte 2026 in Grenzregion Afghan. / Pak.

Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat. (Eph 2,14) Pakistan hat jetzt den afghanischen Taliban den Kampf angesagt, da diese mit der militanten TTP sympathisieren. Es gibt Berichte über „offenen Krieg“. Zugleich pflegen Paschtunen beider Seiten verwandtschaftliche und kulturelle Beziehungen, was Grenzkontrollen erschwert. Pakistan schließt regelmäßig Grenzübergänge (Chaman, Torkham). Das lähmt den Handel und setzt die schwache afghanische Wirtschaft unter Druck.

Bete, dass die Paschtunen Jesus, den Weg zu Gottes Frieden finden.

Samstag 11 April

Paschtunen – Große Minderheit in afghan. Hauptstadt Kabul

Ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt!. (Apg 18,10) Paschtunen sind mit ca. 42 % die größte Volksgruppe Afghanistans. In ihren Kerngebieten im Süden / Osten bilden sie oft die Mehrheit. Afghanistans Hauptstadt Kabul hat über 5 Mio. Einwohner. In Kabul machen Paschtunen einen wesentlichen Teil der Bevölkerung aus, stellen aber nicht die Mehrheit. Sie leben hier neben einer großen Zahl Tadschiken, Hazara u. a. Derzeit bietet Kabul die besten Möglichkeiten, um Dienste im Land zu beginnen.

Bete, dass Arbeiter Jesu nach Kabul gehen.