9. - 15. September 2019 Tägliches Gebet

Montag 09 September

Indien – Gujarat nordwestlicher Bundesstaat Indien

„Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte.“ (Mt. 13,45) Gujarat ist der nordwestlichste indische Bundesstaat mit 60,4 Mio. EW (2011). Seine Hauptstadt ist Gandhinagar, wirtschaftlich bedeutendste Stadt Ahmedabad. Die Region war als Teil der Seidenstraße schon immer ein Schlüssel für den Handel. Händler des Westens versuchten, Kollegen im Osten zu engagieren und umgekehrt. Jede Macht, die Kontrolle über diese Route hatte, konnte die Welt beherrschen.

Bete, dass das Evangelium hier verkündigt und groß wird, um sich dann von Gujarat aus weit zu verbreiten.

Dienstag 10 September

Indien – Wurzeln in Gujarat: mittelalterlicher Handel

„Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben.“ (Joh. 6,27) In religiösen, blutigen Kriegen, beginnend im Nahen Osten legte die triumphierende arabische Armee den Grundstein für ein islamisches Reich, das sich im Mittelalter von Europa bis weit nach Indien erstreckte. Nachfolgend siedelten sich arabische Händler in den eroberten bzw. eröffneten Gebieten an, um am Puls ihrer aufstrebenden Geschäfte zu sein.

Bete, dass in Gujarat statt Hunger nach Handel und Gewinn ein Hunger nach Jesus Christus und dem ewigem Leben erwacht.

Mittwoch 11 September

Indien – Arabische Händler als Vorfahren der Gujarat Shaikh

„Der König von Assyrien ließ Leute von Babel kommen, … sie nahmen Samarien in Besitz und wohnten in seinen Städten.“ (2.Kön. 17,24) Der Wunsch nach Komfort, Haus und Familie führte dazu, dass sich die arabischen Händler in Gujarat niederließen, einheimische Frauen heirateten und Kinder bekamen. Diese wurden die Gujarati Shaikh. Die Volksgruppe hat bis heute physische Merkmale der genetischen Allianz, einen helleren Teint als andere Inder mit braunen Augen und dunklen Haaren. Shaikh (arab.) bezeichnete früher einen Menschen der herrschenden Klasse.

Bete für Erweckung der Gujarat Shaikh.

Donnerstag 12 September

Indien – Der HERR soll Hoffnung der Gujarati-Jugend werden

„Du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott, meine Hoffnung von meiner Jugend an.“ (Ps. 71,5) Die Gujarati Shaikh blieben als Nachkommen arabischer Händler muslimisch. Man zählt die gesamte Volksgruppe (1,1 Mio.) zu den Muslimen. Sie leben im ganzen Bundesstaat Gujarat, der nach ihnen benannt wurde. Große städtische Zentren sind im boomenden Wirtschaftsstandort mit Wissenschaft, modernem Handel und archäologischen Zeugnissen verbunden. Die Jugend strömt mit Hoffnung in das hochmoderne Zentrum.

Bete um Arbeiter, dass die Gujarati Jugend für den HERRN ge-wonnen werden kann.

Freitag 13 September

Indien – Ärmere Gujarati Shaikh in „Ghettos“ der Städte

„… der achtet den Vornehmen NICHT mehr als den Armen? Denn sie sind alle des HERRN Hände Werk.“ (Hi. 34,19) Die Gebäude der „Ghettos“ hier sind nicht schön, aber solide mit etwas Boden ringsum. Müll liegt auf der Straße. Hunde laufen herum. Aber es gibt zumindest Strom- und Wasserversorgung, Einkaufsstraßen, Schulen, auch medizinische Einrichtungen. Frauen in schwarzen Hijabs und Jallabahs (langen Gewänder) und bunten Shalwar Kameez (Tunika und Hose) und Dupattas (Kopftuch), kaufen einfaches frisches Gemüse und Fleisch auf dem Markt.

Bete, dass sich diese einfachen Gujarati Jesus öffnen.

Samstag 14 September

Indien – Enormer Arbeitsdruck der Gujarati Shaikh

„Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und esst euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.“ (Ps. 127,2) Wohlhabende Gujarati-Shaikh-Männer setzen alles Talent und viele Stunden Arbeit ein, um Geschäfte zu gründen. Nachts kommen sie erschöpft von der Arbeit nach Hause. Für andere Gujarati-Männer kann das Leben düster und voll Ernüchterung sein, da sie arm und arbeitslos sind. Ihre Stimmung der Hoffnungslosigkeit trifft die Familie. Ihre Frauen arbeiten dann bis zur Erschöpfung, um die Familie zu ernähren und die Stimmung zu verbessern.

Bete, dass die Gujarati in Jesus Frieden finden.

Sonntag 15 September

Indien – Gujarati: Vorbestimmte Heirat und soziale Unterschiede

„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.“ (Ps. 50,15) Sobald eine Gujarati-Shaikh-Frau im heiratsfähigen Alter ist, wird von ihren Eltern oder Verwandten ein Partner aus ihrer Volksgruppe mit ähnlichem sozialem Status ausgewählt. Ihre Aufgabe wird es sein, diesem als gute Frau hingegeben zu sein, als Dienerin den Haushalt zu führen, Kinder großzuziehen und ein muslimisch-religiöses Leben zu führen. Reiche Kinder gehen in hochbezahlte Karrieren, arme werden zum Betteln auf die Straße geschickt.

Bete für die fremdbestimmten Frauen und ihre Kinder, dass sie Je-sus finden.