8. - 14. Februar 2021 Tägliches Gebet

Montag 08 Februar

Kosovo – Alter ethnischer und religiöser Konflikt

„Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.“ (Hebr. 12,14) Der Kosovo hat ca. 1,8 Mio. EW. 95 % sind Muslime. 600 n. Chr. wanderten orthodox-christliche Serben ein. Sie behielten 800 Jahre die Kontrolle. 1389 wurden sie von muslimischen Osmanen (Türken) nach der Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo polje) erobert. Fast 500 Jahre kam ein Zustrom türkischer und albanischer Migranten. 1912 erlangten serbische Streitkräfte wieder Kontrolle über den Kosovo. Sie gründeten es als Provinz Serbiens, ohne Albaner politisch anzuerkennen.

Bete für den Frieden!

Dienstag 09 Februar

Kosovo – Rettung, Vergebung, Frieden im Evangelium

Wie ein Vogel, der aus seinem Nest flüchtet, so ist ein Mann, der aus seiner Heimat flieht. (Spr. 27,8) Nach gescheitertem Versuch, eine alternative Regierung zu erhalten, bildeten Albaner eine Widerstandsarmee gegen die Serbische Regierung. Es kam auf allen Seiten zu schweren Gewalttaten. Serbien siedelte 800.000 ethnische Albaner um. Der Kosovo erlangte schließlich mit NATO-Intervention im Jahr 2008 nach 10 Jahren Verhandlung und brutalen ethnischen Konflikten die Unabhängigkeit von Serbien. Serbien erkennt das bis heute nicht an.

Bete für Rettung, Vergebung, Frieden durch das Evangelium.

Mittwoch 10 Februar

Kosovo – Christliche Geschäftsgründer mit Mut gesucht

„Sie werden die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten.“ (Jes. 61,4a) Der zuvor beschriebene Konflikt zerstörte Wirtschaft und Infrastruktur. Der Kosovo gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Probleme sind Korruption, organisierte Kriminalität und unfreie Meinungsäußerung. Die Entwicklung privater Unternehmen wird durch Schattenwirtschaft, ineffiziente Justiz, Korruption und schwache Rechtsstaatlichkeit behindert. COVID-19-Maßnahmen beeinträchtigen zusätzlich die Finanzströme aus der Diaspora.

Bete für mutige, von Gottes Liebe geleitete Gründer.

Donnerstag 11 Februar

Kosovo – Ethnische Spannung und Verwandlung der Herzen

„Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.“ (Hes. 36,26b) Der Kosovo ist zu 90 % albanisch; die restlichen 10 % bilden Serben und andere ethnische Gruppen. Der lange Konflikt hinterließ tiefe ethnische Trennungen. Eine Aussöhnung zwischen der albanischen Mehrheit und der serbischen Minderheit ist nach wie vor schwer zu erreichen. Aber in 2020 wurden Zölle gegen Serbien aufgehoben, der Handel wieder aufgenommen und die Regierung kehrte zurück zum EU-unterstützten Dialog zwischen Belgrad und Pristina.

Bete für Verwandlung der Herzen.

Freitag 12 Februar

Kosovo – Erste geistliche Aufbrüche trotz Polarisierung

„Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.“ (Jes. 43,19) Kosovo-Albaner sind überwiegend muslimisch. Ihre Identität wurde seit dem Konflikt immer stärker. Obwohl viele nur nominell Muslime sind, nimmt der Extremismus bei einigen zu. Auch die Opposition zum Christentum. Dennoch gibt es eine wachsende Zahl gläubiger Christen, vor allem junge Menschen. Die Anzahl wiedergeborener Gläubiger wird auf etwa 13.000 geschätzt. Aber das ist nur 1 Gemeinde auf 47.600 EW.

Bete für tiefe, weitere Erweckung!

Samstag 13 Februar

Kosovo – Bitte um christliche Evangeliums-Arbeiter

„Damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden.“ (Eph. 4,12) In den letzten Jahren wurden einige Gemeinden gegründet. Viele Albaner sind aber völlig unerreicht. Die neuesten Zahlen deuten darauf hin, dass es nun 42 Kirchen gibt. Doch gegenwärtig ging die Zahl der Missionare und christlichen Arbeiter zu stark zurück. Dabei bräuchte es gerade jetzt im Kosovo Christen, die ethnische Differenzen überwinden und sich um Versöhnung, Heilung und Reife in den Gemeinden und für die Kosovaren bemühen.

Bete für die Berufung und Sendung solcher Arbeiter.

Sonntag 14 Februar

Kosovo – Bitte für christliche Sozial- und Reha-Projekte

„Und als sie ihm einen Tag bestimmt hatten, kamen viele zu ihm in die Herberge. Da erklärte und bezeugte er ihnen das Reich Gottes.“ (Apg. 28,23) Der Mangel an christlichen Arbeitern betrifft auch christliche Sozialprojekte. Eine Reihe großer Nöte im Kosovo stehen im Zusammenhang mit Drogen, Drogensucht und Drogenkriminalität. Hier braucht es umfassenden Einsatz auf Basis des Evangeliums. Ein christliches Drogen-Reha-Zentrum sucht mit Liebe ausgestattete, belastbare Langzeit-Mitarbeiter. Auch die Verbreitung des Evangeliums unter Albanern bleibt eine große Herausforderung.

Bitte um diese Mitarbeiter.