6.–12. Juli 2026 Tägliches Gebet

Montag 06 Juli

Saudi–Arabien – Neuer Machthaber und fehlende Arbeiter

Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende! (Lk 10,2) Der relativ neue Machthaber Mohammed bin Salman verfolgt eine gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Reformagenda, durch die das Land sich merklich vom strengen Islam entfernt und offen für Einflüsse aus dem Ausland wird. Gleichzeitig sind viele Saudis auf der Suche nach der Wahrheit und begegnen Jesus im Traum. Im Herzen des Islams ist die Ernte reif, aber es sind noch zu wenig Erntearbeiter!

Bete für mehr Arbeiter, Rettung des Machthabers und Schlüsselpersonen.

Dienstag 07 Juli

Saudi–Nadschdi-Araber – Beduinen zunehmend sesshaft

Und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba; und Abraham ließ sich in Beerscheba nieder. (1Mo 22,19b) Traditionell waren Saudi–Nadschdi-Araber Beduinen mit einem nomadischen Lebensstil, die Kamele, Schafe, Ziegen und Rinder hielten und je nach den jahreszeitlichen Weidebedingungen wanderten. Außerdem züchteten sie Falken, Windhunde und Pferde („Araber“). Inzwischen betreiben sie oft Landwirtschaft und lassen sich vermehrt in Dörfern und Städten nieder, was eine große Umstellung für sie bedeutet.

Bete für das Erreichen der Saudi-Nadschdi in Dörfern und Städten mit dem Evangelium.

Mittwoch 08 Juli

Saudi–Nadschdi-Araber – Interesse an neuen Medien

Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die von dir vorgetragen wird? Denn du bringst etwas Fremdes vor unsere Ohren. Wir möchten nun wissen, was das sein mag. (Apg 17,19b - 20) Der Einzug der Moderne bringt neue Möglichkeiten mit sich, wie Saudi-Nadschdi-Araber mit der Botschaft von Jesus erreicht werden können: Inzwischen haben die meisten Strom und Internet. So können sie christliche Sendungen schauen oder sich in Chatrooms über Glaubensfragen austauschen, und viele sind sehr interessiert daran!

Bete für die Vermittlung des Evangeliums durch Neue Medien in Saudi-Arabien.

Donnerstag 09 Juli

Saudi–Nadschdi-Araber – Tradition bestimmt Identität

So gehorche nun, mein Sohn, meiner Stimme und tue, was ich dir sage. (1Mo 27,8) Nomadische Traditionen prägen die Identität der Saudi-Nadschdi-Araber trotz allem weiterhin. So liegt der Schwerpunkt in der Erziehung darauf, diese Lebensweise fortzuführen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein junger Beduine ein Haus baut, seine Eltern aber ihr Zelt im Garten aufschlagen, Von Kindern wird erwartet, dass sie ein beträchtliches Maß an Verantwortung übernehmen und zum Überleben ihrer Familien beitragen.

Bete, dass christliche Arbeiter die Frohe Botschaft mit Verständnis für Kultur und Tradition weitergeben.

Freitag 10 Juli

Saudi–Nadschdi-Araber – Herkunft und Gastfreundschaft

Sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe. (Mt 2,11b) Die Gesellschaft besteht aus Stämmen, Familien und sozialen Klassen, über welche sich ein Saudi-Nadschdi-Araber definiert. Für das Sozialleben spielt auch Gastfreundschaft eine große Rolle: Gäste werden großzügig mit Tee, Essen und Kaffee bewirtet. Beim geselligen Beisammensein trägt einer der Männer traditionell auch Gedichte vor oder singt. Um das Ende des Abends einzuleiten, verbrennt der Gastgeber Weihrauch in einem Weihrauchschwenker.

Bete, dass Gastfreundschaft zur Liebe für Jesus führt.

Samstag 11 Juli

Saudi–Nadschdi-Araber – Dichtung als literarische Norm

Und nun, schreibt euch dieses Lied auf, und lehre es die Söhne Israel! Lege es in ihren Mund, damit dieses Lied mir zum Zeugen gegen die Söhne Israel wird! (5Mo 31,19) Dichtung war im Laufe ihrer Geschichte auch für die Beduinen eine zentrale kulturelle Ausdrucksform. In den frühen Jahrhunderten des Islams stellte die beduinische Dichtung die ideale Norm sowohl für andere literarische Errungenschaften als auch für die arabische Sprache selbst dar.

Bete um fähige Linguisten, die die Bibel ins Nadschdi-Arabische übersetzen und die Form traditioneller Dichtung entspricht, damit man sie annimmt.

Sonntag 12 Juli

Nubier – 3 Mio. unerreichte Muslime in Ägypten/Sudan

Von jenseits der Ströme Kusch werden sie mir meine Anbeter, meine zerstreute Schar, als Opfergabe darbringen. (Zef 3,10) Das Volk der Nubier besteht aus 20 Untergruppen mit ca. 3 Mio. Menschen; Etwa 2 Mio. im Sudan und 1 Mio. in Ägypten. Ihr Gebiet, Nubien, nennt die Bibel „Kusch“. Die weiteren Aufenthaltsländer sind wegen Fluchtbewegungen unklar. Ihre beiden größten Gruppen: 1,2 Mio. Fedicca-Mohas-Nubier und 0,6 Mio. arabisierte Nubier gehören zu den am wenigsten vom Evangelium erreichten Völkern (global „Frontier“-Völker genannt).

Bete für Sendung von 4 neuen Teams zu ihnen.