7. - 13. Januar 2019 Tägliches Gebet

Montag 07 Januar

Afghanistan – dass Paschtunen Gott persönlich suchen

„Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, …; sondern einen Geist der Kindschaft, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!“ (Röm. 8,15) Für Paschtunen ist Gebet die Hauptverpflichtung eines echten Muslims und Zeichen seiner Hingabe. Gebet ist für sie NICHT persönliche Kommunikation, sondern Teil der Zugehörigkeit zur muslimischen Ummah-Gemeinschaft, die dafür auch Druck ausübt. Sie beten nicht frei aus dem Herzen. Weil die Gebete Arabisch sind, verstehen nur wenige den Inhalt richtig.

Bete, dass Paschtunen beginnen, persönlich und frei Gott und die Rettung von Sünden zu suchen.

Dienstag 08 Januar

Afghanistan – dass Paschtunen Gott als Vater suchen

„Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.“ (Mt. 6,9) Viele Paschtunen fangen den Tag mit Gebet an. Oft versammeln sich die Männer dazu in der lokalen Moschee. Paschtunen sind als Muslime verpflichtet, fünfmal am Tag zu beten, von Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang. Sie beten Mekka zugewandt auswendig gelernte Gebete auf Arabisch. Frauen können mit anderen im Haus beten, aber die meisten beten alleine und im Verborgenen. Gott ist als liebender Vater unbekannt.

Bete, dass Paschtunen beginnen, Gott im Gebet als vergebenden, liebenden Vater zu suchen.

Mittwoch 09 Januar

Afghanistan – Zeugnis für Paschtunen in den Städten

„Es glaubten aber an ihn viele der Samariter aus dieser Stadt um des Wortes der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.“ (Joh. 4,39) Paschtunen werden in Städten wie Kabul oder Masar-e-Scharif als „urbanisiert“ angesehen, wenn sie teilweise das Paschtunen-Stammessystem verlassen. Durch ihr an die Stadt angepasstes Leben unterscheiden sie sich von ihren Verwandten in den Stammesgebieten. Sie sind besser gebildet und ein bisschen offener für Einflüsse von außen.

Bete für die Sendung von Christen zu ihnen, für Freundschaften und für die Weitergabe des Evangeliums.

Donnerstag 10 Januar

Afghanistan – Befreiung von Frauen durch das Evangelium

„… damit die ganze Welt vom Osten bis zum Westen erkennt, dass es keinen anderen Gott gibt. Ich bin JHWH, es gibt keinen anderen.“ (Jes. 45, 6) Paschtunen in Städten sind meist mehr in die pakistanische oder afghanische Gesellschaft integriert und meist besser über weltweite Ereignisse informiert. So haben sie auch etwas einfacher Zugang zum Evangelium: durch Kontakte zu Gläubigen von anderen ethnischen Gruppen oder durch Medien in Urdu, Farsi oder Englisch.

Bete, dass die Paschtunen das Evangelium durch Gläubige anderer ethnischer Gruppen hören. Bete um Sendung von vielen Missionaren!

Freitag 11 Januar

Afghanistan – Verfolgung und Hilfe für verfolgte Christen

„Nathanael sprach: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Philippus spricht: Komm und sieh!“ (Joh. 1,46) Einmischung des Westens und Versagen der Landesregierungen führten zu immer weniger Toleranz für alles „Nicht-Paschtunische“. Das Leben der Gläubigen und nach der Wahrheit Suchender ist sehr schwer. In den letzten Jahren sind etliche gläubige Paschtunen verschwunden, wurden gefangen genommen oder wegen ihres Glaubens ermordet. Für Ausländer ist es schwer, Paschtunen-Nachbarn regelmäßig zu besuchen und in Kontakt zu bleiben.

Bete für die verfolgte kleine Herde um Mut und Ausbreitung!

Samstag 12 Januar

Afghanistan – Hilfe für Schwache und Verfolgte

„Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird JHWH erretten zur bösen Zeit.“ (Ps. 41,2) Im Paschtunwali, dem Ehrenkodex der Paschtunen, ist Rache ein Weg, die Familienehre zu erhalten. Oft fallen Frauen dem zum Opfer. Salma verließ ihren Ehemann als er versuchte sie zu zwingen, in der Sexindustrie zu arbeiten. Sie dachte, dass sie bei ihrer Familie in Sicherheit wäre. Doch ihr Ehemann drang in ihr Haus ein, fesselte sie und schnitt ihr Nase, Ohren und Lippen ab.

Bete, dass Polizei und Gerichte den Opfern helfen, anstatt Täter zu unterstützen. Bete, dass Verfolgte Jesu Hilfe suchen und finden.

Sonntag 13 Januar

Afghanistan – Hilfe für Frauen und das Himmelreich

„Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.“ (Mt. 13,33b) Sogar in Städten verlassen die Frauen kaum ihr Zuhause. Andererseits gibt es Frauen, die zur Schule gehen dürfen oder sogar studieren; manche Frauen arbeiten – hauptsächlich in traditionellen Bereichen wie Medizin und Bildung, aber auch in Banken und Nicht-Regierungs-Organisationen. In Pakistan fahren manche Frauen sogar ihr eigenes Auto!

Bete für die oft benachteiligten Frauen, dass sie den Herrn Jesus als ihren Retter finden und Ihn dann anderen verkündigen.