9.–15. März 2026 Tägliches Gebet

Montag 09 März

Tag 20: Gastarbeiter in Singapur

Singapur hat etwa 6 Millionen Einwohner. Außerdem gibt es dort fast 500.000 Gastarbeiter, meist Muslime. Daud war einer davon. Er wollte Imam werden, aber seine Familie war zu arm. Als ältester Sohn verließ er seine Familie und seine frisch angetraute Frau, um sich den 250.000 Gastarbeitern aus Bangladesch in Singapur anzuschließen. Dort ging es ihm schlecht – er wurde betrogen, verlor seinen Job und hatte Angst. Schließlich wandte er sich in seiner Verzweiflung an die Christen einer örtlichen Hilfsorganisation. Zurück bei seiner Familie erzählte er auch anderen Verwandten davon, dass Gott ihn durch Ausbeutung und Verlust erlöst und aus der Dunkelheit ins Licht geführt hatte. Jesus hatte sein Leben mit Freude erfüllt! Nach und nach kamen weitere Verwandte zum Glauben.

Wir beten, dass die Gläubigen in Singapur die Gastarbeiter mit dem Evangelium erreichen.

Dienstag 10 März

Tag 21: Die Millet in Bulgarien

Die über 300.000 Millet sind Nachfahren von Roma, die während der Osmanen-Herrschaft sesshaft wurden, Türkisch lernten und den Islam annahmen. Sie werden stark ausgegrenzt und leben oft in abgesonderten Wohngebieten. Etwa 1990 begann unter den Millet ohne großes Zutun von außen eine Erweckung. Zeichen und Wunder geschahen, Tausende kehrten dem Islam den Rücken und weit über 100 Gemeinden entstanden. Doch fehlende biblische Lehre führte zu vielen Problemen.

Wir beten, dass Gott biblische Ausbildung für Gemeindeleiter möglich macht, die oft sehr wenig Bildung haben.

Mittwoch 11 März

Tag 22: Tadschikistan

Mari lebt in einer abgelegenen Bergregion Tadschikistans. Den Sommer über sind die Kühe, Schafe und Ziegen mit einigen Hirten weiter oben in den Bergen. Bis zur Erntezeit hören die übrigen Dorfbewohner nichts von ihnen. In den vergangenen Sommern kam ein Besucher vorbei. Da Mari die Dorf-Vorsteherin ist, empfing sie ihn. Letzten Sommer schenkte er ihr ein Buch. Da dieser Mann immer freundlich war und ihrem Dorf helfen wollte, nahm sie sein Geschenk an. Sie hatte die örtliche Schule abgeschlossen, konnte deshalb lesen und war sehr gespannt auf das Buch. Diesen Sommer kam der Besucher wieder. Mari begrüßte ihn und sagte: „Ich liebe Jesus!“ Er sah überrascht aus. „Woher kennst du ihn?“ „Du hast mir letztes Jahr das Buch mit dem Titel Khushkhabar (Gute Nachricht) geschenkt, in dem die Geschichte von Jesus erzählt wird. Ich habe es oft gelesen und auch meiner Familie vorgelesen. Wir glauben an Jesus. Jeden Abend lese ich dieses Buch laut vor, und wir erzählen allen im Dorf von Jesus.

Wir beten, dass das Evangelium auch die abgelegenen Gebiete Tadschikistans erreicht und um Gottes Schutz und seine Kraft für die Gläubigen in einem schwierigen geistlichen Klima.

Donnerstag 12 März

Tag 23: Die Mamprusi in Ghana

Die mehr als 450.000 Mamprusi im Norden Ghanas praktizieren eine Mischung aus dem Islam und ihrer traditionellen afrikanischen Religion. Salisu fand eine Bibel und begann zu lesen. Als er Johannes 14 erreichte, hatte er seine Antworten gefunden. Der Tod Jesu und seine Auferstehung gaben seinen Nachfolgern eine lebendige Hoffnung. Die Suren im Koran sprachen dagegen vom Tod des Propheten und der Ungewissheit über sein ewiges Schicksal. Salisus Familie und Freunde waren schockiert über seine Entscheidung, den Islam zu verlassen. Sie versuchten alles, um ihn umzustimmen, aber sie konnten seine Fragen nicht beantworten. Salisu spricht regelmäßig mit Muslimen über Jesus und hat bereits Früchte seiner Arbeit gesehen. Er merkt, dass die Bibel Antworten auf alle Fragen der Muslime hat - wobei die wichtigste Frage die nach der Gewissheit des ewigen Lebens ist. Er sagt: „Christus hat mich völlig verändert. Mein Herz ist voller Frieden, der mein Verständnis übersteigt.“

Wir beten für die Mamprusi, die Jesus nachfolgen. Viele leiden und ihr Leben ist bedroht. Einige haben ihre Arbeit und ihren Besitz verloren.

