6. - 12. Mai 2019 Tägliches Gebet

Montag 06 Mai

Afrika/Sahel: Die muslimischen Fulani der Sahelzone

„Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, werde ich zu ihm hineingehen.“ (Offb. 3,20a). Die Fulani sind das größte Nomadenvolk weltweit und die größte vom Evangelium noch unerreichte Volksgruppe in Afrika. Als Viehhirten oder Händler sind die Männer unterwegs, während die Frauen in kleinen Dörfern auf ihre Rückkehr warten. Das Leben der Frauen dreht sich um „koddirgal“ - den höchsten Wert der Fulani-Kultur: Gastfreundschaft!

Bete, dass das Evangelium die 35 Mio. Fulani quer durch den Sahel und ihre Frauen in den Dörfern erreicht.

Dienstag 07 Mai

Ägypten: Veränderung der Tradition Gastfreundschaft

„Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen.“ (1. Joh. 3,1) Es ist in Ägypten Brauch, dass man für Gäste doppelte Mengen kocht. Im Ramadan wächst der Druck. Man glaubt, dass Gott Großzügigkeit in dieser Zeit besonders belohnt. Von der wirtschaftlichen Krise sind alle betroffen. Die jüngere Generation (61 %) nimmt zur Gastfreundschaft eine neue Haltung ein. Es wird für sie normal, jemanden auch nur zu einem simplen Kaffee einzuladen – ohne reichhaltiges Mahl.

Bete, dass die Gastfreundschaft Schranken zwischen Christen und Muslimen niederreißt und Zeugnis ermöglicht.

Mittwoch 08 Mai

Westafrika/Mali: Ein Glas Tee in Mali

„Gott sei uns gnädig und segne uns, … dass man auf Erden erkenne deinen Weg, unter allen Heiden dein Heil.“ (Ps.67, 2-3) Mali hat 18 Mio. Einwohner, davon sind 90 % Muslime. Seit 2012 gibt es im Norden Unruhen und Konflikte, ausgelöst durch islamistische Gruppen. Gewalt und instabile Regierung haben Armut und ethnischen Spaltungen die Tür geöffnet. Was verbindet, ist das gemeinsame Tee-Trinken mehrmals am Tag. Jeden Nachmittag sieht man Männer um eine Teekanne versammelt über Familie, Politik, Religion oder Fußball diskutieren.

Segne Mali, damit viele Malier in die Familie von Christus finden.

Donnerstag 09 Mai

Balkan: Kaffee in Bosnien und Herzegowina (BiH*)

„Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie.“ (1. Kor. 12,13a) „Kafa“ in „BiH“ ist eine Zeremonie! Tag und Nacht sind die Straßenkaffees voller Menschen. Sie unterhalten sich beim traditionellen bosnischen Kaffee. Der verheerende Krieg in den 90ern führte zur verstärkten Trennung der drei Hauptvolksgruppen - Bosniaken (musl.), Kroaten (kath.) und Serben (orth.) - und fachte tief verwurzelten Nationalismus neu an. Das macht es besonders den Bosniaken schwer, das Evangelium anzuhören und anzunehmen.

Bete um Erweckung und Einigung des Landes in Christus.

Freitag 10 Mai

Südostasien/Malaysia: Geflüchtete Rohingyas in Malaysia

„Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, …, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden.“ (Jes. 61,1a) 150.000 muslimische Rohingyas in Malaysia leiden unter Arbeitsverbot, Trennung von Angehörigen und fehlender Unterstützung. Auf der Flucht erlitten sie seelische und körperliche Verletzungen. Ihnen ist Gemeinschaft so wichtig, dass man Geld für Gäste ausgibt, selbst wenn man kaum etwas für sich selber hat. Der Reis mit Currysauce und das frische Obst schmecken super.

Bete, dass der Herr der Ernte Arbeiter schickt und ihre Leiden zum Guten verwandelt.

Samstag 11 Mai

Zentralasien/Kasachstan: Tee bei den Kasachen

„Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.“ (Röm. 12,12-13) Die Kasachen sind ein muslimisches Volk in Zentralasien. Die meisten leben in Kasachstan. Kasachische Freunde kann man ohne Einladung jederzeit besuchen. Immer gibt es Tee und Baursak, in Öl ausgebackene Hefeteilchen. Manche sind Nomaden, hüten Herden und wohnen in traditionellen Jurten aus Woll-Filz. Es gibt eine Reihe Nachfolger Jesu, die oft unter Anfeindungen leiden, aber meist nicht unter massiver Verfolgung.

Bete um Wachsen der Gemeinde Christi!

Sonntag 12 Mai

Indischer Ozean/Die Malediven – „Paradies“ ohne Christus

»So preiset nun den HERRN im Osten, auf den Inseln des Meeres den Namen des HERRN, des Gottes Israels.« (Jes. 24,15) Malediver sind sehr gastfreundlich. Unsere Freunde lieben es, uns Tee und leckeres Essen zu servieren, wann immer wir vorbeischauen. Die Malediven bestehen aus 26 Atollen mit 100ten wunderschöner Inseln. Hinter der äußeren Schönheit gibt es viel Not und geistliche Dunkelheit, keinerlei Religionsfreiheit (100% musl.), Korruption, Scheidungen, Missbrauch von Frauen und Mädchen sowie Drogen.

Bete, dass Malediver Christus als Retter und Herrn finden und Hausgemeinden entstehen.