6. - 12. Juli 2020 Tägliches Gebet

Montag 06 Juli

Fulani – Weltweit größte nomadische Gemeinschaft

„Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.“ (Joh. 10,16) Die Fulani sind die größte nomadische Gemeinschaft der Welt. Sie haben Kontakt zu vielen anderen ethnischen Gruppen der afrikanischen Sahelzone, insgesamt in 20 Ländern. Die Fulani-Viehhirten haben insgesamt eine Größe von mehr als 40 Mio. von Mauretanien im Westen bis zu Teilen Äthiopiens im Osten. Der Herr Jesus möchte unter den Fulani wirken.

Bete um Arbeiter mit nomadischem Ansatz, Liebe, Geduld.

Dienstag 07 Juli

Fulani – Leben als Außenseiter und Ausländer

„Barnabas aber zog aus nach Tarsus, Saulus zu suchen.“ (Apg. 11,25) Als größtes Nomadenvolk der Welt sind die Fulani beständig auf der Suche nach Weideland für ihre großen Tierherden. Etwa 99 % sind Anhänger des Islam, mit unterschiedlicher Ausprägung. Ihre nomadische Lebensweise hält sie notwendigerweise am Rande der Gesellschaft. Selbst die vielen Fulani, die sich inzwischen in Städten und Dörfern der Region niedergelassen haben, werden sehr oft als Außenseiter, als Ausländer betrachtet. Christliche Ethnien fürchten ihr Gewaltpotential.

Bete für mutige Arbeiter und herzliche Freundschaften.

Mittwoch 08 Juli

Fulani – Lebenskonzept von Pulaaku („Fulaniness“)

„Wir sind Fremdlinge und Gäste vor dir wie unsere Väter alle. Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten und bleibt nicht.“ (1.Chr. 29,15) Trotz großer Vielfalt über die Weite der 20 Länder, in denen sie leben, verbindet sie ihr Konzept von Pulaaku ("Fulaniness"). Pulaaku ist ein sozialer Kodex. Er beschreibt ihre Weltsicht und regelt die Art und Weise, in der sie in der Gesellschaft leben, sowohl mit anderen Fulani als auch unter anderen Völkern. Einige Hauptmerkmale von Pulaaku sind Scham (Reserviertheit), Mut (mit Ausdauer), Geduld und Großzügigkeit.

Bete, dass Christen ihnen in Achtung die Liebe Jesu öffnen.

Donnerstag 09 Juli

Fulani – den Fulani im Umgang ein Fulani werden

„Obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, damit ich möglichst viele gewinne.“ (1.Kor. 9,9) "Viele sagen, dass die Fulani ein zu schwieriges, zu hartes Volk sind, um unter ihnen zu arbeiten. Aber ich habe das nicht gefunden. Ich glaube, dass sich einige der "Härten" auf die Verwendung von Ansätzen beziehen, die für die Fulani ANTI-kulturell sind. Ja, der Eingang zu einer Fulani-Gemeinschaft kann sehr schwer sein. Aber sobald man "in" ist, ist man wirklich "in". (Aussage einer erfahrenen Mitarbeiterin unter Fulani)

Bete für kulturgerechten Zugang zu den Herzen.

Freitag 10 Juli

Fulani – den Fulani sprachlich ein Fulani werden („Fulfulde“)

„Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette.“ (1.Kor. 9,22b) Es kann für die Arbeiter unter Fulani sehr verlockend sein, eine regional dominante Sprache zu verwenden, die auch von Fulani gesprochen wird. So ist es leider extrem selten, dass ein Nicht-Fulani ihre relativ schwierige Sprache „Fulfulde“ spricht. Doch wenn ein Nicht-Fulani das Opfer von Zeit und Energie aufbringt, um Fulfulde zu lernen, spricht dies Bände zu den Fulani. Echtes Interesse an den Menschen und ihren Tieren schafft gute Möglichkeiten, sich mit Fulani zu verbinden.

Bete für Arbeiter Jesu um Freude, Fulfulde zu lernen.

Samstag 11 Juli

Fulani – Erste Früchte und weites Feld in Afrika

„durch das Wort der Wahrheit, das Evangelium, … wie es auch in aller Welt Frucht bringt“ (Kol. 1,5b-6a) Unter den 40 Mio. muslimischen Fulani in 20 Ländern gibt es insgesamt nur 15.000 Christen. Wir wollen danken für Gemeinden in Bénin, Burkina Faso, Niger und Nigeria. Aber selbst in diesen Ländern bleibt die überwiegende Mehrheit der Herde "uneingeladen, unberührt". Länder ohne relevanten Klang der Stimme Jesu für Fulani sind Tschad, Südsudan, die ZAR, Côte d'Ivoire, Ghana, Liberia, Mali und Mauretanien.

Bete, dass viele Gemeinden Afrikas darin wachsen, die Gute Nach-richt mit Fulani zu teilen.

Sonntag 12 Juli

Bissau– unerreichte Völker wie die muslimischen Malinke

"Ich werde einen Weg in die Wildnis und Flüsse in der Wüste machen." (Jesaja 43,19) Bissau ist die Hauptstadt der Republik Guinea-Bissau in Sahel/ Sub-Saharan Afrika. Hier leben 492.000 der 1,9 Mio. EW des Landes. Bissau liegt an der Mündung des Geba-Flusses, vor dem Atlantik, und ist Guinea-Bissaus größte Stadt, großer Hafen und sein Verwaltungs- und Militärzentrum. 99% der Bevölkerung sind Muslime. Sie wurden bislang nicht mit dem Evangelium versorgt und gelten weithin als unerreichbar. Guinea-Bisseau ist eines der ärmsten Länder der Welt.

Bitte - der Herr Jesus sucht dringend Pioniere für Bissau/ Malinke.