Freitag 13 März

Tag 24: Mit Jesus zurück nach Pakistan

Omed ist Paschtune und kam vor vielen Jahren nach Deutschland. Im Flüchtlingslager bekam er eine Bibel. Als er vor Einsamkeit fast verzweifelte, half ihm eine Mitarbeiterin vom Amt, in eine christliche WG zu ziehen. Hier bekam Omed Antworten auf seine Fragen zum Glauben und nahm Jesus als Retter und Herrn an. Die Bibel wurde seine Freude und sein Trost. Schon seit mehreren Jahren wohnt Omed wieder in seiner Heimat. Dort kann er seinen Glauben nicht offen verkünden. Aber er lebt seine innige Jesus-Beziehung und bringt Familie und Freunde zum Nachdenken. Im Dorf achten sie ihn als freundliches Vorbild. Einmal fragte ein angesehener Muslim Omed: „Bist du Christ?“ Omed wollte Jesus nicht verleugnen, wusste aber auch um die Gefahr eines Bekenntnisses. „Kennst du einen Muslim, der ein so gutes Leben führt wie die Christen? Nein? Ich denke darüber nach, lieber Bruder! Und das solltest du auch tun!“ Omed hat fast keine geistliche Gemeinschaft, weil es für die christliche Gemeinde und ihn zu gefährlich wäre. Aber er hält voller Freude treu zu Jesus und verkündet ihn vorsichtig und liebevoll.

Wir beten für die über 50 Millionen Paschtunen weltweit, unter denen es kaum Jesusnachfolger gibt und um Weisheit, Mut und Gottes Schutz für Gläubige wie Omed.

Samstag 14 März

Tag 25: Hussein und die Sch’at

Hussein gehört zum Nuba-Volk der K’walip, ist Mitte zwanzig und lebt mit seiner Mutter und seinen sieben jüngeren Geschwistern als Flüchtling im Südsudan. Sein Vater starb im Krieg. Bis vor gut drei Jahren war Hussein Moslem. Dann hörte er durch einen Evangelisten aus Uganda von Jesus. Es brauchte viele geduldige Gespräche, um Husseins Fragen und Irrtümern zu begegnen. Viele beteten für ihn. Schließlich nahm er Jesus als Retter und Herrn an und ließ sich taufen. Ein Missionar begleitete ihn ein Jahr lang in der Jüngerschaft. Inzwischen leitet Hussein die kleine Hausgemeinde unter dem fast unerreichten Volk der Sch‘at. Vieles versteht er selbst noch nicht, aber er ist hungrig nach Gottes Wort und brennt für Jesus und die Menschen hier. Seine Liebe und sein überzeugter Glaube an Jesus sind offensichtlich - auch für seine Familie und seine Nachbarn.

Wir beten um Weisheit, Kraft und geistliches Wachstum für Hussein und andere Nachfolger Jesu und dass die Hausgemeinde unter den Sch’at sich multipliziert.

Sonntag 15 März

Tag 26: Gaza

Die Stadt Deir al-Balah im Gaza-Streifen war Shireens Heimat. Sie wuchs mit acht Geschwistern auf und hatte das Glück, an der Al-Azhar-Uni in Gaza studieren zu können. Als sie Christen traf, die nicht nur Hilfsgüter, sondern auch das Wort Gottes brachten, entschied sie sich, Jesus nachzufolgen. Schließlich heiratete sie einen Muslim, der sie schlecht behandelte. Als er wegen Schulden ins Gefängnis kam, musste sie allein für sich und ihre Kinder sorgen. Durch die schwierige Situation in Gaza hatten sie oft tagelang nichts zu essen. Manchmal weinten ihre Kinder sich hungrig in den Schlaf. Shireen wollte flüchten, aber Gott veränderte ihr Herz: „Jesus hat mich berufen, eine Frau Gottes im Gaza-Streifen zu sein. Er hat hier einen Auftrag für mich. Meine jüngere Schwester liebt Jesus inzwischen auch. Wir beten zusammen und ermutigen uns gegenseitig mit Bibelversen. Wir erzählen Menschen, wie sie ewiges Leben in Jesus finden können – an einem Ort, an dem der Tod herrscht.“ Später kam auch ihr Ehemann Mahmoud zum Glauben und wurde total verändert.

Wir beten, dass palästinensische Gläubige Apostel und Propheten für ihr eigenes Volk werden.